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- Leseprobe -
INSTI-Innovationsdienstleistungen: Angebote zur
Verbesserung des Innovationspotenzials von Unternehmen und
Forschungseinrichtungen
von Thomas Einsporn
Industrie und Dienstleister haben im Jahr 2000 für die
Entwicklung von Innovationen schätzungsweise 124 Milliarden DM in neue
Produkte und Verfahren investiert. Immer mehr Unternehmen sourcen ihre
F&E-Tätigkeiten aus. Nur noch 37 Prozent aller Unternehmen
beschäftigen eigene Forscher.
Gerade im Zuge der Globalisierung ist der Zwang nach ständigen
Innovationen immer größer geworden. Um die Innovationsstrukturen in den
Unternehmen den Anforderungen anzupassen, werden im Rahmen des
Verbundvorhabens »Innovationsstimulierung der deutschen Wirtschaft –
INSTI« neun Innovationsdienstleistungen angeboten. Je nach
Fragestellungen und Problemsituation können passgenaue und
maßnahmengerechte Projektpakete geschnürt werden, die durch
qualifizierte Mitglieder des INSTI Innovation e.V. umgesetzt werden.
Stichworte: Innovationsstandort Deutschland;
Patentstrategie; Globalisierung; Innovative Unternehmensstrukturen;
INSTI-Innovationsdienstleistungen; Förderung der
INSTI-Innovationsdienstleistungen und INSTI Innovation e.V.;
Zusammenfassung.
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In diesem Beitrag erfahren
Sie:
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-
wie der Innovationsstandort Deutschland
augenblicklich einzuschätzen ist,
-
wie Globalisierung und Innovationsprozesse
zusammenhängen,
-
wie die INSTI-Innovationsdienstleistungen
angeboten und gefördert werden,
-
wer die Mitglieder des INSTI Innovation e.V.
sind und wie man sie erreicht.
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Innovationsstandort Deutschland
Die internen und externen Aufwendungen der
unternehmerischen Wirtschaft und Institutionen für Gemeinschaftsforschung
(IFG) für Forschung und Entwicklung haben sich seit 1991 laufend erhöht
und lagen im Jahre 1999 bei ungefähr 40 Milliarden Euro. Damit wurden in
Deutschland pro Kopf der Bevölkerung über 500 Euro für Forschung und
Entwicklung aufgewendet [1].
Diese Anstrengungen spiegeln sich auch in der Zahl der
Unternehmensgründungen wider. 1999 wurden 522.000 Existenzgründungen
registriert, viele davon junge, innovative Unternehmen. Allerdings standen
der positiven Entwicklung auch 466.000 Liquidationen gegenüber. Ein Indiz
für diese Zahlen ist, dass nur die Besten und Stärksten – oder auch
anders ausgedrückt – die innovativsten Unternehmen letztendlich eine
reale Marktchance haben.
Im internationalen Vergleich liegt Deutschland mit fast zwölf Forschungs-
und Entwicklungsbeschäftigten je 1000 Beschäftigten und zirka drei
Prozent Forschungs- und Entwicklungsausgaben des Bruttosozialprodukts im
Mittelfeld [2].
Dass die Unternehmen und Forscher in den letzten zehn Jahren enorme
Anstrengungen im Hinblick auf die Verbesserung innovativer Strukturen
unternommen haben, zeigt die Entwicklung der Patentanmeldungen beim
Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA).
Mit über 110.000 Patentanmeldungen beim DPMA im Jahr 2000 wurden
innerhalb von nur fünf Jahren die Anmelderzahlen mehr als verdoppelt.
Diese Zahl umfasst die beim DPMA direkt eingereichten Anmeldungen sowie
die internationalen Patentanmeldungen nach dem Patentarbeitsvertrag (PCT)
in der internationalen Phase. Bei den PCT-Anmeldungen werden eine
internationale und eine nationale Phase unterschieden. Nach Auskunft des
DPMA werden zirka 90 Prozent der (oft vorsorglichen) PCT-Anmeldungen im
Rahmen der nationalen Phase zurückgezogen [3].
Im internationalen Vergleich liegt Deutschland mit deutlich über 20.000
internationalen Patentanmeldungen (in mindestens zwei Ländern) hinter
Japan an dritter Stelle. Erfolgreich ist nur der, der qualitativ
hochwertige Forschungs- und Entwicklungsergebnisse anmeldet. Denn
entscheidend ist nicht die Patentanmeldung, sondern das erteilte Patent.
Damit wird die Grundlage für eine wirtschaftliche Verwertung geschaffen.
