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- Leseprobe -
Die Chipkarte: Anwendungsbeispiele, Erfolgs- und Mißerfolgsfaktoren
von Christiane Fotschki
Stichworte: Die Chipkarte auf dem
Vormarsch, Einsatzperspektiven der Chipkarte
im öffentlichen Personen-Nahverkehr, im Banksektor, Die
Chipkarte als Kundenbindungsinstrument, Die
Chipkarte im Tourismussektor, Wesentliche Erfolgs- und Mißerfolgsfaktoren, Nutzen und
Anforderungen von Seiten der Karteninhaber,
Handlungsempfehlungen für Politik und Wirtschaft: rechtliche Rahmenbedingungen, Technologieförderung,
Europäischer Einigungsprozeß, Verbesserung des Technologiemanagements, Technologie-Timing,
Berücksichtigung der
Kundenwünsche , Fazit, Zusammenfassung.
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In diesem Beitrag erfahren Sie:
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welche Faktoren Mißerfolg und Erfolg der Chipkarte
beeinflussen,
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welche Anforderungen an die Chipkarte und welche Vorteile
durch ihre Benutzung der Kunde hat,
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wie die Chipkarte im ÖPNV, bei Geldinstituten und im
Tourismussektor zum Einsatz kommt,
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was Manager zur Förderung der Chipkarte tun können.
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Die Chipkarte auf dem Vormarsch
Einigen Innovationen ist es eigen, daß sie durch einen zunächst geringen
Durchdringungsgrad gekennzeichnet sind; haben sie allerdings einmal die kritische Masse
erreicht, so ist ihr Wachstum häufig exponentiell. Eine solche Entwicklung zeichnet sich
bei der Chipkarte ab. 1968 meldeten Jürgen Dethloff und Helmut Gröttrup die Chipkarte
zum Patent an, das jedoch erst 1982 erteilt wurde. Eine der ersten Anwendungen der
Chipkarte war die Telefonkarte der France Telecom, die 1981 eingeführt wurde. Einen
ersten breiten Einzug in die Geldbeutel der Haushalte erreichte sie durch die bundesweite
Einführung der Gesundheitskarte. Mit der Umstellung der in der Vergangenheit auf
Magnetstreifenbasis ausgegebenen eurocheque-Karte (ec-Karte) im Bankensektor auf
Chipkartenbasis ist die Verbreitung mit 60 Millionen ausgegebenen Karten stark
angestiegen. Die kritische Masse ist längst erreicht, und die Chipkarte ist auf dem
besten Weg, eine breit akzeptierte und geschätzte Basistechnologie zu werden. In
jüngster Zeit ist die Chipkarte vor allem durch ihre Einsetzbarkeit als vorausbezahlte
Karte, die sogenannte elektronische Geldbörse, bekannt geworden.
Dieses Kapitel zeigt Einsatzperspektiven, Erfolgs- und Mißerfolgsfaktoren der wohl
wichtigsten deutschen Innovation der letzten Jahre im Bereich der Geldkarten. Er schließt
mit konkreten Handlungsempfehlungen an Politik und Wirtschaft.
Erfolgs-
und Mißerfolgsfaktoren bei der Implementierung der Chipkarte
Fallbeispiel Tourismuskarte in der Alpenregion
Im Sommer 1996 entstand in einer touristisch stark erschlossenen Alpenregion die
Idee, eine elektronische Gästekarte einzuführen. Hintergrund war, daß in der Region in
den vergangenen Jahren Verluste in Millionenhöhe durch nicht abgeführte Kurtaxe von den
Beherbergungsbetrieben zu verzeichnen waren. Die neue Gästekarte sollte zum einen als
Kontrollinstrument Aufschluß über die Aufenthaltsdauer des Gastes geben. Zum anderen
sollte sie so ausgestaltet sein, daß sie über Zusatzanwendungen dem Gast eine
ausreichende Anreizstruktur zum Karteneinsatz bot. Die Attraktivität der Region sollte
durch entsprechende Bonifikations- und Rabattsysteme auf der Karte gefördert werden. Das
Konzept sollte folgende Funktionen umfassen:
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Ausweisfunktion bzw. Zugangsmedium zu touristischen Einrichtungen für den Gast,
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Bezahlfunktion, zunächst ausgestaltet als elektronische Geldbörse (White Card),
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Kundenbindungsinstrument durch Zusatzanwendungen über die Bezahlfunktion hinaus,
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Marketinginstrument zur besseren Vermarktung der Region,
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Medium zur Aufzeichnung der vom Gast hinterlassenen »elektronischen Spuren« zur
besseren Auswertung der Auslastung touristischer Einrichtungen,
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Kontrollinstrument zur Abgabe der Kurtaxe durch Beherbergungsbetriebe.
