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- Leseprobe -
Das INSTI-Partner-Netzwerk
von Thomas
Einsporn
Patente sind ein wichtiger Gradmesser für die Innovationstätigkeit
einer nationalen Wirtschaft. In dieser Hinsicht musste es bedenklich
stimmen, dass vom Beginn bis zur Mitte der 90er Jahre die jährlichen
Anmeldezahlen beim deutschen Patent- und Markenamt stagnierten. Doch
seitdem hat sich einiges bewegt. Die jährlichen Zuwachsraten konnten
erheblich gesteigert werden. Dazu beigetragen hat ein Projekt zur
Innovationsstimulierung der deutschen Wirtschaft. Aus diesem Projekt ist
das INSTI-Partner-Netzwerk hervorgegangen. Der Autor stellt die Aktivitäten
des Netzwerks vor und legt dar, welchen Nutzen insbesondere kleine und
mittlere Unternehmen daraus ziehen können.
Stichworte: Innovationsstimulierung,
Vorteile durch das Patentwesen:
Absicherung,
Reputation, Lizenzvergabe,
Stand der Technik, Wirtschaftliche Bedeutung,
Das Angebot der INSTI-Partner, Sonderfördermaßnahmen:
KMU-Patentaktion, Integration des Patentwesens in die
Hochschulausbildung, Innovationstraining,
Erfinderclubs, Zusammenfassung.
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In diesem Beitrag
erfahren Sie:
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-
Welche Institutionen in Deutschland
Innovationen anstoßen,
-
welche Rolle Patente im
Innovationsprozeß spielen,
-
welche Dienstleistungen das
INSTI-Partner-Netzwerk bei der Entwicklung, Sicherung, Verwertung
und Vermarktung von Innovationen anbietet,
-
welche Sonderfördermaßnahmen im
Rahmen des Netzwerkes angeboten werden und wie Unternehmen an ihnen
teilhaben können,
-
wer die INSTI-Partner sind und wie man
sie erreicht.
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Ein
Projekt zur Verstärkung der Innovationstätigkeit
Die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, darüber ist man sich
heute unter den meisten Fachleuten einig, kann nur mit innovativen
Produkten und Verfahren erreicht werden. Lange Jahre der Hochkonjunktur
haben in Deutschland dazu geführt, dass zum Beispiel in den Jahren von
1983 bis 1994 die Anzahl der Patentanmeldungen stagnierte, ja zum Teil zurückgegangen
ist.
Seit einigen Jahren ist der Ruf nach Innovationen und Existenzgründungen
wieder laut geworden. Viele Unternehmen haben jedoch ihre Personaldecke so
ausgedünnt, dass keine Fachleute mehr vorhanden waren, die Innovationen
initiieren könnten. Unternehmen suchten händeringend Hilfe zu allen
Fragestellungen des Innovationsprozesses. In Deutschland gab es bis 1995
keine Institution oder Initiative, die Beratungsleistungen im Gesamtprozeß
von der Idee bis zur Verwertung anbieten konnte. Um hier Abhilfe zu
schaffen, wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
das Projekt zur Innovationstimulierung der deutschen Wirtschaft (INSTI)
initiiert. Seine Hauptziele sind:
-
Steigerung der Nutzung von Patentinformation, so dass bestehende
Ideenressourcen stärker als bisher zur Umsetzung neuer Produkte
eingesetzt werden,
-
Steigerung der Anzahl hochwertiger Erfindungen durch die Schaffung
eines innovationsfreundlichen Klimas in Deutschland zur Verstärkung
der Innovationstätigkeit.
Mit Hilfe des INSTI-Projektes sollte ein bundesweites Netzwerk von
regionalen Anlaufstellen, den sogenannten INSTI-Partnern, errichtet
werden. Dieses heute aus 32 INSTI-Partnern bestehende flächendeckende
Netzwerk bietet das gesamte Expertenwissen von der Idee bis zur Verwertung
und somit Beratung aus einer Hand an.
Warum
Innovationsstimulierung?