Eine an der Universität in Kiel mit 50 Unternehmen der
Werkzeugmaschinenbauindustrie durchgeführten Untersuchung von Dr. Holger
Ernst [4] belegt, dass es signifikante Zusammenhänge zwischen der
Patentstrategie und dem wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens gibt:
-
Unternehmen mit aktiver strategischer Patentpolitik
– zum Beispiel international orientierte, aktive Patentanmelder oder
kleine, aktive Patentanmelder – sind in den Bereichen
Umsatzwachstum, Umsatz pro Beschäftigten und der zeitlichen
Entwicklung des Umsatzes erfolgreicher als Unternehmen mit inaktiver
und unsystematischer Patentaktivität.
-
International orientierte, aktive Patentanmelder, die
eine qualitativ hochwertige Patentstrategie verfolgen (zum Beispiel
große erfinderische Schritte), weisen den höchsten ökonomischen
Erfolg aus.
-
Unternehmen mit aktiven, qualitativ hochwertigen
Patentstrategien sind erfolgreicher als andere – und häufig auch
Technologieführer.
-
Nach zwei bis drei Jahren können Unternehmen mit
Umsatzsteigerungen als Ergebnis von nationalen Patentanmeldungen
rechnen.
-
Mit nachfolgenden Umsätzen aus europäischen
Patentanmeldungen kann ein Unternehmen mit einer zeitlichen
Verzögerung von drei Jahren ab dem Prioritätsjahr rechnen.
-
Europäische Patentanmeldungen zeigen nach
Markteinführung des Produktes eine deutlich stärkere
Umsatzentwicklung als nationale Patentanmeldungen.
-
Nicht erfolgreiche Patentanmelder können nur mit dem
signifikant schlechtesten ökonomischen Erfolg aufwarten.
-
Durch die Nutzung von Patent- und Technikdatenbanken
für Forschungs- und Entwicklungszwecke können bis zu 25 Prozent der
Entwicklungszeit eingespart und die F&E-Kosten bis zu 20 Prozent
gesenkt werden.
In einer Untersuchung von Droege & Comp. AG [5] wird
ebenfalls festgestellt, dass Unternehmen, die ihre Innovationen durch
Patente und Gebrauchsmus-ter schützen lassen, überdurchschnittlich
erfolgreich sind (Umsatzanteil von über 20 Prozent mit neu eingeführten
Produkten in den letzten drei Jahren). Dagegen sind zirka 75 Prozent der
Unternehmen, die neue Produkte und Verfahren nicht schützen lassen,
weniger erfolgreich.
Für die Verwertung bieten sich hauptsächlich zwei Möglichkeiten an.
Erstens: Verwertung eines patentierten Forschungs- und
Entwicklungsergebnisses im eigenen Unternehmen oder zweitens durch die
Vergabe von Lizenzen. Deutsche Patenthalter lagen im Handel mit Patenten
und Lizenzen 1998 im internationalen Vergleich mit 3,25 Millionen US
Dollar hinter den USA, Japan und Großbritannien an vierter Stelle. Ein
erteiltes Patent kann also wertvoll sein, wirtschaftlich durch die eigene
innerbetriebliche Verwertung oder durch die Lizenzvergabe genutzt werden
[2].
Die Qualität einer Forschungsleistung und ein erteiltes Patent sind in
der Regel Voraussetzungen dafür, dass ein Unternehmen die notwendigen
Finanzmittel investiert oder durch Kapitalgeber bekommt, damit aus einer
Erfindung ein neues Produkt oder eine neuartige Dienstleistung entwickelt
und auf den Markt gebracht werden kann. Nur der durch das Patent oder
weitere Möglichkeiten des gewerblichen Rechtsschutzes erreichte Schutz
verhindert am Markt Nachahmer und bietet die Grundlage, die investierten
Mittel wieder einzunehmen und durch Gewinne zu realisieren.
Ein Patent ist allerdings noch keine Garantie für den wirtschaftlichen
Erfolg. Fachleute gehen heute davon aus, dass »nur« drei bis fünf
Prozent der erteilten Patente in nennenswertem Umfang verwertet werden
können. Um eine möglichst gesicherte Basis für eine erfolgreiche
Unternehmensentwicklung zu bekommen, ist heute ein professionelles
Innovationsmanagement, das alle Unternehmensbereiche umfasst,
unentbehrlich.