Abbildung 2 stellt das Konzept und seine Akteure im Überblick dar.
Die Funktionen der Karte können prinzipiell in die zwei Bereiche
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Bezahlen mit der Karte und
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Zugangsmedium zu Zusatzanwendungen aus dem touristischen und/oder kommunalen Bereich
unterteilt werden, wobei in dieser Region zunächst der touristische Bereich Vorrang
hatte.
Das Konzept sollte in mehreren Phasen realisiert werden. In einer ersten Phase wollte
der Tourismusverband Allgäu die weitgehend touristischen Zusatzanwendungen sowie die
Bezahlfunktion auf Basis einer kontoungebundenen White Card realisieren. In einer zweiten
Phase sollte die Funktionalität auf die ec-Karte übertragen werden. Als technische Basis
sollte eine Chipkarte verwendet werden.
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Tabelle
1: Zeitplan einer Tourismuskarte
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Phase
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Zeitaufwand
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Erstellung des Grobkonzeptes
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12/96-3/97
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Feinplanung:
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Genaue Abstimmung der Inhalte mit allen an der Karte
beteiligten Gruppen;
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Abstimmung des Vorhabens mit den örtlichen Banken;
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Erstellung eines Marketingkonzeptes;
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Genaue Kostenschätzung und Angebotseinholung bei den
einschlägigen Herstellern
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04/97 bis 09/97
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Umsetzung des Hintergrundsystems
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10/97 bis 06/98
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Umsetzung der Kartentechnik und der
Terminalinfrastruktur
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benötigen zirka drei Monate Vorlaufzeit
und sind mit dem Fortgang des Hintergrundsystems abzustimmen.
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Ein Teil des Projektes, das mehrere Millionen umfaßte, sollte über EU-Fördermittel
finanziert werden. Voraussetzung für die Gewährung von EU-Fördermitteln sind innovative
technologische Konzepte, die vorwiegend länderübergreifend realisiert werden sollen.
Dazu war die Erstellung eines Konzeptes erforderlich, das die wesentlichen
Konzeptkomponenten, eine Kosten-Nutzenbetrachtung sowie einen Zeitplan für die
Realisierung umfaßte. Die Konzepterstellung wurde an eine Unternehmensberatung vergeben.
Ursache für Verzögerungen, die sich ergaben, waren Abstimmungsprobleme auf seiten des
Auftraggebers, zwischen den Projektmitarbeitern und den Entscheidungsträgern.
Das Konzept wurde von der Unternehmensberatung sodann im März 1997 fertiggestellt. Im
Juni 1997 wurde bekannt, daß die Touristenkarte nicht in der geplanten Form eingeführt
wird. Vielmehr soll ab Frühjahr 1998 eine papiergebundene Karte eingeführt werden. Auf
dieser soll manuell vom Vermieter das An- und Abreisedatum eingetragen werden. Eine
Verbesserung der Ausgangssituation, nämlich die genaue Erfassung des An- und Abreisetages
des Gastes und damit eine exakte Ermittlung der abzuführenden Kurtaxe kann mit solch
einer Karte nicht geleistet werden. Das ursprünglich angestrebte Ziel wird damit nicht
erreicht.
Auf welche Gründe ist dies zurückzuführen? Welche Erfolgs- bzw. Mißerfolgsfaktoren
lassen sich für die »geplante« Innovation ausmachen?
Mißerfolgsfaktoren
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Ungenaue Schnittstellendefinition: Die Analyse des Projektes ergab, daß die
Schnittstelle zwischen Unternehmensberatung und zuständigem Landratsamt nicht eindeutig
definiert war. Probleme entstanden, da die zuständigen Personen nicht eindeutig benannt
wurden. Mehrmals wechselnde Ansprechpartner fördern das Aufkommen von Problemen beim
Informationstransfer. Im betriebswirtschaftlichen Sinne entstehen dann Transaktionskosten
durch die Notwendigkeit der mehrfachen Übermittlung der gleichen
Infor-mation.
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Informationsasymmetrie: Die ausführende Institution, in diesem Falle die
Unternehmensberatung, verfügte über einen weitaus geringeren Informationsstand als die
auftraggebende Institution. Benötigte Informationen wurden nicht geliefert, die
auftraggebende Institution stellte Informationen sehr restriktiv zur Verfügung.
Entscheidungen wurden somit auf einer unzureichenden In
formationsgrundlage getroffen; Fehlentscheidungen können so entstehen.