Hoher Kostendruck durch internationale Konkurrenz, die Senkung der
Arbeitskosten durch Personalreduzierung, veränderte Produktionsverfahren
und Abläufe (Leanmanagement, Leanproduction u.ä.), Standortnachteile in
Deutschland durch Bürokratisierung, Billiganbieter aus osteuropäischen
und asiatischen Ländern und so weiter werden in der öffentlichen
Diskussion immer wieder als Faktoren unserer wirtschaftlichen Situation
angeführt.
Gegenstrategien - wie zum Beispiel Rationalisierungsmaßnahmen sowie der
Einsatz von Controllern und Unternehmensberatern - schafften das schlanke
Unternehmen, das mit möglichst wenig Mitarbeitern und geringsten Kosten
weltmarktfähige Produkte und Dienstleistungen anbieten kann.
Der Prozeß führte zu befriedigenden Ergebnissen, die durch eine Fülle
von Instrumenten und Einrichtungen im Bereich der Rationalisierung
erreicht werden konnten. An den Hochschulen wurden Spezialstudien zum
Thema Controlling und Kostenwesen eingeführt, und Ingenieure lernen, wie
man Produktionsverfahren möglichst rationell ablaufen lassen kann.
Organisationen, die sich berufsmäßig mit dem Thema Rationalisierung
und Kostensenkung beschäftigen, haben Hochkonjunktur. So
bietet der REFA-Verband für Arbeitsorganisation seit Jahren
Methodenlehren an, die von der Zeiterfassung über die Datenermittlung bis
hin zur effizienten Gestaltung von Arbeitsabläufen reichen. Diese
Instrumente sind erprobt und funktionieren in der Praxis. Andere
Organisationen wie beispielsweise das RKW (Rationalisierungskuratorium der
deutschen Wirtschaft) unterstützen durch Berater und Schulungsmaßnahmen
ebenfalls Rationalisierungsprozesse. Auch nahezu alle Unternehmensberater
bieten selbstverständlich Kostensenkungsprogramme an und beraten die
Unternehmen entsprechend.
Als Ergebnis kann man feststellen: Für die Bereiche Rationalisierung und
Kostensenkung gibt es sowohl Methoden, Ausbildungsziele als auch
Einrichtungen und Gremien, deren Erfahrungen genutzt werden können.
Was aber geschieht mit einem Unternehmen, das seinen Personalbestand
erfolgreich reduziert, die Kosten auf das nötige Maß gesenkt, die
Fertigungsprozesse und innerbetrieblichen Abläufe perfekt rationalisiert
und organisiert hat? Solange die Produkte oder Dienstleistungen auf dem
Weltmarkt gefragt sind, kann Geld verdient werden. Was aber passiert, wenn
die Produkte auf dem Markt keine Nachfrage mehr finden, obwohl sie
technisch auf dem neuesten Stand sind und äußerst kostengünstig
hergestellt werden? Die Aussage des zuständigen Leiters für die
Forschung und Entwicklung eines mittelständischen Unternehmens
charakterisiert die Situation: »Da muss mir etwas Neues einfallen!«.
Wettbewerbsfähigkeit sowie neue und sichere Arbeitsplätze sind nur zu
erreichen, wenn es gelingt, neue Produkte schnell und kostengünstig dem
Markt anzubieten. Entscheidend hierfür sind Innovationsfähigkeit,
Effizienz in Forschung und Entwicklung sowie ein wirksamer Transfer
zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Als ein Gradmesser für die
Innovationsfähigkeit einer Volkswirtschaft wird unter anderem die Anzahl
der jährlich neu eingereichten Patente betrachtet. Bis 1994 stagnierte
die Anzahl der Patentanmeldungen und lag bei durchschnittlich 45.000 pro
Jahr.
Abb. 1: Entwicklung der Patentanmeldungen
Seit 1995 sind jedoch starke Veränderungen zu erkennen, und man kann
eine jährliche Steigerungsquote der Patentanmeldungen beim Deutschen
Patent- und Markenamt von 16,5 Prozent verzeichnen. Die Anzahl der
Patentanmeldungen wurde so gegenüber 1993 fast verdoppelt.
Vor allem die unternehmerische Wirtschaft, die über 75 Prozent aller
Patente anmeldet, sieht zunehmend die Vorteile und Nutzungsmöglichkeiten,
die sie durch das Patentwesen erreichen kann.
