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- Leseprobe -
Mit Turnaround-Management zum innovativen Unternehmen
von Jens Harmeier
Unternehmenskrisen entstehen nicht von heute
auf morgen. Erste Symptome zeigen bereits Jahre zuvor Handlungsbedarf an,
wenn sich die strategische Position und das Ergebnis des Unternehmens
signifikant verschlechtern. Ziel eines effektiven Turnaround-Managements
ist es, Krisensymptome frühzeitig zu erkennen und das Unternehmen
rechtzeitig auf allen Ebenen innovativ auszurichten und zu
restrukturieren, so dass es bestehende Wettbewerbsvorteile verteidigen und
neue aufbauen kann.
Stichworte: Unternehmenskrise;
Krisenursachen; Strategische Analyse; Strategische Geschäftsfelder;
Kernkompetenzen; Wettbewerbsstrategien; Frühwarnindikatoren;
Früherkennungssystem
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In diesem Beitrag erfahren Sie:
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Wie eine Unternehmenskrise entsteht,
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welches die Ursachen für Unternehmenskrisen sind,
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mit welchen Ansätzen des Turnaround-Managements
Unternehmenskrisen bewältigt werden können und
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wie ein erfolgreiches TM zu organisieren ist.
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Einleitung
Im Jahr 2002 gab es in Deutschland etwa
40.000 Unternehmensinsolvenzen, eine Zahl, die in diesem Jahr auf Grund
der desolaten wirtschaftlichen Entwicklung noch überboten werden dürfte.
Abgesehen von den vielen Einzelschicksalen, die mit einer
Unternehmensaufgabe verbunden sind, entstehen hohe volkswirtschaftliche
Schäden durch das Wegbrechen der Wertschöpfungsbeiträge dieser
Unternehmen und einen Anstieg der Arbeitslosigkeit.
Es gibt jedoch für ein Unternehmen
Möglichkeiten, den Gang zum Insolvenzverwalter zu vermeiden, wenn
rechtzeitig entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Einer
Unternehmensinsolvenz geht in der Regel eine lang andauernde Krise im
Umfeld sowie im Führungs- und Leistungsbereich des Unternehmens voraus.
Die systematische und rechtzeitige Erkennung
von Krisensymptomen, die Identifikation von Krisenursachen sowie die
Steuerung und Kontrolle von Gegenmaßnahmen ist Aufgabe eines
Turnaround-Managements (TM). Das TM sollte als Chance gesehen werden,
sämtliche Ebenen des Unternehmens über Produkt-, Prozess- und
Strukturinnovationen zu restrukturieren, so dass das Unternehmen gestärkt
aus einer Krise hervorgeht.
Entstehung einer Unternehmenskrise und Krisenverlauf
Von Naturkatastrophen oder dem plötzlichen
Tod eines geschäftsführenden Gesellschafters einmal abgesehen, können
Unternehmenskrisen bereits in einem sehr frühen Stadium identifiziert
werden. Ist das Unternehmen strategisch ungünstig positioniert, ist sein
Produktportfolio veraltet und verliert es zunehmend Marktanteile an die
Konkurrenz, so kann von einer strategischen Krise ausgegangen
werden. Eine strategische Krise hat noch keine unmittelbaren Auswirkungen
auf das Ergebnis und die Liquidität (Cash Flow) des Unternehmens.
Führen dann Ignoranz, Beharrlichkeit und
unzureichende Kompetenz seitens der Unternehmensleitung dazu, dass
notwendige strategische Anpassungen unterbleiben, bewegt sich das
Unternehmen in die Phase einer Führungskrise, die in der Regel
noch durch folgende psychologische Faktoren verschärft wird:
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Kommunikation und Austausch mit den
Mitarbeitern werden aus Scheu vor berechtigter Kritik vermieden,
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konstruktive Auseinandersetzungen im
Führungskreis finden nicht mehr statt, wobei sich auch wohlmeinende
Kooperationspartner verprellt fühlen,
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Fehlentscheidungen werden uminterpretiert
und nicht mehr korrigiert,
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wichtige Entscheidungen werden mangels
Kraft und aufgrund innerer Lähmung nicht mehr umgesetzt,
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das Prinzip Hoffnung überwiegt, die
Anzahl der Dienstreisen der Unternehmensleitung steigt, und die Lage
wird nach außen beschönigend dargestellt,
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bei den wenigen erzwungenen
Krisengesprächen wird mit Ersatzursachen und sehr optimistischen
Planungen argumentiert,
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diese verschobene
Wirklichkeitswahrnehmung führt zu weiterer Isolation von wesentlichen
Geschäftspartnern und letztendlich zum Abschied unter Druck [1].
