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- Leseprobe -
Who is who? Einsatzmöglichkeiten biometrischer Verfahren
von Veronika
Nolde
Die zunehmende Digitalisierung von Geschäftsprozessen erfordert neue Wege zur Identifizierung von Vertragspartnern. Darüber hinaus besteht ein dringendes Bedürfnis nach Datensicherheit und dem Schutz öffentlicher Einrichtungen. PINs, Karten und Passwörter sind nicht gegen Missbrauch gefeit. Die Autorin des vorliegenden Beitrags zeigt, dass biometrische Verfahren hier die Sicherheitsstandards erhöhen. Darüber hinaus leisten sie schon heute im medizinischen Bereich gute Dienste.
Stichworte: Biometrie in Geschäftsprozessen; Aktuelle Entwicklungen; Grundlagen: Abgleichsverfahren one-to-one und one-to-many, Toleranzschwelle, Benutzerauthentifizierung; Anwendungen: Bürgerkarte, Pässe, Visa, Zugangskontrollen, Gesundheitsbereich; Elektronische Signatur; Daten- und Verbraucherschutz; Zusammenfassung.
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In diesem Beitrag erfahren Sie:
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Wie mit biometrischen Verfahren in der
Geschäftswelt Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit in Einklang
gebracht werden können,
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wo biometrische Verfahren auf welche Weise zum
Einsatz kommen können,
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wie verschiedene Verfahren zur
Benutzerauthentifizierung sinnvoll mit biometrischen Verfahren zu
kombinieren sind,
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wie sich biometrische Verfahren bei der
qualifizierten elektronischen Signatur einsetzen lassen,
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welche Probleme beim Daten- und Verbraucherschutz
zu berücksichtigen sind.
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Biometrie zwischen Sicherheit und
Benutzerfreundlichkeit
Biometrie ist weder neu noch revolutionär
oder futuristisch. Sie hat den Menschen schon sehr früh fasziniert.
Bereits vor einigen hundert Jahren fanden erste Körpervermessungen statt.
Biometrie ist uns geläufig. So wissen wir alle, dass es uns ab und zu
gelingt, einen Menschen aus der Ferne an seinem Gang zu identifizieren
oder am Schritt zu erkennen, wer um die Ecke kommt, bevor wir ihn gesehen
haben.
In den meisten Fällen geht es bei der
Biometrie darum, eine Person zu identifizieren und festzustellen, ob eine
Person auch wirklich die Person ist, für die sie sich ausgibt. Der
Identitätsnachweis wird erbracht. Hier kommen zwei zentrale Begriffe ins
Spiel, die uns in den folgenden Abschnitten immer wieder begegnen werden:
Besitz und Wissen. Unter Besitz wird die tatsächliche Herrschaft über
etwas (einen Ausweis oder einen Schlüssel) verstanden. Wissen bezieht
sich zum Beispiel auf Kennworte, PINs, Zugangscodes und Ähnliches. Damit
werden gleich die Schwächen bisheriger Verfahren angesprochen. Den
Ausweis können wir verlieren und das Kennwort vergessen. Außerdem sind
diese Verfahren nicht uneingeschränkt und untrennbar mit einer Person
verbunden. Missbrauch ist somit nicht ausgeschlossen. Biometrische
Verfahren ermöglichen hingegen eine zweifelsfreie Identifikation des
Betroffenen, da sie personengebundene (Finger, Gesicht, Stimme) und nicht
nur personenbezogene (PIN, Karte, Passwort, Schlüssel) Merkmale erfassen
[1].
Biometrie in Geschäftsprozessen
Die Identifikation des Menschen über seinen
Fingerabdruck hat bereits die Kriminalistik revolutioniert. Ob die
Biometrie ausreicht, um sie auch in kommerziellen Systemen zur
zweifelsfreien Identifizierung einzusetzen, wird im Folgenden beleuchtet.
Abschließend soll die Frage hier nicht behandelt werden. Aber ein paar
Hinweise sollen schon gegeben werden.