Globalisierung
In Folge der Internationalisierung müssen Innovationstrategien auch
unter dem Aspekt des weltweiten Wettbewerbs betrachtet werden. Die
Entwicklung des elektronischen Geschäftsverkehrs (E-Commerce) zwingt die
Unternehmen, noch schneller und besser zu werden. Je mehr sich der
E-Commerce durchsetzt, um so mehr nimmt die Wettbewerbsverschärfung zu.
Die deutsche unternehmerische Wirtschaft ist grundsätzlich gerüstet. Die
»elektronische Betriebsbereitschaft«, die im Einzelnen die Bereiche
Hardware, Sicherheitssysteme, Telekom-Struktur und Personalressourcen
betrifft, ist, abgesehen vom Engpass Personalressource, in den Unternehmen
vorhanden.
Schon heute ist für Unternehmen der New Economy die Nutzung des Internet
und seiner Technologien selbstverständlich. Unternehmen und Mitarbeiter
der Old Economy stehen jedoch den Anforderungen des E-Commerce zur Zeit
noch häufig unvorbereitet gegenüber. Gefragt ist jetzt die konsequente
Ausnutzung der unternehmerischen Möglichkeiten, die das E-Commerce und
die Informationstechnologien bieten.
Mit zirka 28 Millionen PC´s und davon rund 23 Millionen mit
Internetanschluss stehen im mittelständischen Unternehmen die technischen
Voraussetzungen für die geschäftliche Nutzung der
Informationstechnologie zur Verfügung.
Damit hat sich der Anteil der KMU mit Internetanschluss auf zirka 82
Prozent in Deutschland erhöht, wodurch Deutschland im europäischen
Vergleich, wo nur eine Dichte von zirka 70 Prozent mit Internetzugang zu
verzeichnen ist, führend ist.
Auch bei den Entscheidern setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass
Internet und E-Commerce diejenigen Entwicklungen sind, denen sich kein
Unternehmen heute mehr verschließen kann, wenn es erfolgreich am Markt
agieren will.
Die meisten Fachleute sind sich da-rüber einig, dass zukünftig nur
Unternehmen am Markt bestehen werden, denen es mit Hilfe von
entsprechenden Innovationsstrategien und qualifizierten Mitarbeitern
gelingt, neue Produkte und Verfahren in Kombination mit dem effizienten
Einsatz der IT-Technologien dem Markt und dem Kunden anzubieten.
Innovative Unternehmensstrukturen, die Beherrschung des E-Business sowie
die Nutzung der Internettechnologie gewinnen für Unternehmen und
Forschungseinrichtungen eine immer größere Bedeutung. Der globale Handel
auf internationalen elektronischen Marktplätzen wird zunehmen. Dadurch
wird die Wettbewerbssituation für die Unternehmen verschärft.
Festzustellen ist jedoch, dass heute viele kleine und mittlere Unternehmen
manchmal noch weit entfernt sind von der eigenen Nutzung des E-Commerce.
Und der Zwang, sich diesen Anforderungen und Chancen zu stellen, wird
dabei immer größer. Besonders die Situation bei Zulieferern der
Großindustrie verschärft sich im Augenblick rasant.
So haben zwölf große international agierende Konzerne mit »eCl@ss«
einen Standard für die Materialklassifikation aufgebaut. Künftig werden
diese Unternehmen nur noch Zulieferer akzeptieren, die ihre Produkte nach
eCl@ss klassifizieren und diese Daten elektronisch zur Verfügung stellen
können. Die Fortführung des Innovationsprozesses in den Unternehmen ist
damit zwingend notwendig.
Strategische Patentanalysen
Innovationsmanagement und Innovationsstrategien sind ebenfalls stark
durch die Möglichkeiten der new economy gekennzeichnet. Das Wissen über
Wettbewerber, Märkte, Kunden und technologische Entwicklungen ist heute
nicht mehr ohne die Nutzung des Internet
beherrschbar. So hat das Deutsche Patent- und Markenamt seit April 2001
das elektronische Archiv- und Recherchesystem DEPATIS (Deutsches Patent-
und Informationssystem) unter www.de-patisnet.de
mit mehr als 25 Millionen Patenten und Dokumenten kostenlos zur Verfügung
gestellt.