Vorteile durch das
Patentwesen
Absicherung
Neben der Absicherungsfunktion - zwanzigjähriges Monopol für die
ausschließliche Nutzung der Erfindung - können durch qualitativ
hochwertige Patentstrategien Wettbewerber von bestimmten Marktsegmenten
ausgeschlossen werden. Durch gezielte, mit Patenten abgesicherte Forschung
und Entwicklung ergibt sich die Möglichkeit, Marktanteile zu erobern. Bei
besonders erfolgreichen Innovationen gelingt es sogar, den
Industriestandard neu zu definieren (siehe hierzu auch Kapitel 03.02).
Reputation
Die meisten Unternehmen, die das Patentwesen erfolgreich für sich nutzen,
dokumentieren diese Stärke als Reputationsfunktion auch in der Öffentlichkeit.
Dem Verbraucher wird die technische Überlegenheit gegenüber den
Wettbewerbern verdeutlicht. Mit der Anzahl erfolgreicher Patentanmeldungen
stellen sich die Unternehmen in der Produktwerbung als besonders
innovationsfreundlich dar.
Lizenzvergabe
Mit Patenten abgesicherte Forschungsergebnisse werden gerade von jungen
technologieorientierten Unternehmen und Existenzgründern in Lizenz
vergeben. Mit Lizenzverträgen können einerseits langfristige
Einnahmequellen gesichert werden, andererseits kann ein Unternehmen als
Lizenznehmer auftreten und Drittpatente nutzen. Dadurch können erhebliche
Mittel für die eigene Forschung und Entwicklung eingespart werden.
Information zum Stand
der Technik
Von besonderer Bedeutung ist die Nutzung der Patentliteratur im Rahmen von
Innovationsprozessen. Durch die vollständige Dokumentation und
internationale Klassifizierung können heute Unternehmen das Problem der
Neuheitsschädlichkeit relativ schnell in den Griff bekommen. Eine
Untersuchung der Universität Kiel zur wirtschaftlichen Bedeutung von
Patentstrategien hat ergeben, dass sich Patentdaten in besonders positiver
Weise für die strategische Planung von F&E-Prozessen eignen. Die
Analyse von Patentdaten ermöglicht die technologische Konkurrenzanalyse
und die Prognose technologischer Entwicklungen, da Patentaktivitäten
nachgewiesenermaßen bedeutenden Marktveränderungen vorlaufen. Mit
strategischen Patentanalysen aus den Veröffentlichungen der Patentämter
lassen sich somit frühzeitig Rückschlüsse auf zukünftige
Wettbewerbsveränderungen ziehen. Dies wird um so deutlicher, je
umfangreicher und internationaler die Patentanalysen geführt werden.
Mit der frühzeitigen Recherche zum Stand der Technik können die
Unternehmen das Problem der sogenannten Neuheitsschädlichkeit und damit
die Erfolgsaussichten für eine Patentanmeldung und spätere
wirtschaftliche Verwertung effizient erhöhen.
Wirtschaftliche
Bedeutung von Patenten
Wissenschaftliche Studien haben belegt, dass Unternehmen mit aktiver
strategischer Patentpolitik den höchsten ökonomischen Erfolg aufweisen
und auch häufig Technologie- und Marktführer sind.
Neben der Sicherungsfunktion werden Patente zunehmend als lohnende
Einnahmequelle gegen Lizenz vergeben. So konnten amerikanische Unternehmen
ihre Lizenzeinnahmen seit 1990 um das Siebenfache auf über 100 Milliarden
Dollar 1997 steigern. Die Firma Siemens nutzt eigene Patente für
Lizenztauschverträge und beziffert den Wert durch die Vermarktung
geistigen Eigentums nach Aussage des Leiters der Patentabteilung auf über
eine Milliarde Mark.
Bei einer Untersuchung der Universität Kiel mit 50 Unternehmen der
Werkzeug- und Maschinenbauindustrie wurde nachgewiesen, dass es
signifikante Zusammenhänge zwischen der Patentstrategie und dem
wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens gibt. Neueste internationale
Untersuchungen haben ebenfalls festgestellt, dass Unternehmen, die ihre
Innovation durch Patente und Gebrauchsmuster schützen lassen, überdurchschnittlich
erfolgreich sind (Umsatzanteil von über 20 Prozent von neu-eingeführten
Produkten in den letzten drei Jahren).
