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Das innovative Unternehmen
Hrsg.: Barske, Gerybadze, 
Hünninghausen, Sommerlatte
Digitale Fachbibliothek
auf CD-ROM
über 2.800 Seiten
ISBN 3-936608-39-3
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Who is who im Wissensmanagement
von Markus Jähnig

Stichworte: Argyris, Bullinger, Horváth, Probst, Schneider, Senge, Stewart, Sveiby, Literatur zum Wisensmanagement

Chris ArgyrisChris Argyris ist Professor für Erziehungswissenschaften und Organisationsverhalten an der Harvard University. Akademische Auszeichnungen in Psychologie und Wirtschaftswissenschaften weisen den interdisziplinären Denker aus. Bereits die frühen Untersuchungen Argyris aus den 50er und 60er Jahren befassen sich mit dem Lernverhalten in Organisationen. Seine Forschungsergebnisse wurden in der amerikanischen Wirtschaft mit Erfolg umgesetzt (siehe Literaturliste).

 

 

Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger ist Leiter des Instituts für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart und des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), Stuttgart. Als Autor und Mitautor hat er zahlreiche Bücher und Artikel zu den Themengebieten Mensch und Technik, betriebliche Informationssysteme und Wandel der Dienstleistungsgesellschaft veröffentlicht. Prof. Bullinger ist Mitherausgeber der IAO-Studie zur Verbreitung des Wissensmanagements in Deutschland, bei der im Jahre 1997 rund 300 Unternehmen befragt wurden.

 

 

Prof. Dr. Péter HorváthProf. Dr. Péter Horváth ist Inhaber des Lehrstuhls für Controlling an der Universität Stuttgart. Der diplomierte Wirtschaftsingenieur und Professor für Wirtschaftswissenschaften gilt als führender Vertreter des Controllings in Deutschland. Neben seinen vielfältigen wissenschaftlichen Aktivitäten ist er als geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensberatung Horváth & Partner GmbH in der Praxis aktiv. Nach Gastprofessuren in New York, Wien, São Paulo und Shanghai ist Prof. Horváth international vor allem im Rahmen der "European Accounting Association" in verschiedenen Funktionen tätig. Der Verfasser von "Controlling", dem Standardwerk zu diesem Thema in Deutschland, ist Mitherausgeber der Fachzeitschriften "Wissensmanagement – Zeitschrift für Innovation" und "Controlling" sowie verschiedener Fachbuchreihen. Von Prof. Horváth stammt die deutsche Fassung der "Balanced Scorecard" (siehe Literaturliste).

Prof. Dr. Gilbert ProbstProf. Dr. Gilbert Probst ist Inhaber des Lehrstuhls für Organisation und Management an der Universität Genf und Direktor des dortigen MBA-Programms. Nach Lehrtätigkeiten an der Hochschule St. Gallen war er Visiting Faculty Member der Wharton School (University of Pennsylvania) und des Institute for Management Development (IMD) in Lausanne. Er ist als Berater zahlreicher großer Unternehmen tätig. An seinem Lehrstuhl ist die Geneva Knowledge Group entstanden, ein wissenschaftliches Beratungsteam für Wirtschaftsunternehmen. Gründungsmitglieder der Gruppe sind die ehemaligen Lehrstuhlassistenten Steffen Raub, Assistant Professor am Asian Institute of Technology in Bangkok, und Dr. Kai Romhardt, Unternehmensberater bei McKinsey & Company. Mit ihnen zusammen hat Prof. Probst die "Bausteine des Wissensmanagements" entwickelt und veröffentlicht (siehe Literaturliste).

Prof. Dr. Ursula SchneiderProf. Dr. Ursula Schneider ist als Hochschullehrerin am Institut für Internationales Management der Karl-Franzens-Universität Graz tätig und unterrichtet Change Management am Europacollege in Brügge. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Wissensmanagement und Neue Organisationsformen. Sie lehrte Personal und Organisation an der European Business School bei Frankfurt und ist Beraterin und Trainerin in der Kommunikations- und Wissensbranche.

 

 

Peter Senge ist Leiter des Systems Thinking and Organizational Learning Program an der Sloan School of Management des Massachusetts Institute of Technology und Gründungsmitglied von Innovation Associates in Boston. Der Autor des Managementbestsellers "Die fünfte Disziplin" ist ein Visionär mit Wirkung: In seinen Seminaren hat er Führungskräfte aus aller Welt in die Technik der lernenden Organisation eingeführt.

  

Thomas A. Stewart ist Mitherausgeber des amerikanischen Businessmagazins Fortune. Er war einer der ersten, der das Thema Wissensmanagement in der Wirtschaftspresse aufgegriffen und populär gemacht hat.