Grundsätzlich konnten wir bei unseren
Recherchen und in zahlreichen Gesprächen feststellen, dass folgende
branchenunabhängige Trends die Etablierung und Entwicklung von
biometrischen Verfahren verstärken:
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Ausbreitung des Internets und der
Intranetlösungen
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Digitalisierung der Kommunikation
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Zunehmendes Sicherheitsbedürfnis bei
e-Government, e-Business und m-Commerce-Lösungen
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Elektronische Signatur und SmartCard
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Virtualisierung und
Internationalisierung von Unternehmen
Viele der bestehenden Anwendungen laufen
diesen Entwicklungen diametral entgegen, da sie Sicherheit nur auf Kosten
von Benutzerfreundlichkeit/Komfort bieten. Verbraucherschützer fordern
Lösungen, die für eine maximale Bevölkerungsschicht einfach zu
handhaben sind. Die Zunahme von immer neuen Karten, Passwörtern und PINs
ist nicht im Sinne der Verbraucher. Eine weitere Belastung resultiert
daraus, dass der Nutzer sich separat für jede Anwendung identifizieren
muss. Zudem verursacht die Generierung und Verwaltung von Passwörtern
sowie der damit verbundene Arbeitsausfall erhebliche Kosten. Biometrische
Lösungen sind hier die preiswertere Alternative, da man seine
körpereigenen Merkmale immer bei sich trägt, sie nicht verlieren und
auch nicht vergessen kann.
Die Entwicklung des Internets und damit
verbunden die rasche Entwicklung von Lösungsansätzen wie e-Business und
m-Commerce erfordern neue und benutzerfreundliche Verfahren einer
zweifelsfreien Personenerkennung. Anachronismen, wie das Ausfüllen eines
elektronischen Anmeldeformulars, der anschließende Ausdruck, die
handschriftliche Unterzeichnung, das Abschicken des Formulars in
Papierform und das abschließende Einscannen beim Anbieter, werden von
allen Seiten richtigerweise als wenig effizient gesehen. Die Bereitschaft,
umfangreich online zu ordern und Verträge über das Internet
abzuschließen, ist entsprechend zurückhaltend. Das Informationsangebot
wird gerne angenommen. Entsteht daraus jedoch ein echtes Kaufinteresse, so
geht der Käufer den konventionellen Weg und schließt zum Beispiel seine
Versicherung bei dem Makler vor Ort ab. Das Internet wird dem
gestiegenen Sicherheitsbedürfnis der Anwender nicht nur in diesem Fall
nicht gerecht. Zielführend sind medienbruchfreie Prozesse. Durch sie
ergeben sich nicht nur Einsparungspotenziale im Bereich Archivierung,
sondern auch Transportwege und Wiedervorlage können erheblich
beschleunigt werden. Vorstellbar ist etwa im Bereich des Formularwesens,
durch die Nutzung einer biometrischen Unterschrift Dokumente zweifelsfrei
und sicher einem bestimmten Nutzer zuzuordnen.
Damit die Unterschrift mit ihren
biometrischen Parametern aufgenommen werden kann, um sie als biometrisches
Authentifizierungsmerkmal zu nutzen, ist es erforderlich, diese über eine
elektronische Schreibunterlage zu erfassen. Dazu dient eine elektronische
Schreibunterlage, welche in der Lage ist, die Unterschrift mit allen
charakteristischen Merkmalen aufzunehmen. Diese elektronische
Schreibunterlage wird Pad genannt.
Die Unterschrift wird auf einer sensitiven
Fläche geleistet, bei der eine Elektronik für die Digitalisierung der
biometrischen Merkmale sorgt, die beim Schreiben mit handelsüblichen
Stiften oder Spezialstiften entstehen. Dazu gehören unter anderem die
Druckstärke, die Geschwindigkeit, die Anzahl der Absatzpunkte, die
Schriftlage, die Schriftweite sowie die Schriftgröße.