Fazit: International orientierte, aktive Patentanmelder, die eine
qualitativ hochwertige Patentstrategie verfolgen, weisen den höchsten ökonomischen
Erfolg aus.
Aus Abbildung 1 ist zwar zu erkennen, dass die Anzahl der
Patentanmeldungen seit 1995 stetig steigt, die Anzahl der erteilten
Patente jedoch noch stagniert. Wirtschaftliche Aktivitäten durch die
Verwertung von Innovationen sind aber in der Regel nur mit erteilten
Patenten möglich. Die Erkenntnis, dass Innovationen und Existenzgründungen
Grundpfeiler einer erfolgreichen unternehmerischen Tätigkeit sind, haben
zu dem Projekt Innovationsstimulierung der deutschen Wirtschaft (INSTI)
geführt.
Innovationsstimulierung
der deutschen Wirtschaft (INSTI)
Die stärkere Nutzung von Patentinformationen und
wissenschaftlich-technischen Informationen im Rahmen von Forschungs- und
Entwicklungsprojekten kann teure Doppelentwicklungen und Fehlinvestitionen
vermeiden helfen. Die durch Recherchen in Datenbanken gewonnenen
Informationen zur Ermittlung des Standes der Technik, zur Überprüfung
der Patentsituation, zur Konkurrenz und Trendanalyse sowie zur laufenden
Überwachung von Entwicklungsthemen können für Zukunftsstrategien
eingesetzt werden.
Abb. 2: Die Fachbereiche der INSTI-Partner
Die Vertiefung der Kenntnisse über das Patentwesen soll dazu
beitragen, dass Innovationen bei Produkten und Verfahren stärker als
bisher geschützt werden. Denn nur durch eine Anmeldung zum Patent oder
Gebrauchsmuster besteht die Chance, die Erfindung allein verwerten zu können.
Um Dienstleistungsangebote aus einer Hand zu den Fragestellungen:
-
Initiierung von Ideenfindungsprozessen,
-
Bewertung neuer Ideen,
-
Einsatzmöglichkeiten des gewerblichen Rechtsschutzes,
-
Verwertung von Innovationen
anbieten zu können, wurde eine flächendeckende
Innovationsinfrastruktur - das INSTI-Partner-Netzwerk - initiiert.
Das INSTI-Partner-Netzwerk
Seit 1904 existiert in Japan das Hatsumei Kyokai, das mit 47 Außenstellen
über das Land verteilt Innovationsberatung von der Ideenfindung bis zur
Verwertung anbietet. Das Besondere an diesem Netzwerk ist, dass
Mitarbeiter der unternehmerischen Wirtschaft und auch freie Erfinder die
umfangreiche Dienstleistung bei jedem Netzwerkpartner angeboten bekommen.
Eine Analyse der Situation in Deutschland hat ergeben, dass keine
vergleichbaren Einrichtungen vorhanden sind. Da aber Institutionen und
Unternehmungen existieren, die jeweils Teile des Innovationsprozesses als
Beratungsdienstleistungen anbieten, wurde das Ziel gesteckt, ausgesuchte
Institutionen in einem Netzwerk zusammenzufassen und durch Kooperation das
gesamte Expertenwissen der Kundschaft vor Ort anzubieten. In Abbildung 2
sind die Bereiche dargestellt, die für die Auswahl zum INSTI-Partner in
Betracht kamen. INSTI-Partner konnte nur werden, wer Aktivitäten zu
folgenden Arbeitsbereichen anbietet:
-
aktive Nutzung von Patentdatenbanken für Technologierecherchen,
-
Weiterbildungsangebote im Rahmen von Innovationstrainings,
-
Erfahrungen bei der Technologiebewertung und Verwertung von
Innovationen,
-
Nutzung öffentlicher Technologie- und Innovationsbörsen,
-
Bereitschaft zur Organisation und Betreuung von Erfinderclubs für
technisch interessierte Jugendliche,
-
aktive Mitarbeit für weitere Maßnahmen im Rahmen des
INSTI-Projektes.
Das aus 30 Partnern bestehende INSTI-Netzwerk (Abbildung 3) bietet ein
differenziertes Leistungsangebot, das alle Innovationselemente beinhaltet.