Damit wurde in Deutschland die Grundlage geschaffen, den Produktionsfaktor
Information als Grundlage für effiziente Forschungs- und
Entwicklungsarbeit und zur Vermeidung von teuren Doppelentwicklungen zu
nutzen. In der Untersuchung von Holger Ernst zur wirtschaftlichen
Bedeutung von Patentstrategien wird darauf hingewiesen, dass sich
Patentdaten in besonders positiver Weise für die strategische Planung von
F&E-Prozessen eignen. Die Analyse von Patentdaten ermöglicht die
technologische Konkurrenzanalyse und die
Prognose technologischer Entwicklungen, da Patentaktivitäten bedeutenden
Marktveränderungen vorlaufen. Mit strategischen Patentanalysen aus den
veröffentlichten Daten der Patentämter lassen sich somit frühzeitig
Rückschlüsse auf zukünftige Wettbewerbsveränderungen ziehen. Dies wird
um so deutlicher, je umfangreicher und internationaler die Patentanalysen
geführt werden.
Unternehmensprozesse und Innovationen
Immer kürzere Produktzyklen und ein ständig sich
verstärkender internationaler Wettbewerb kennzeichnen die Situation in
vielen Bereichen der unternehmerischen Wirtschaft. Wer konkurrenzfähig
bleiben will und sich angesichts ständiger Neuentwicklungen seitens des
Wettbewerbs behaupten will, muss seine Produkte oder Dienstleistungen
durch innovative Strukturen über das gesamte Unternehmen hinweg ständig
den neuen Gegebenheiten anpassen. Die vorhandenen Innovationsstrukturen
müssen immer wieder auf den Prüfstand gestellt werden, um frühzeitig
Defizite erkennen zu können. Nur so kann sichergestellt werden, dass
Unternehmen wachsen und konkurrenzfähig bleiben. Wer auf folgende Fragen
eine präzise und vollständige Antwort hat, kann überzeugt sein, dass in
allen Unternehmensbereichen innovative Strukturen eingerichtet worden
sind:
-
Wie bekomme ich sichere Informationen über die
neuesten Entwicklungen in meinem Technologiebereich und über die
Forschungsanstrengungen der Konkurrenz?
-
Wie nutze ich Patentinformationen in meinem
Unternehmen, und wie fließen die Auswertungen der Ergebnisse in
meinen Forschungs- und Entwicklungsprozess ein?
-
Wie schaffen wir in unserem Unternehmen die besten
Rahmenbedingungen für Innovationen?
-
Woher wissen wir, dass eine innovative Idee wirklich
neu ist?
-
Wie und zu welchem Zeitpunkt sichere ich ein neues
Produkt oder Verfahren vor meinem Konkurrenten ab?
-
Wie planen wir die Entwicklung von der Idee bis zu
einem neuen konkurrenzfähigen Produkt oder einer konkurrenzfähigen
Dienstleistung?
-
Wie und wo beschaffe ich mir das notwendige Kapital,
um Investitionen durchführen zu können?
-
Wie fördern wir die Kreativität und Motivation in
unserem Unternehmen?
-
Wie werden wir uns über unsere Stärken und
Schwächen bewusst, um die richtigen Ziele, Prozesse und Strategien zu
definieren?
-
Wie überprüfen wir die Chancen und Risiken bei einer
neuen Produktentwicklung?
-
Welche Strategien für die Vermarktung und den
Vertrieb eines neuen Produktes sind notwendig?
-
Welche Chancen und Risiken müssen berücksichtigt
werden, um neue Geschäftsfelder zu erobern?
-
Welche Möglichkeiten und Wege für die Verwertung
eines neuen Produktes können wir in Anspruch nehmen?
-
Welche Märkte und Wettbewerber müssen wir bei neuen
Strategien berücksichtigen?
-
Wie können wir unseren Innovationsprozess durch die
Verkürzung von Entwicklungs- und Markteinführungszeiten verbessern?
Auf alle Fragen muss ein innovatives Unternehmen zum
richtigen Zeitpunkt die Antwort geben können. Wer keine Antwort weiß
oder unsicher ist, sollte seine Innovationsstrukturen überdenken und
Lösungen finden.
Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
initiierten Projektes Innovationsstimulierung der deutschen Wirtschaft (INSTI)
können auf die oben genannten Fragestellungen bedarfsgerechte Antworten
gegeben werden:
Je nach Fragestellung und Problemsituation werden passgenaue und
maßnahmengerechte Projektpakete geschnürt, die
INSTI-Innovationsdienstleistungen.
Mit den neun INSTI-Innovationsdienstleistungen steht ein Bündel von
qualitativ hochwertigen Beratungsangeboten für Unternehmen,
Existenzgründer und Forschungseinrichtungen im Rahmen des INSTI-Netzwerks
zur professionellen Planung und Abwicklung innerbetrieblicher
Innovationsprozesse zur Verfügung.
Die INSTI-Innovationsdienstleistungen sind durch die Bündelung des
Expertenwissens und der vorhandenen Praxiserfahrung entwickelt worden.