Karl Erik SveibyKarl Erik Sveiby gilt als einer der Pioniere des Wissensmanagements. Seit den frühen 80er Jahren forscht und publiziert der Schwede auf diesem Gebiet. Sveiby ist Miteigentümer des Ekonomi+Teknik Förlag, einer der größten Verlage für Wirtschaftsliteratur in Schweden, und Gründer einer eigenen Consultingfirma: Sveiby Knowledge Management. Zu seinen Klienten zählen namhafte Unternehmen aus aller Welt. Zur Zeit ist er als Forschungsmitarbeiter an der Queensland University of Technology in Brisbane, Australien, tätig.

 

Literaturliste

Chris Argyris: "Wissen in Aktion, Eine Fallstudie zur lernenden Organisation", 288 S., Verlag Klett-Cotta, Stuttgart 1997.
Ein spannender Erfahrungsbericht aus der Praxis der lernenden Organisation. Argyris schildert in diesem Buch, wie er aus einem "normalen" Unternehmen in vielen kleinen Schritten eine lernende Organisation gemacht hat. Der erste Teil des Buches enthält zunächst eine psychologische Deutung der Lernblockaden in Organisationen. Wie man unproduktive Handlungsmuster ändert, demonstriert Argyris im Hauptteil des Buches. Auf der Grundlage seiner eigenen Lerntheorie verbesserte er in Zusammenarbeit mit dem Vorstand Führungsstil und Kommunikationsverhalten in einer amerikanischen Beratungsfirma. Die Gesprächsprotokolle der gemeinsamen Sitzungen zeigen, wie der Lernprozeß im Unternehmen langsam Gestalt annimmt. Ein Buch für Personalchefs und Führungskräfte, die das Wissenspotential ihrer Mitarbeiter besser nutzen möchten.

Thomas H. DavenportThomas H. Davenport / Laurence Prusak: "Wenn Ihr Unternehmen wüßte, was es alles weiß. Das Praxisbuch zum Wissensmanagement", verlag moderne industrie, 349 S., Landsberg 1998.
Ein aktueller Report aus der amerikanischen Knowledge Management-Szene. prusak.jpg (8729 Byte)Anhand von Fallbeispielen aus 39 Unternehmen und Organisationen demonstrieren zwei Business-Insider, wie Wissensmanagement in US-Großunternehmen und Beratungsfirmen funktioniert. Davenport, Professor für Information Management an der University of Texas in Austin, hat zahlreiche Forschungsarbeiten zu Managementfragen bei Ernst & Young, Mc Kinsey und CSC Index geleitet. Laurence Prusak ist ein KM-Profi: Er leitet als geschäftsführender Direktor der IBM Consulting Group in Boston das Wissensmanagement des Unternehmens. Ein Praxisbericht für Führungskräfte, geschrieben von zwei Experten des Wissensmanagements.  

Robert S. Kaplan / David P. Norton: "Balanced Scorecard", Deutsche Übersetzung von Péter Horváth, 336 S., Schäffer-Poeschel Verlag, Stuttgart 1997.
Die Trumpfkarte für integrierte Business-Strategien. Während sich die klassische Unternehmenssteuerung fast ausschließlich an finanziellen Zielgrößen orientiert, verknüpft das Konzept der Balanced Scorecard "harte" und "weiche" Managementfaktoren. Nicht-monetäre Aktiva, wie das Kunden- und Lieferantennetz oder interne Lernprozesse werden in ihrer Bedeutung für den Unternehmenserfolg herausgestellt. Die Balanced Scorecard ermöglicht reflexives Management: Lern- und Wachstumsziele des Unternehmens können gesteuert und die erzielten Fortschritte laufend geprüft werden. Eine Vielzahl von Beispielen macht das Buch zum Leitfaden für die praktische Anwendung.

Wilfried KrügerWilfried Krüger / Christian Homp: "Kernkompetenz-Management, Gabler Verlag, 323 S., Wiesbaden 1997.
Die Identifikation der eigenen Kernkompetenz ist eine zentrale Aufgabe des strategischen Wissensmanagements. Ein Unternehmen muß wissen, warum es eine ganz bestimmte Zielgruppe anspricht und welches deren Bedürfnisse sind. Kernkompetenz-Management ermöglicht proaktives Handeln: Das Unternehmen kommt der spezifischen Nachfrage seiner Kundschaft mit einem Angebot zuvor. Das Lehrbuch illustriert das Konzept der Kernkompetenzen anhand zahlreicher Beispiele aus mittelständischen Unternehmen. Die vielen praxisrelevanten Informationen richten sich gleichermaßen an Dozenten, Studierende, Manager und Marketingleiter.