Unternehmen, Erfinder und weitere Interessenten haben somit die
Möglichkeit, das Expertenwissen aus einer Hand an jedem Standort
abzufordern. Elektronisch sind alle INSTI-Partner über das Internet
vernetzt (Alle relevanten Anschriften finden Sie auf den Seiten 15 bis
20).
Abb. 3: Das INSTI-Netzwerk
Sonderfördermaßnahmen
Zur Innovationsstimulierung der deutschen Wirtschaft sind im Rahmen des
Projektes folgende weitere Maßnahmen initiiert worden:
INSTI-KMU-Patentaktion
In Deutschland gibt es noch eine erhebliche Anzahl von Unternehmen,
die Hemmnisse gegenüber dem Patentwesen haben. Zum Abbau dieser
Vorbehalte werden im Rahmen des INSTI-Projektes kleine und mittlere
Unternehmen (KMU) sowie Unternehmensgründer bei der Sicherung ihrer
F&E-Ergebnisse durch gewerbliche Schutzrechte und bei deren Nutzung
unterstützt. Die Aktion soll zum strategischen Verständnis des
Patentsystems, zur Sensibilisierung hinsichtlich der Nutzung gewerblicher
Schutzrechte, zur Erstellung konkreter »Fahrpläne« für Patentanmeldung
und -verwertung sowie zum Know-how-Transfer beitragen.
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Das
Angebot der INSTI-Partner
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Die Dienstleistungen
der INSTI-Partner sind im Internet
abrufbar. In der hier aufliegenden Dienstleistungs-Datenbank der
INSTI-Partner hat der Nutzer die Möglichkeit, zu allgemeinen, aber
auch zu ganz speziellen Anfragen oder Problemstellungen den
geeigneten INSTI-Partner herauszusuchen. Die nach einer Suchanfrage
jeweils angezeigten Treffer beinhalten neben Adresse,
Ansprechpartner, Tätigkeitsraum und vielen weiteren Informationen
auch E-Mail und Homepage-Links, so dass der Nutzer auf einfachste
Weise Kontakt aufnehmen oder sich detailliert über das gesamte
Dienstleistungsangebot informieren kann. Er hat die Möglichkeit,
nach folgenden 17 verschiedenen Themenbereichen zu recherchieren:
-
Innovationsbewertung: Hier
kann der Nutzer seine Innovation von INSTI-Partnern durch
Machbarkeitsstudien, Wirtschaftlichkeitsberechnungen,
Trendanalysen und vieles mehr einschätzen und bewerten lassen.
-
Umfeld-/Firmenbewertung: Hier
lassen sich die INSTI-Partner auswählen, die Umfeld- und
Firmenbewertungen durchführen.
-
Innovationsentwicklung/-umsetzung:
Hier werden Beratung zur Produktentwicklungsstrategie sowie
Unterstützung bei der Fertigung von Prototypen angeboten, und
man findet die geeigneten INSTI-Partner.
-
Innovationsförderung: Hier
beraten INSTI-Partner über Möglichkeiten der Förderung von
Innovationen.
-
Schutzrechtsstrategien:
Hier finden Interessenten ihren INSTI-Partner in Fragen von
Patentumgehungsstrategien und Abschätzung von
Schutzrechtskosten.
-
Schutzrechtsüberwachung:
Hier finden sich INSTI-Partner, die Hilfestellung bei der
Schutzrechtsüberwachung geben.
-
Schutzrechtsverwertung:
Hier erhält der Nutzer Unterstützung bei der Suche nach
Kooperationspartnern. Will er sein Patent verkaufen, findet er
die geeigneten INSTI-Partner.
-
Kooperationsvermittlung:
Interessenten finden hier INSTI-Partner, die unter anderem
F&E-Kooperationen und Venture Capital-Unternehmen vermitteln
können.
-
Existenzgründerberatung:
In allen Fragen rund um das Thema Existenzgründung stehen hier
entsprechende INSTI-Partner zur Verfügung.
-
Förderprogrammberatung:
INSTI-Partner geben detaillierte Informationen, über welches Förderprogramm
ein bestimmtes Vorhaben unterstützt werden kann.
-
Informationsvermittlung:
Hier finden Nutzer den geeigneten Partner, der sich auf
Fragestellungen aus dem Bereich der Informationsvermittlung
spezialisiert hat.