Eine Führungskrise wird zur Ergebniskrise,
wenn sich die unterlassene strategische Neuausrichtung des Unternehmens
auf die Umsätze und Kosten auszuwirken beginnt. Dies sind einerseits
abrupt zurückgehende Umsatzzahlen, die durch eine verstärkte Abwanderung
von Kunden verursacht werden. Andererseits können auf Grund einer unzureichenden
Innovationsfähigkeit des Unternehmens nicht gleichzeitig neue
Umsätze mit marktfähigen Produkten und Dienstleistungen generiert
werden, um die Umsatzeinbußen zu kompensieren. Auf der Kostenseite
führen hohe Gemeinkosten zu einer ungünstigen Kostenstruktur. Zu
hohe Material- und Fertigungskosten verschärfen die Kostenposition
zusätzlich. Die Ergebnisverschlechterung geht nicht selten mit einem
teilweisen Verzehr des Eigenkapitals einher.
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Dynamischer Verschuldungsgrad
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Der dynamische Verschuldungsgrad ergibt sich aus der Division von Fremdkapital und Cash Flow. Er sollte 3,5 nicht übersteigen. Die Kennziffer ist aus dem durchschnittlichen Cash Flow der letzten drei Jahre zu ermitteln. Bei einer zu hohen Verschuldung muss mit negativen Auswirkungen bei Kreditverhandlungen gerechnet werden.
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Überschuldung als Insolvenzgrund
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Nach dem reformierten Insolvenzrecht von 1999 gibt es für Kapitalgesellschaften, Genossenschaften sowie für Offene Handelsgesellschaften und Kommanditgesellschaften, bei denen der voll haftende Gesellschafter keine natürliche Person ist, neben der Zahlungsunfähigkeit die Überschuldung als Insolvenzgrund. Eine Verschuldung besteht dann, wenn das Vermögen die Verbindlichkeiten des Unternehmens nicht mehr deckt. Eine Verschuldung und/oder Zahlungsunfähigkeit muss innerhalb von drei Wochen beseitigt werden.
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Wird in der Phase der Ergebniskrise noch
immer nicht eingegriffen, so kommt es zu einer unmittelbaren
Existenzbedrohung des Unternehmens. Dieses als Liquiditätskrise
bezeichnete Krisenstadium ist durch einen drastischen Rückgang des
Cash Flows sowie durch eine Verschlechterung des dynamischen
Verschuldungsgrades gekennzeichnet. Eine Liquiditätskrise führt dann zur
Insolvenz, wenn das Unternehmen zahlungsunfähig wird, also nicht
mehr in der Lage ist, seine fälligen Verbindlichkeiten in vollem Umfang
zu begleichen. Abbildung 1 zeigt die Entwicklung einer Unternehmenskrise
im Zeitablauf.

Abb. 1: Entwicklung einer
Unternehmenskrise im Zeit-Ablauf [2]
Da der Entscheidungs- und Handlungsspielraum
für das TM begrenzter wird, je weiter die Unternehmenskrise
voranschreitet, ist es dringend geboten, so früh wie möglich mit dem TM
zu beginnen.
Ursachen für Unternehmenskrisen
Die Ursachen für Unternehmenskrisen können
einerseits im Umfeld des Unternehmens zu finden sein. Externe
Krisenursachen liegen zum Beispiel in einem unzureichenden Management
der Kundenbeziehungen oder in einer fehlenden Anpassung des Unternehmens
an Änderungen des wirtschafts- und sozialpolitischen Umfeldes. Tabelle 1
fasst die wesentlichen externen Krisenursachen zusammen.