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Unzureichende Koordination und Abstimmung der Beteiligten: Eine solche
Gästekarte wird durch eine Vielzahl von Beteiligten getragen. Im wesentlichen sind dies
die emittierenden Banken, das Hotel- und Gaststättengewerbe, die Kurverwaltung, die
Gemeindeverwaltung sowie die öffentlichen Einrichtungen, die Zusatzanwendungen auf der
Karte implementieren. Für ein erfolgreiches Konzept bedarf es der Übereinstimmung aller
Beteiligten. Dies setzt einen Koordinationsprozeß voraus, dessen Ziel eine
Prioritätenliste ist. Wird dieser nicht so modifiziert, daß die Interessen aller
berücksichtigt werden, wird ein solches Konzept nur halbherzig unterstützt und
umgesetzt. Es besteht dann die permanente Gefahr, daß einige Beteiligte aufgrund eigener
Interessen die Gemeinschaftslösung unterlaufen. Genau diese Problematik trat auch bei dem
analysierten Projekt auf.
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Fehlende Vision: Innovationen benötigen einen Visionär als Antriebskraft, der
auch entgegen pessimistischen Einschätzungen und auftretenden Problemen eine Innovation
über einen längeren Zeitraum unterstützt. Für erfolgreiche Innovationen bedarf es des
öfteren auch einer risikofreudigen Haltung und weniger Follower- und Me-too-Strategien
als vielmehr Pionier-strategien. Die Analyse des vorliegenden Projektes zeigt, daß ein
solcher Visionär fehlte.
Erfolgsfaktoren
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Enge Zusammenarbeit: Eine enge Zusammenarbeit zwischen den Konzepterstellern und
den Beteiligten von Anfang an sichert, daß das von der Unternehmensberatung erstellte
Konzept in hohem Maße den Anforderungen der Beteiligten entspricht und die Interessen
aller weitgehend berücksichtigt werden. Schon bei der Konzeption der Karte sollten
Hersteller von Karten, Terminals, Hintergrundsystem und Software miteinbezogen werden.
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Alle Beteiligten an einen Tisch: Für eine effiziente Kommunikation sollten die
beteiligten Banken, Hotels und Freizeiteinrichtungen an einem Tisch ihre Interessen
vertreten und gemeinsam eine entsprechende Prioritätenliste für die Umsetzung erstellen.
Damit wird gesichert, daß das Anforderungsprofil von allen mitgetragen wird.
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Simultane Entscheidungsprozesse: Der Chipkartenmarkt ist ein sehr schnellebiger
Markt. Insbesondere ausländische Kartenorganisationen entwickeln immer wieder neue
Produkte und versuchen sich am Markt zu etablieren. Im Tourismussektor entstehen eine
Vielzahl unterschiedlicher Konzepte. Nur wer schnell entscheidet und umsetzt, kann sich im
Wettbewerb hervorheben. Simultane Entscheidungsprozesse unterstützen eine schnelle
Umsetzung.
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Einbindung der örtlichen Bevölkerung: Der Erfolg eines Kartenkonzeptes hängt
nicht nur von objektiv meßbaren Kriterien wie etwa dem Anwendungsspektrum der Karte ab,
sondern vor allem auch von subjektiven Kriterien, die sich durch eine positive
Einstellung der Bürger und daraus resultierend durch eine positive
Mund-zu-Mund-Propaganda zeigen. Dies kann beispielsweise durch frühzeitige
Informationsveranstaltungen und Mitgestaltungsmöglichkeiten im Rahmen der
Betreibergesellschaft erfolgen.
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Flächendeckende Infrastruktur von Anfang an: Kartengestützte Zahlungs- und
Kundenbindungssysteme sind den Systemtechnologien zuzurechnen. Diese Eigenschaft
bedingt, daß ein ganzer Verbund an funktionsfähigen Informationsstellen, Ausgabestellen,
Akzeptanzstellen und Endgeräten bereits zu Beginn vorhanden sein muß, um den Anwendern
einen Nutzen zu generieren und damit breite Akzeptanz zu ermöglichen.
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Richtiger Zeitpunkt der Markteinführung: Werden die Karten ausgegeben, bevor
eine flächendeckende funktionsfähige Infrastruktur vorhanden ist, so reduziert dies die
Akzeptanz der Gästekarte erheblich. Zu diesem Zeitpunkt müssen auch die Akzeptanzstellen
mit dem neuen Medium Gästekarte umgehen können. Dies bedingt im Vorfeld frühzeitige
Informations- und Schulungsmaßnahmen.
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Technologische Erweiterbarkeit in schnellebigen Innovationsfeldern: Innovationen,
wie dies auch die Gästekarte ist, sind bei Konzepterstellung mit einer Vielzahl von
Unsicherheitsfaktoren behaftet (etwa bezüglich der Akzeptanz bestimmter Anwendungen).
Dies bedingt, daß die Umsetzung des Gesamtkonzeptes in Phasen erfolgt, wobei
Erfahrungswerte der vorherigen Phase bei der nächsten Phase berücksichtigt werden
(rollierende Planung und Umsetzung). Es sollten daher ausbaufähige technische Standards
gewählt werden. Im Entscheidungsfall sind universelle Standards Insellösungen
vorzuziehen.