Der folgende Vorgang ist denkbar: Ein Kunde
einer Bank unterschreibt auf einem Formular, welches über ein
biometrisches Unterschriften-Pad gelegt ist. Somit existiert die
Unterschrift einmal ganz klassisch auf dem Blatt Papier, das der Kunde mit
nach Hause tragen kann. Es existiert jedoch gleichzeitig eine
elektronische Version der Unterschrift, die das untergelegte Pad erfasst
hat. Diese lässt sich nun mit dem elektronischen Formular verbinden und
archivieren.
Eine praktische Anwendung hierfür läuft
derzeit in einem Bonner Hotel. Dort werden die Meldezettel vom Kunden
elektronisch erzeugt und biometrisch gesichert. Das lästige, händische
Ausfüllen der Zettel entfällt. Dazu erhält der Gast einen am PC
erstellten Hotelpass mit der Zimmernummer und den persönlichen Daten.
Diesen unterschreibt er auf dem Unterschriften-Pad vor den Augen des
Hotelmitarbeiters. Die Unterschrift wird untrennbar mit dem Dokument
verbunden. Das gesamte elektronische Dokument kann nun auf einer CD
gesichert und archiviert werden. Das Papierdokument entfällt.
Biometrie in Zusammenhang mit aktuellen
Entwicklungen
Die Biometrie ist als allgemein eingesetztes
Verfahren noch recht jung. Auch wenn erste Produkte bereits vor einigen
Jahren auf dem Markt waren, so befinden wir uns derzeit doch in einer
frühen Phase des Lebenszyklus der Biometrie. Die einzelnen Verfahren
weisen zum Teil eine nicht immer ausreichende Zuverlässigkeit für den
breiten Einsatz auf. Auch sind die Kosten pro Erkennungsgerät noch recht
hoch. Bemerkenswert ist aber die zu beobachtende
Ausbreitungsgeschwindigkeit von Anbietern sowie die Fortschritte bei der
Entwicklung der einzelnen Verfahren. Dies lässt sich zum Beispiel an der
Anzahl der Aussteller für Biometrie auf Messen beobachten. Ein weiterer
Indikator ist die Anzahl der Projekte, die von Konzernen und Unternehmen
aufgesetzt werden, um die Einsatzmöglichkeiten und die
Alltagstauglichkeit von biometrischen Verfahren zu überprüfen.
Insbesondere auf der politischen Ebene ist
die Biometrie ein wichtiges Thema. Der Weg für eine gesetzlich geregelte
Integration biometrischer Systeme in elektronische Signaturen ist bereits
realisiert. Nun sollen Anwendungen folgen, die biometrische Verfahren in
unsere Pässe, Visa und Ausweisdokumente integrieren. Auch hierfür sind
zahlreiche Untersuchungen bereits in die Wege geleitet. Innerhalb der
Anti-Terror-Pakete der Bundesregierung ist das Pass- und
Personalausweisrecht geändert worden, so dass nun die Grundlage gelegt
ist für eine computergestützte Identifizierung per Biometrie. Neben der
Unterschrift sind vor allem das Foto und die Fingerbilderkennung im Fokus
stehende Systeme.
Grundlagen der Biometrie
Da der Einsatz biometrischer Verfahren keine
hundertprozentige Sicherheit bietet und derzeit im Markt noch eine
umfassende Begriffsverwirrung herrscht, liegt der Fokus dieses Beitrages
unter anderem auf der Vermittlung der Grundlagen und auf der Darstellung
der Rahmenbedingungen. Da die Notwendigkeit der Einordnung dieser
Verfahren in einen gesellschaftlichen Kontext besteht, wird eine
verbraucher- und datenschutzrechtliche Sicht auf die Biometrie folgen.
Doch zunächst soll geklärt werden, was
Biometrie eigentlich ist. Der Begriff Biometrie stammt aus dem
Griechischen und setzt sich aus den Worten bios (Leben) und metron
(Maß) zusammen. Danach ist die Biometrie die Wissenschaft der
Körpermessung an Lebewesen. Hier ist ausschließlich der Mensch mit
seinen messbaren körperlichen Merkmalen gemeint, welche Grundlage der
biometrischen Authentifizierung sind.