Dazu haben sich 26 regionale Experten mit Spezialkenntnissen zu allen
Facetten des Innovationsprozesses zu einem bundesweiten Verbund, dem INSTI
Innovation e.V. zusammengeschlossen.
Durch Kompetenzbündelung werden die hochwertigen
Innovationsdienstleistungen zu einem »Produkt«, mit dem der Weg zu neuen
Märkten erschlossen wird. Die INSTI-Vereinsmitglieder (Anschriften im
Anhang) haben alle langjährige Erfahrungen im Innovationsmanagement,
Patent- und Verwertungswesen sowie in der Innovationsförderung.
Die auf den aktuellen Bedarf und auf die Situation zugeschnittenen
INSTI-Innovationsdienstleistungen können über jedes
INSTI-Vereinsmitglied bezogen werden. Mit diesem Angebot haben
Unternehmen, Existenzgründer und Forschungseinrichtungen die
Möglichkeit, die marktfähige Umsetzung neuer Ideen professionell
durchzuführen. Die Innovationsdienstleistungen sind deswegen so
effizient, weil sie individuell je nach den Zielen zu einem Beratungspaket
zusammengestellt werden.
Diese Leistungen aus einer Hand werden vom Bundesministerium für Bildung
und Forschung unterstützt. In den ersten beiden Jahren (2001 und 2002)
der Aktion werden für die Inanspruchnahme Zuschüsse zwischen 2.000 Euro
und 32.500 Euro gewährt.
Neun INSTI-Innovationsdienstleistungen für Unternehmen
und Forschungseinrichtungen
Mit den folgenden INSTI-Innovationsdienstleistungen
können Unternehmen ihre Zukunft sichern und ihre Prozesse innovativ
gestalten.
Die neun INSTI-Innovationsdienstleistungen im Detail
1. Der Innovations-Workshop
-
Entstehen in Ihrem Unternehmen mehr Innovationen als
Sie nutzen?
-
Möchten Sie zusammen mit Kunden, Mitarbeitern oder
Geschäftspartnern innovative Vorhaben entwickeln?
-
Wollen Sie auf der Basis einer schutzrechtsfähigen
Idee eine Existenz gründen?
Sie lernen im Mitarbeiter-Team die Bedeutung von
Innovationen für Ihr Unternehmen kennen. Gemeinsam entdecken Sie
entsprechende Möglichkeiten und erfahren, wie man diese gezielt fördert
und für die Unternehmensentwicklung aktiviert. Erste Schritte zur
Umsetzung der Innovationspotenziale in Ihrem Unternehmen werden direkt und
gemeinsam erarbeitet. Im Vordergrund steht die zukunftsorientierte,
visualisierte Moderation unter Verwendung standardisierter
Trainingsmethoden und -materialien.
Der praxisorientierte Innovations-Workshop ist für alle Branchen geeignet
und kann als eintägige Inhouse-Schulung organisiert und durchgeführt
werden.
Die Moderation wird ausschließlich von INSTI-zertifizierten Trainern
durchgeführt, die sich zu stetiger Weiterbildung verpflichtet haben.
2. Der Innovations-Check
-
Wollen Sie in allen Unternehmensbereichen besser und
schneller werden und sich einen deutlichen Wettbewerbsvorsprung
verschaffen?
-
Möchten Sie für Ihr Unternehmen ein ganzheitliches
Benchmarking und so herausfinden, wo Verbesserungspotenziale stecken?
Die rasche und optimale Realisierung von Neuentwicklungen
in marktfähige Produkte und Verfahren funktioniert nur, wenn alle
Bereiche des Unternehmens hohen Anforderungen genügen und die
Unternehmensstruktur stimmt.
Der Innovations-Check bewertet und veranschaulicht mit Hilfe des
»Kompetenzsterns« Ihre Organisationskompetenz (siehe Abbildung 1).
Abb. 1: "Der Kompetenzstern"
Sie führen so ein Werkzeug zur kontinuierlichen
Innovationsbewertung im Unternehmen ein, das Sie in die Lage versetzt,
Ihre innovativen Entwicklungspotenziale zu definieren und bei geplanten
Innovationsprojekten die Rolle jedes Unternehmensbereichs ganzheitlich zu
betrachten und transparent darzustellen. Damit können Sie Kompetenz,
Know-how und Fähigkeiten Ihres Unternehmens einschätzen als Grundlagen
für ein effizientes Innovationsmanagement.