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Mitwirken in Normierungsgremien: Das Engagement in Normierungsgremien ermöglicht
die frühzeitige Kenntnis von technologischen Trends und reduziert damit das Risiko von
Fehlentscheidungen.
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Objektive Nutzenpotentiale: Neue Kartenkonzepte müssen sowohl den Karteninhabern
als auch den Akzeptanzstellen einen objektiven Nutzen generieren. In diesem Sinne bedarf
es einer genauen Auswahl der Zusatzanwendungen. Nur wenn der Nutzen für die Karteninhaber
ausreichend hoch ist, werden diese die Karten einsetzen.
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Optimierung von Prozeßketten: Neue Kartenkonzepte sollten so ausgestaltet sein,
daß sie aus Sicht der Leistungsanbieter zu einer Optimierung ihrer Prozesse (z.B.
geringeres Bargeldhandling) und damit zu Einsparungspotentialen führen. Um eine hohe
Kundenakzeptanz zu erreichen, muß ein einfaches Handling der Karte gewährleistet werden.
Die Integration von Zusatzanwendungen, die Bezahlvorgänge implizieren (etwa
Eintrittskarten bei Schwimmbädern), und der Bezahlfunktion auf einer Karte können zur
Vermeidung von Medienbrüchen sowohl für den Kunden als auch für den Leistungsanbieter
führen.
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Umfassendes Marketingkonzept: Nur ein umfassendes Marketingkonzept, das den
Nutzen des Kunden in den Mittelpunkt stellt, sichert den Erfolg. Dazu gehören bereits vor
Einführung der Karte Mailingaktionen, Informationsveranstaltungen und
Event-Marketingaktionen.
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Vertrauen: Die Gäste werden die Bezahlfunktion der Gästekarte nur dann nutzen,
wenn der Kartenemittent die Vertrauensfunktion erfüllt und damit das wirtschaftliche
Ausfallrisiko des vorausbezahlten Geldes gesichert ist.
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Präsenz auf Kongressen und Messen: Innovationen müssen kommuniziert werden. Die
Präsenz auf Fachveranstaltungen, Messen und Tagungen bereits in der Konzeptphase bietet
die Möglichkeit, Ideen und Verbesserungen von Kunden- und Herstellerseite bereits
frühzeitig zu berücksichtigen.
Nutzen und Anforderungen von Seiten der
Karteninhaber
Neue Kartenkonzepte wie die Gästekarte werden nur dann erfolgreich sein, wenn
die Kundenbedürfnisse in ausreichendem Maße berücksichtigt werden. Im wesentlichen
stellen sich die folgenden Anforderungen:
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Hoher Verbreitungsgrad an Infrastruktur: Die Endgeräteinfrastruktur zur Nutzung
der Karte - Auflade-terminals, POS-Terminals, Informationsterminals, Geldausgabeautomaten,
Parkautomaten, Fahrscheinautomaten - muß in ausreichender Anzahl vorhanden sein.
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Einfache Nutzung und Handling: Der Kunde hat einen deutlichen Vorteil gegenüber
der Bargeldbeschaffung, wenn sich die Karte mit einem DFÜ-fähigen PC, einem Modem und
einem Chipkartenleser problemlos von zu Hause aufladen läßt. Die implementierten
Zusatzanwendungen müssen sich am heimischen PC auslesen lassen.
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Meßbarer Nutzen gegenüber herkömmlichen Zahlungsarten: Gegenüber den
Zahlungsarten Bargeld, Debit- und Kreditkarten, die bereits flächendeckend vorhanden und
akzeptiert sind, müssen Geldbörsensysteme einen Zusatznutzen bieten. Dies können ein
verbessertes Handling, Zusatzanwendungen oder niedrigere Gebühren sein.
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Meßbarer Nutzen der Zusatzanwendungen: Zusatzanwendungen sind nur dann sinnvoll,
wenn sie dem Nutzer einen objektiv erkennbaren und meßbaren Zusatznutzen, etwa in Form
von Rabatten oder Benefits, verschaffen.
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Nachvollziehbarkeit von Transaktionen/Zusatzanwendungen : Die Nachvollziehbarkeit
von Bargeldtransaktionen hängt vom Erinnerungsvermögen des Kunden bzw. seinen
schriftlichen Notizen ab [1]. Zusatzanwendungen können häufig nur an bestimmten
Terminals aufgerufen werden. Neue Chipkartenkonzepte, wie zum Beispiel die SuperSmartCard
mit integrierter Tastatur und Display, ermöglichen die Speicherung der letzten
Transaktionen. Über das integrierte Display können diese Transaktionen genauso wie die
Zusatzanwendungen sichtbar gemacht werden.
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