Im engeren, auf die Computerwelt bezogenen
Sinne ist der Begriff »Biometrie« ein Synonym für den
Identitätsnachweis von Personen unter Verwendung ihrer individuellen
körperlichen Merkmale. Diese Merkmale müssen jedoch so konzipiert sein,
dass selbst eineiige Zwillinge als zwei unverwechselbare Individuen
erkannt werden können. Brillen, Bärte, eine erkältungsbedingte
Veränderung der Stimme sowie Narben dürfen bei der Erkennung keine
Hinderungsgründe darstellen. Unter biometrischen Verfahren versteht man
Verfahren, die Personen anhand biometrischer Merkmale erkennen, und zu
solchen Verfahren gehören in der Regel drei Komponenten:
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Technische Einrichtungen wie Sensoren,
Kameras, Mikrophone oder Pads dienen der Erfassung der individuellen
Merkmale.
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Durch mathematische/statistische
Methoden werden die erfassten Daten so abstrahiert, dass von den
wesentlichen Merkmalen Referenzmuster abgespeichert werden können.
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Es werden Vergleichsalgorithmen
erstellt.
Einsatzbereiche für biometrische Verfahren
bieten sich unter anderem dort an, wo es um den Zutritt zu Gebäuden und
Räumlichkeiten sowie den Zugang zu Informationstechnologien in all ihren
verfügbaren Ausprägungen wie Computer-Anwendungen und IT- Netze
geht. Vorstellbar ist der Einsatz biometrischer Verfahren auch für die
Integration in Ausweisdokumente und zur Erhöhung der Sicherheit der
Bürger. Zahlreiche Anwendungen an großen Flughäfen und öffentlichen
Plätzen belegen diesen Trend.
Wie sich biometrische Verfahren darüber
hinaus innerhalb der elektronischen Signatur etwa im Zusammenhang mit
der Abgabe von Willenserklärungen im elektronischen Rechtsverkehr
einsetzen lassen, wird nachfolgend betrachtet werden.
Mittlerweile existieren eine ganze Reihe von
biometrischen Merkmalen, die von einem Computer ausgewertet werden
können. Üblicherweise unterteilt man sie in sogenannte aktive Merkmale,
basierend auf verhaltenstypischen Merkmalen, und passive Merkmale, die
sich auf physiologische Merkmale beziehen. In Tabelle 1 sind die
wichtigsten biometrischen Merkmale aufgeführt.
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Tabelle 1: Die wichtigsten aktiven und passiven biometrischen Merkmale
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Aktive Merkmale
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Passive Merkmale
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Unterschriftendynamik
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Irismuster
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Lippenbewegung beim Sprechen
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Fingerbilderkennung
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Stimmerkennung
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Gesichtserkennung
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Anschlagsdynamik auf Tastaturen
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Retinamuster
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Bewegung (Gangartzyklus)
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Handgeometrie
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DNS
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Venenmuster
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Thermogramm
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Form des Ohres
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Geruch
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Letztlich zählt natürlich auch die
menschliche DNA, die häufig als genetischer Fingerabdruck bezeichnet
wird, sowie das Blutbild zu den biometrischen Merkmalen. Sie sollen hier
jedoch nur der Vollständigkeit halber aufgeführt werden, da sie einen
Eingriff in den Körper des Betroffenen voraussetzen und sich deshalb per
se nicht zu Kontrollzwecken eignen. Ähnliches gilt für die Einpflanzung
eines Chips, wie sie der Hersteller Applied Digital Solutions in den USA
anbietet.
Einige Verfahren zur Erkennung biometrischer
Merkmale sind seit langem auf den Märkten etabliert, andere haben ihre
experimentelle Phase verlassen und werden nun erfolgreich eingesetzt,
wieder andere stecken noch in ihrer Probephase. Dabei erweisen sich solche
Verfahren als besonders erfolgreich, die
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eine hohe Benutzerakzeptanz haben,
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geringe Technikfolgeerscheinungen,
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ein günstiges
Kosten-Nutzen-Verhältnis sowie
-
ein optimales Verhältnis von
Sicherheit & Komfort aufweisen.