3. Die Patentrecherche
-
Haben Sie Projektideen, deren Neuheit Sie nicht
einschätzen können?
-
Möchten Sie mit Ihren Forschungs- und
Entwicklungsvorhaben auf dem aktuellen Stand der Technik sein?
-
Wollen Sie sichergehen, dass Ihr F&E-Ergebnis
erfolgreich patentiert wird?
-
Sollen Ihre Investitionen und Ihre strategische
Ausrichtung durch Schutzrechte gesichert werden?
Qualifizierte Vereinsmitglieder erfassen systematisch
Informationen zum aktuellen Stand der Technik. Sie prüfen die
Schutzrechtssituation von Neuentwicklungen, bestimmen den Wert von
Erfindungen, bewerten Lizenzangebote und verschaffen damit
Investitionssicherheit.
Ihr Innovationsvorhaben wird von kompetenten, wissenschaftlich
qualifizierten Fachleuten einer umfassenden Patentrecherche in den
entsprechenden Datenbanken unterzogen.
Die Patentrecherche liefert so Daten zum Know-how-Vorsprung Ihres
Innovationsprojektes. Dabei sichern die INSTI-Qualitätsstandards die
Verlässlichkeit der Ergebnisse, so dass eine schnelle Einordnung Ihres
Projektes in die Unternehmensplanung erfolgen kann. Die Patentrecherche
minimiert das Risiko, in Doppelentwicklungen zu investieren, und sie
ermöglicht eine grobe Einschätzung der Kosten-Nutzen-Relation des
Patentverfahrens.
4. Die Technologiebewertung
Eine unabhängige Analyse hilft Ihnen bei der Bewertung
von neuen Ideen und Entwicklungen unter den Aspekten:
So erhalten Sie frühzeitig eine schnelle und
kostengünstige Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen bei
Innovationsvorhaben.
Die Technologiebewertung erfolgt nach einheitlichen Methoden und strengen
Qualitätskriterien. Geprüft werden insbesondere:
So erhalten Sie größere Sicherheit bei
Investitionsvorhaben und können nun entscheiden, ob Sie Ihre Erfindung
selbst verwerten, eine Lizenz vergeben oder sie freigeben wollen.
5. Die Schutzrechtsstrategie-Beratung
Die Schutzrechtsstrategie-Beratung durch erfahrene
INSTI-Vereinsmitglieder bietet Ihnen einen Überblick über die Kosten von
Patenten, Gebrauchsmustern, Geschmacksmustern und Marken, zeitlich und
regional differenziert. Sie entwickelt Ihnen sodann eine individuell
angepasste Strategie zur Anmeldung Ihrer Schutzrechte. Dies beinhaltet:
So erhalten Sie Kalkulationssicherheit. Ihr innovatives
Produkt wird zielgerichtet und effektiv geschützt. Und Sie sparen
finanzielle und personelle Ressourcen.
Im Verbund mit der Patentrecherche beziehungsweise der
Technologiebewertung ist die Schutzrechtsstrategie-Beratung ein ideales
Instrument zur Bewertung der Kosten-/Nutzen-Relation von
Innovationsprojekten.
6. Die Verwertungsstrategie
-
Haben Sie ein bisher nicht umgesetztes technisches
Entwicklungsprojekt?
-
Möchten Sie eine erfolgversprechende Idee, die Sie
nicht im eigenen Unternehmen realisieren können/wollen, zum Verkauf
oder zur Lizenz anbieten?
Zur Bewertung der innovativen Idee beziehungsweise des
Entwicklungsprojekts wird ein technologisches und marktbezogenes Gutachten
erstellt, eine Patentrecherche durchgeführt und gegebenenfalls eine
Schutzrechtsstrategie entwickelt. Dann kann die Verwertungsstrategie
festgelegt werden. Zur Entscheidung, ob Sie eine Lizenz oder den Verkauf
anstreben, erhalten Sie aussagefähige Unterlagen. Ferner werden Ihnen
potenzielle Interessenten genannt beziehungsweise alternative
Verwertungsaktivitäten vorgeschlagen. Auch die Koordinierung des
Prototypenbaus und die (Lizenz-)Vertragsgestaltung wird von den
INSTI-Vereinsmitgliedern übernommen.
Das Kooperationsmanagement umfasst die Suche nach Partnern (Unternehmen,
Kapitalgebern), die Begleitung von Neugründungen oder Spin-Offs,
Management- und Strategieberatung.
Entschließen Sie sich zu einer Exis-tenzgründung, erhalten Sie eine
Beratung über Fördermittel, Rechtsform und so weiter, ein Business-Plan
wird erstellt und die Kapitalbeschaffung angebahnt.