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Tabelle 1: Externe Krisenursachen
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Kunden-
beziehungen
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Zunahme von Reklamationen und Kundenbeschwerden
Unzureichende Kalkulation
Ungenügende Kundenbindung
Einige wenige »Stammkunden«
Termin- und Qualitätsprobleme
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Wirtschafts-
und sozialpolitisches Umfeld
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Branchenrisiken
Länderrisiken
Währungsrisiken
Zinsrisiken
Konjunkturschwankungen
Arbeitskämpfe
Währungspolitik
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Staat/Behörden
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Wettbewerbsrecht
Steuerrecht
Genehmigungsverfahren
Regulierungen
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Die weit wichtigeren Krisenursachen sind
jedoch im Unternehmen selbst zu suchen. Interne Krisenursachen liegen
sowohl in den einzelnen Funktionsbereichen als auch in der Organisation
und beim Personaleinsatz. Der primäre Grund für das Entstehen einer
Krise besteht jedoch in einer unzureichenden Unternehmensführung.
Hier ist das Versagen der Kontrolle durch die Geschäftsleitung und die
Aufsichtsgremien sowie die Unkenntnis von Verlustquellen zu nennen wie
auch Fehler und Mängel in der Planung, Strategieentwicklung und beim
Einsatz der Controllinginstrumente. Auch die externen Krisenursachen
lassen auf Unzulänglichkeiten des Managements bei der Umfeldbeobachtung
und -analyse schließen.
Unternehmenskrisen entstehen in der Regel
durch das Zusammentreffen mehrerer interner und externer Krisenursachen.
Tabelle 2 fasst die wesentlichen internen Krisenursachen zusammen.
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Tabelle 2: Interne Krisenursachen
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Beschaffung
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Zu hohe Materialkosten
Zu viele Zulieferer
Zu lange Lieferzeiten
Überhöhte Lagerbestände
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Fertigung
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Zu lange Durchlaufzeiten
Zu wenig Produktgruppen
Veraltete Technologie
Unwirtschaftliche Eigenfertigung
Produktion auf Lager / Leerkapazitäten
Termin- und Qualitätsprobleme
»Ladenhüter«
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Absatz
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Nicht marktgerechte Produkteigenschaften
Unausgeglichenes Produktportfolio
Unangemessene Preispolitik
Unzureichende Kundenorientierung
Unangepasste Vertriebswege
Engpässe im Vertrieb
Unzureichende Marktanalysen
Schlechter Service
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Personal
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Keine durchgängige Personalplanung und
-entwicklung
Fehlende Motivation
Mangelnde Qualifikation
Fehlende bzw. falsche Personalplanung
Hohe Fluktuation der Leistungsträger
Unterbesetztes Management
Ungeeigneter Führungsstil
Unangepasste Entlohnungssysteme
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Management
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Fehlende bzw. unklare Strategie
Fehlende bzw. unrealistische Zielsetzung
Mangel an Delegation
Entscheidungsschwäche
Fehlende Kontrolle
Fehler in der Investitionsplanung
Unzureichendes Teamverhalten
Starke Ressortegoismen
Fehlende bzw. abreißende Kommunikation
Entscheidungsangst des mittleren Managements
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Organisation
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Ungenügende Ablauforganisation
Unklare Aufgaben- und Kompetenzverteilung
Keine laufende organisatorische Anpassung
Rechtsformnachteile
Unzureichendes Projektmanagement
Doppelarbeit
Führungskräfte als »Nadelöhr«
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Finanzen/
Controlling
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Keine bzw. unzureichende Finanzplanung
Intransparente Buchhaltung und Kostenrechnung
Keine bzw. unzureichende Krisenfrüherkennung
Zu geringe Eigenkapitalbasis
Keine Transparenz über Verlustquellen
Mangelnde Ertragskraft
Defizite in Kostenrechnung und Kalkulation
Hohe Zinsbelastung
Fehlende Wirtschaftlichkeitsberechnungen bei größeren Projekten
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Ansätze für ein effektives Turnaround-Management
Im Gegensatz zu den Maßnahmen des
Krisenmanagements, die in der Regel erst in einer späten Phase ergriffen
werden, in der das Unternehmen bereits massive Liquiditätsprobleme hat
(Liquiditätskrise), setzt das TM bereits in der Frühphase einer
Krisenentwicklung an, also spätestens dann, wenn sich die Krise in einer
signifikanten Verschlechterung des Unternehmensergebnisses manifestiert
(Ergebniskrise).