Der Prozess, der bei einer Erkennung durch
ein biometrisches Merkmal abläuft, kann wie folgt beschrieben werden:
Zunächst wird der Benutzer in das System aufgenommen (Enrolment), indem
ein Referenzprofil des Benutzers erstellt wird. Dieses setzt sich
normalerweise aus einer Kombination mehrerer Messungen zusammen.
Üblicherweise wird dazu aus den Rohdaten diese sind etwa Daten von
Kamera, Mikrophon oder Unterschriftentablett ein so genanntes Template
berechnet, welches in komprimierter Form die wichtigsten Informationen
zusammenfasst und so erheblich weniger Speicherplatz benötigt als die
Rohdaten. Wichtig ist, dass von den Templates nicht auf die Rohdaten der
Person zurückgeschlossen werden kann.
Während eines späteren Erkennungsvorganges
wird dann das entsprechende Merkmal des Benutzers aufgenommen, mit dem
Referenzprofil oder Template verglichen und in Abhängigkeit von diesem
Resultat auf Zugang oder Zurückweisung des Benutzers entschieden.
Dem Vorgang der Ersterfassung (Enrolment)
kommt insofern eine besondere Bedeutung zu, als dass er die Grundlage für
eine spätere gute Erkennungsrate bildet. Nur wenn das Enrolment
sorgfältig durchgeführt wird, lassen sich genügend Daten des
körpereigenen Merkmals erfassen, damit für eine spätere Erkennung auch
bei einem schlechten aktuellen Muster noch hinreichend Übereinstimmungen
vorhanden sind.
Die Abgleichsverfahren one-to-one und
one-to-many
Ein Vorteil biometrischer Systeme besteht darin, dass sie sowohl im
Verifikationsmodus als auch im Identifikationsmodus betrieben werden
können.
Demzufolge gibt es zwei Arten der Erkennung:
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Bei der Verifikation wird in einem
1:1-Vergleich (auch one-to-one) geprüft, ob eine Person zu einer
Gruppe von dem System bekannten Berechtigten gehört. Es wird
geprüft, ob die Person, die behauptet, eine bestimmte zu sein, auch
den physiologischen Beweis dazu erbringen kann. Ihre aktuellen
biometrischen Daten werden demnach nur mit ihren Referenzdaten
verglichen. Es erfolgt also die Authentifizierung einer bekannten
Person.
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Bei der Identifikation wird anhand
eines 1:n-Vergleiches (auch one-to-many) die Identität des
Betreffenden aus der gesamten System-Datenbank ermittelt. Es besteht
hier also die Möglichkeit, eine zunächst unbekannte Person mit Hilfe
der Datenbank zu identifizieren. Es erfolgt also die Authentifizierung
einer unbekannten Person.
Im Folgenden sollen die Vor- und Nachteile
der Verfahren gegenübergestellt werden.
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Die Verifikation erfordert lediglich
den Abgleich mit einem Template. Der Vorgang ist dementsprechend kurz.
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Abhängig von der Anzahl der
gespeicherten Datensätze sind bei der Identifikation leistungsfähige
Server und Datenbanken erforderlich.
Damit ist die Anzahl der abgelegten Datensätze grundsätzlich
begrenzt.
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Beim Identifikationsmodus müssen die
Daten in einer Datenbank gespeichert werden, was besonders aus
Datenschutzsicht bedenklich ist.
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In puncto Sicherheit ist wichtig, dass
bei der Identifikation die Gefahr einer Fehlerkennung (Zulassung einer
unberechtigten Person) proportional zur Größe der Datenbank steigt.
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Bei der Verifikation ist der
Benutzerkomfort geringer, da die zu authentifizierende Person vorab
Hilfsmittel, wie etwa die Eingabe eines Namens oder etwa einer
SmartCard, benötigt.
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