So erhalten Sie eine fachkundig entwickelte ganzheitliche Strategie, die
speziell auf Ihr Unternehmen abgestimmt ist. Dabei profitieren Sie über
INSTI von einem branchenübergreifenden und wirtschaftsnahen Netzwerk
sowie von hochrangigen Kontakten.
7. Der Innovations-Coach
-
Möchten Sie in Ihrem Unternehmen Entwicklungszeiten
und Produkt-zyklen verkürzen und so Ihre Chancen im Wettbewerb
erhöhen?
-
Suchen Sie zur Umsetzung Ihrer Innovationsprozesse ein
kompetentes externes Management?
Ein INSTI-Vereinsmitglied wird als Innovations-Coach in
das Entwicklungsprojekt eingebunden und führt mit Ihnen zusammen die
Entwicklung und Vermarktung durch. Er greift dabei auf ein System
inhaltlich abgestimmter Beratungsmodule zurück:
-
die Suchfeldfestlegung,
-
der Ideenfindungsprozess,
-
die Innovationsbewertung und Auswahl,
-
die Produktentwicklung und Produktvorbereitung und
-
die Markteinführung.
So erhalten Sie bei Innovationsvorhaben qualifizierte
Unterstützung durch ein kompetentes externes Management oder einen ins
Projekt eingebundenen Berater. Entwicklungs- und Realisierungszeiten
werden verkürzt, die Gesamtentwicklungskosten reduzieren sich und das
Risiko wird gesenkt. Dadurch erhöhen sich die Realisierungschancen, und
das Projektmanagement wird verbessert. Ihr Unternehmen qualifiziert sich
so für weitere Innovationsvorhaben.
8. Das Markt-Monitoring
-
Wollen Sie in neue Geschäftsfelder investieren?
-
Benötigen Sie fundierte Marktdaten zur Entwicklung
Ihrer zukünftigen Unternehmensstrategie, Ihrer Produkte und Ihres
Marktauftritts?
-
Möchten Sie ein Unternehmen gründen oder
übernehmen?
Das Markt-Monitoring umfasst zunächst Trenduntersuchungen
und Benchmarkingstudien. Auf dieser Grundlage werden Marktanalysen und
-prognosen erarbeitet. Überwachungsrecherchen, Markt- und Technikstudien
sowie Konkurrenzanalysen komplettieren das Angebot.
Diese intelligente Recherchestrategie ermöglicht die kontinuierliche
Absicherung von Produktentwicklungen und Vermarktungskonzepten.
Als Basis für Finanzierungs- und Beteiligungsentscheidungen erhalten
Banken und Sparkassen sowie Risikokapitalgesellschaften und private
Investoren objektive Daten zur Markt-, Technik- und Wettbewerbssituation.
9. Die Erschließung neuer Geschäftsfelder
-
Planen Sie schon heute die Produkt- und
Dienstleistungsinnovationen von morgen?
-
Suchen Sie neue Geschäftsfelder?
-
Brauchen Sie externe Unterstützung bei
Markteroberungsprozessen?
Sie erarbeiten mit externer Unterstützung die Neu- und
Weiterentwicklung Ihrer Produkte und Dienstleistungen, um mit Innovationen
neue Chancen und attraktive Märkte zu erschließen. Im Einzelnen umfasst
die Erschließung neuer Geschäftsfelder:
-
die Erarbeitung optimaler Strategien, die neue
erfolgreiche Geschäftsfelder erschließen können,
-
die systematische Suche und Bewertung von innovativen
Produkten, Verfahren und Dienstleistungen,
-
die Anwendung bewährter und innovativer
Marketingkonzepte,
-
die Unterstützung bei der Umsetzung der Ideen für
neue Geschäftsfelder,
-
Kooperations- und Patentmanagement sowie die Beratung
und qualifizierte Begleitung bei Kooperationsverhandlungen und
Lizenznahmen.
So haben Sie Zugriff auf Erfahrungen sowie Projektangebote
aus einem bundesweiten Netzwerk routinierter Technologieberater: Sie
überblicken die Markttrends und die Aktivitäten der Wettbewerber,
erkennen neue erfolgversprechende Geschäftsfelder und erhalten
Investitionssicherheit, wenn Sie sich entschließen, diese zu beschreiten.
Sie entwickeln neue Produkte und Dienstleistungen und werden bei der
Markteinführung professionell begleitet.