Gilbert Probst / Steffen Raub / Kai Romhardt: "Wissen managen – Wie Unternehmen ihre wertvollste Ressource optimal nutzen", 404 S., Gabler Verlag, Frankfurt 1997.
Wissensmanagement sichert langfristige Wettbewerbsvorteile und gehört daher zum Kernbereich der strategischen Unternehmensführung – so das Credo der Autoren. Vorgestellt wird die Lehre von den sechs "Bausteinen des Wissensmanagements". Der Leser erfährt, wie man ungebundenes Wissen im Unternehmen sichert, bewahrt und ausbaut. Probst, Raub und Romhardt stützen sich dabei auf ihre große Erfahrung aus der Beratungspraxis. Zahlreiche Fallstudien – auch aus der deutschen Wirtschaft – machen das Buch zur Managementlektüre mit hohem Nutzwert.

Ursula Schneider Schneider: "Wissensmanagement: Die Aktivierung des intellektuellen Kapitals", FAZ Edition Blickpunkt Wirtschaft, 208 S., Frankfurt 1996.
Intellektuelles Kapital hat stets eine personelle und eine strukturelle Komponente. Nach Prof. Schneider muß das Wissensmanagement auf beiden Seiten aktiv werden. Auf der personellen Seite lautet das Ziel aus Mitarbeitern langfristig Mitgestalter zu machen, die ihr Wissen selbständig in die Organisation einbringen. Die strukturelle Zielsetzung ist es, den Wertschöpfungsanteil des Wissens meßbar zu machen. Prof. Schneider stellt Meßinstrumente vor, die sich in wissensintensiven Unternehmen bewährt haben.

Peter M. Senge: "Die fünfte Disziplin – Theorie und Kunst der lernenden Organisation", 4. Auflage, 550 S., Verlag Klett Cotta, Stuttgart 1997.
Die Wirklichkeit ist mehrdimensional und komplex, nur der Mensch hat sich angewöhnt in einfachen Ursache-Wirkungs-Annahmen über Erfolg und Mißerfolg seiner Unternehmungen zu urteilen. Dagegen setzt Senge seine Vision vom systemischen Denken. Das Management von Morgen, so sein zentraler Gedanke, muß noch stärker auf die Wechselwirkungen einzelner Entscheidungen Rücksicht nehmen: Nur wer das Ganze im Blick hat, versteht auch das Detail. "Die fünfte Disziplin" ist ein internationaler Erfolgstitel und wurde bereits in 26 Sprachen übersetzt. Nicht nur die Führungskräfte bedeutender Unternehmen begrüßen seine Botschaft vom ganzheitlichen Lernen. Auch Kritiker der "Mainstream-Wirtschaft" schätzen Peter M. Senges Ermutigung zum Umdenken.

"Das Fieldbook zur Fünften Disziplin", 700 S., Verlag Klett Cotta, Stuttgart 1996.
In seinem Praxishandbuch zum großen Theorieentwurf zeigt Peter M. Senge, wie man eine lernende Organisation aufbaut. Anhand von authentischen Geschichten und Beispielen demonstriert der Autor, wie Lernhemmnisse in großen Organisationen überwunden und Spitzenleistungen erzielt werden können.

Karlheinz Sonntag: "Lernen im Unternehmen. Effiziente Organisation durch Lernkultur", 223 S., Verlag C.H. Beck, München 1996.
Die Entwicklung der Lernkultur in einem Unternehmen ist ein langfristiger Prozeß. Wie jede andere höhere Organisationsform muß auch die Lernfähigkeit regelmäßig trainiert werden. Prof. Sonntag, Leiter des Instituts für Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie der Universität Heidelberg, beschreibt anhand zahlreicher Beispiele, wie man individuelles, kollektives und organisationales Lernen im Unternehmen praktiziert. Ein Handbuch aus der Reihe "Innovatives Personalmanagement", das einen guten Einblick in die Praxis des Human-Ressource-Managements bietet.

Thomas A. Stewart: "Der vierte Produktionsfaktor. Wachstum und Wettbewerbsvorteile durch Wissensmanagement", 256 S., Carl Hanser Verlag, München, Wien 1998.
Die deutsche Ausgabe eines amerikanischen Erfolgstitels zum Thema Wissensmanagement. Die Ausgangsthese von Fortune-Mitherausgeber Thomas A. Stewart lautet: Materielle Ressourcen wie Arbeit, Energie, Rohstoffe und selbst Kapital sind heute in großen Mengen relativ billig zu haben. Über Wachstum und Erfolg im weltweiten Wettbewerb entscheiden daher Kreativität und Lernfähigkeit der Humanressourcen. Thomas A. Stewart macht deutlich, daß jeder Mitarbeiter eines Unternehmens ein Stück dieses Kapitals darstellt und zeigt, wie das intellektuelle Kapital eines Unternehmens erschlossen, bemessen und genutzt werden kann. Ein sehr sorgfältig zusammengestelltes Literaturverzeichnis rundet das Buch ab.