Ziel des TM ist es somit, eine drohende
Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens zu vermeiden und eine angemessene
Ertragskraft in absehbarer Zeit wiederzuerlangen.
Konkrete Ansatzpunkte für das TM ergeben
sich zunächst hinsichtlich der strategischen Analyse des
Unternehmens. Dazu gehört neben der Umfeld- und Unternehmensanalyse die
(Neu-) Definition der strategischen Geschäftsfelder sowie die
Portfolio-Analyse.
Bei der anschließenden Ableitung des
strategischen Handlungsbedarfs geht es um die Erarbeitung
strategischer Optionen, um den Aufbau und die Stabilisierung der
Kernkompetenzen und um die Implementierung eines Früherkennungssystems
(FES).
Im Rahmen des an den Wertschöpfungsketten
orientierten TM werden schließlich die einzelnen Funktionsbe-reiche
des Unternehmens entlang der Wertschöpfungskette optimiert. Abbildung 2
zeigt die Ansätze und Ebenen eines effektiven TM. Zu den wesentlichen
Rahmenbedingungen eines effektiven TM gehört die Berücksichtigung der
verschiedenen Interessengruppen (Stakeholder), die von den Maßnahmen des
TM berührt werden. Auf der Grundlage einer detaillierten Stakeholder-Analyse
müssen die Ansprüche sowie die positiven und negativen
Sanktionsmöglichkeiten aller involvierten Personengruppen berücksichtigt
werden. Hier sind neben der Unternehmensleitung insbesondere die
Eigenkapital- und Fremdkapitalgeber (Kreditinstitute, Lieferanten,
öffentliche Hand), die Kunden und Lieferanten, mögliche neue
Gesellschafter oder Kapitalgeber, aber auch die Mitarbeiter des
Unternehmens zu nennen.

Abb. 2: Ansätze des
Turnaround-Managements [3]
TM zur strategischen Analyse
Bevor im Rahmen des TM eine strategische (Neu-)Positionierung vorgenommen
werden kann, ist es notwendig, das Wettbewerbsumfeld und das Unternehmen
selbst einer eingehenden strategischen Analyse zu unterziehen.
Umfeldanalyse
Gegenstand der Umfeldanalyse ist
zunächst die regelmäßige und kontinuierliche Auswertung der Segmente
des globalen Unternehmensumfeldes. Dazu gehören die ökonomischen,
technologischen sowie die soziokulturellen und die politisch-rechtlichen
Umweltfaktoren.
Wichtiger jedoch ist die Analyse des
Wettbewerbsumfeldes, das aus der Branche, in der das Unternehmen
agiert, und aus den wesentlichen Hauptkonkurrenten besteht.
Branchenanalyse
Bei der Branchenanalyse wird die
Markt- und Branchenstruktur anhand der fünf Wettbewerbskräfte nach dem
Analyseansatz von Porter untersucht. Folgende fünf Determinanten der
Wettbewerbssituation, die zugleich Indikatoren für sich abzeichnende
Krisen sind, bilden den Rahmen für eine Branchenstrukturanalyse:
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Rivalität unter den etablierten
Wettbewerbern,
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Verhandlungsstärke der Lieferanten,
-
Verhandlungsstärke der Abnehmer,
-
Bedrohung durch neue Anbieter,
-
Bedrohung durch Ersatzprodukte und
-dienstleistungen [4].
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