Vertrieb und Förderung
Die neun INSTI-Innovationsdienstleistungen können bei
jedem Mitglied des INSTI Innovation e.V. bezogen werden. Sie dienen dazu,
innerbetriebliche Innovationsprozesse professionell zu planen, zu
organisieren und abzuwickeln. Universitäten und außeruniversitäre
Forschungseinrichtungen sollen Sie bei der Planung und Umsetzung Ihres
Patent- und Verwertungsmanagements unterstützen.
Die Nutzung der INSTI-Innovationsdienstleistung wird in der Aufbauphase
2001 und 2002 durch Zuschüsse des Bundesministeriums für Bildung und
Forschung stimuliert. Sie betragen bis zum 30. September 2001 50 Prozent,
danach 25 Prozent der Rechnungssumme. Gleichzeitig gelten folgende
Obergrenzen:
-
Innovations-Workshop 5 000 DM (2 500 Euro)
-
Innovations-Check 8 000 DM (4 000 Euro)
-
Technologiebewertung 8 000 DM (4 000 Euro)
-
Schutzrechtsstrategie-Beratung 8 000 DM (4 000 Euro)
-
Erschließung neuer Geschäftsfelder 65 000 DM (32 500
Euro)
-
Verwertungsstrategien 65 000 DM (32 500 Euro)
-
Markt-Monitoring 30 000 DM (15 000 Euro)
-
Innovationscoach 65 000 DM (32 500 Euro)
-
INSTI-Patentrecherche 4 000 DM (2 000 Euro)
Zuschüsse können KMU einschließlich Handwerksbetriebe,
Existenzgründer, Hochschulen und außeruniversitäre
Forschungseinrichtungen erhalten.
Verfahren
Sie wenden sich an einen der 26 Mitglieder des INSTI
Innovation e.V. (Anhang) und sprechen Ihren Bedarf detailliert durch. Im
Internet bei www.inev.de unter dem Link
»Innovationsdienstleistungen« lässt sich die INSTI-Innovationsaktion
recherchieren, welches Mitglied das richtige Angebot für Sie hat.
Der Kontaktpartner stellt Ihnen dann ein auf Ihre Bedürfnisse individuell
zugeschnittenes Angebot zusammen. Die Qualität der zu erbringenden
Dienstleis-tung wird dadurch gesteigert, dass mindestens ein weiteres
Vereinsmitglied bei der Umsetzung des Auftrages beteiligt wird. Damit wird
sichergestellt, dass nur die Berater zum Einsatz kommen, die die jeweilige
INSTI-Innovationsdienstleistung auch inhaltlich beherrschen.
Um in den Genuss der Zuschüsse zu gelangen, reichen Sie bei einem
Vereinsmitglied einen Teilnahmeantrag (erhältlich dort oder als Download
im Internet) www.insti.de/orga_15htm
ein. Mit der Auftragsbestätigung spricht das Vereinsmitglied die
Zuschusszusage in Vertretung des INSTI-Projektmanagements beim Institut
der deutschen Wirtschaft Köln aus.
Nach Abwicklung des Auftrages und Begleichung der Rechnung zahlt Ihnen das
Institut der deutschen Wirtschaft Köln den Zuschuss aus.
Zusammenfassung
Der Innovationsstandort Deutschland hat sich in den
letzten Jahren positiv entwickelt. Im Zeichen der Globalisierung haben
Unternehmen und Dienstleister ihre Anstrengungen gegenüber den Vorjahren
erhöht. Ergebnis dieser Anstrengungen sind unter anderem die über
110.000 Patentanmeldungen im Jahr 2000 beim Deutschen Patent- und
Markenamt. Wer jedoch im globalen Wettbewerb bestehen will und die
vorhandenen Kommunikationsmöglichkeiten nutzt, muss innovative Strategien
und Prozesse im Unternehmen ständig weiterentwickeln. Im Rahmen des
Verbundprojektes »Innovationsstimulierung der deutschen Wirtschaft –
INSTI« wurden neun qualitativ hochwertige
INSTI-Innovationsdienstleistungen entwickelt, die jetzt zur Verfügung
stehen. Diese INSTI-Innovationsdienstleistungen, die vom Bundesministerium
für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert werden, können bei den 26
Mitgliedern des INSTI Innovation e.V. beantragt werden. Damit steht ein
Bündel von qualitativ hochwertigen Beratungsangeboten für Unternehmen,
Existenzgründer und Forschungseinrichtungen zur Verfügung. Mit diesem
Angebot haben sie die Möglichkeit, die marktfähige Umsetzung neuer Ideen
professionell durchzuführen.
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