Karl Erik Sveiby: "Wissenskapital – das unentdeckte Vermögen", 286 S., verlag moderne industrie, Landsberg, 1998.
Die finanziellen Vermögenswerte eines Unternehmens sind nach Sveiby nur die Spitze des berühmten Eisbergs. Das Ausmaß der unsichtbaren, d.h. bilanziell nicht erfaßten, intellektuellen Aktiva machen den wahren Wert eines Unternehmens aus. Sveiby zeigt, wie man das Wissen der Angestellten, das Interesse der Kunden und den Einfallsreichtum der Lieferanten dazu nutzen kann, betriebliches Wissenskapital aufzubauen. Das Buch ist für Führungskräfte geeignet, die nach umsetzbaren Ideen suchen und sich nicht mit theoretischen Vorüberlegungen aufhalten möchten. Karl Erik Sveiby wird nun auch vom Management in Fernost gelesen, der Titel ist mittlerweile auf Chinesisch und Koreanisch erschienen.

Dr. Wieselhuber & Partner: "Handbuch Lernende Organisation – Unternehmens- und Mitarbeiterpotentiale erfolgreich erschließen", 532 S., Gabler Verlag, Wiesbaden 1997.
Die Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner aus München hat 1996 eine umfassende Untersuchung zum Entwicklungsstand und zu den Perspektiven der lernenden Organisation in Deutschland durchgeführt und betreut hierzulande zahlreiche Kundenprojekte. Die vorliegende Sammlung von wissenschaftlichen Aufsätzen und Praxisbeiträgen dokumentiert die Ergebnisse dieser Arbeit. In den beiden ersten Teilen des Buches wird der Stand der akademischen Diskussion beleuchtet. Die lesenswerten Kurzbeiträge stammen vorwiegend von Hochschullehrern mit betriebswirtschaftlichem oder psychologischem Hintergrund. Der dritte Teil des Buches gehört den Praktikern. Ihre Erfahrungsberichte zeigen, daß die lernende Organisation in Deutschland noch in den Anfängen steckt. Statt groß angelegter Zukunftsentwürfe bietet das Handbuch ein Stück deutscher Unternehmensrealität – mitunter ernüchternd, aber aufschlußreich.

Martin Wiegang: "Prozesse Organisationalen Lernens", 591 S., Gabler Verlag, Wiesbaden 1996.
Eine Dissertation über die sozialwissenschaftlichen und organisationstheoretischen Grundlagen des Organisationalen Lernens. Der Autor zeigt unter anderem, auf welchen Wegen die Thematik Einzug in die Managementliteratur gefunden hat. Populäre Ansätze zum Organisationalen Lernen werden kritisch durchleuchtet. Wer sich mit dem Thema intensiv auseinandersetzen möchte, kommt an dieser äußerst profunden Abhandlung nicht vorbei. Angesprochen sind vor allem Dozenten und Studierende der Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Management, Organisation und Personal sowie Unternehmensberater und Führungskräfte im Organisations- und Personalbereich.

Ikujiro Nonaka / Hirotaka Takeuchi: "Die Organisation des Wissens", 299 S., Campus Verlag, Frankfurt 1997.
Wie gelingt der japanischen Automobil- und Elektronikindustrie die rasche Umsetzung von Wissen in innovative und marktfähige Produkte? Nach Auffassung der Autoren beherrschen die Japaner die Kunst, "implizites" Wissen in "explizites" Wissen umzuwandeln. Während westliche Unternehmen neue Managementlehren "von außen" in den Betrieb einführen, geht das japanische Management in umgekehrter Weise vor: "Verhaltenswissen" – das, was jeder Mitarbeiter aus der alltäglichen Erfahrung einbringt – wird zum Unternehmenswissen. Nonaka und Takeuchi, Professoren an der Hitotsubashi Universität in Tokio, zeigen, welche Rahmenbedingungen ein Unternehmen schaffen muß, um das Entstehen von explizitem Wissen zu begünstigen. Ein Blick hinter die Kulissen japanischer Erfolgsunternehmen, der manchen Unterschied zu westlichen Managementmodellen aufdeckt.

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