-
Begleitung von
Innovationsprojekten: Hier bieten INSTI-Partner Hilfe beim
F&E- Management oder bei der Erarbeitung von
Finanzierungskonzepten für Innovationen.
-
Schulung/Weiterbildung:
Hier werden Schulungs- und Weiterbildungsangebote von
INSTI-Partnern in Bereichen wie Existenzgründung, Verwertung
von Erfindungen oder Gewerbliche Schutzrechte angeboten.
-
Dokumentenbestand: Hier
finden Nutzer INSTI-Partner, die für sie in bestimmten
Dokumenten wie zum Beispiel Altpatenten, Offenlegungsschriften
oder ähnlichem recherchieren und die auch über einen solchen
Bestand verfügen.
-
Sonstige Dienstleistungen:
Hier bieten INSTI-Partner weitere Dienstleistungen wie
Datenbankaufbau, Informationsmanagement oder Internetdienste an.
-
Zielgruppenzugehörigkeit:
Interessenten finden hier Partner, die sich auf Ihre
Zielgruppenzugehörigkeit spezialisiert haben.
Wenn zum Beispiel Unternehmen
Beratung zur Produktentwicklungsstrategie oder Unterstützung bei
der Fertigung von Prototypen benötigen, sollten sie in dem Bereich
Innovationsentwicklung/-umsetzung suchen. Als Ergebnis können sie
sich nunmehr alle INSTI-Partner anzeigen lassen, die
Innovationsentwicklung/-umsetzung anbieten. Des weiteren besteht die
Möglichkeit, noch detaillierter nach dem Thema
Innovationsentwicklung zu suchen und somit eine Übersicht der
INSTI-Partner zu bekommen, die die entsprechende Dienstleistung
anbieten. |
Wer ist antragsberechtigt?
-
Unternehmen einschließlich Handwerksbetriebe und Unternehmensgründer
des produzierenden Gewerbes und der Landwirtschaft mit Geschäftssitz
und Produktionsstätte in Deutschland
-
Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten und entweder einem
Jahresumsatz von höchstens 80 Mio. DM oder einer Jahresbilanzsumme
von höchstens 54 Mio. DM
-
Unternehmen, die in den letzten fünf Jahren kein Patent oder
Gebrauchsmuster angemeldet haben
Was wird vom BMBF in welcher Höhe gefördert?
-
Recherche zum Stand der Technik; Fördermittel: 3.000 DM à 50
Prozent => 1.500 DM
-
Kosten-Nutzen-Analyse; Fördermittel: 3.000 DM à 50 Prozent
=> 1.500 DM
-
Patentanmeldung beim Deutschen Patentamt; Fördermittel: 8.000
DM à 50 Prozent => 4.000 DM
-
Vorbereitungen für die Verwertung einer Erfindung; Fördermittel:
3.000 DM à 50 Prozent => 1.500 DM
-
Gewerblicher Rechtsschutz im Ausland; Fördermittel: 10.000 DM
à 50 Prozent => 5.000 DM
-
Technische Zulassung; Fördermittel: 3.000 DM à 50 Prozent
=> 1.500 DM
Der Zuschuß pro Unternehmen beträgt maximal 15.000 DM.
Wie kann ein Unternehmen teilnehmen?
Anträge für die Teilnahme an der INSTI-KMU-Patentaktion können bei
einem der regionalen Partner angefordert werden. Alle in Anspruch
genommenen Maßnahmen müssen innerhalb von zwei Jahren durchgeführt
sein. Der INSTI-Partner übernimmt die Betreuung des geförderten
Unternehmens (Funktion eines »Paten«). Antrags- und
Orientierungsberatungen können bei den Partnern ebenfalls in Anspruch
genommen werden.
Verstärkte
Integration des Patentwesens in dieHochschulausbildung (INPAT)
Patente als Indikator für die aus Erfindertätigkeit und
Forschungsprojekten gewonnene Innovationskraft bilden ein Bindeglied zur
gewerblichen Nutzung der Ergebnisse und besitzen somit eine Schlüsselfunktion
für den Transfer von Ideen zu marktfähigen Produkten. Zur Optimierung
dieses Prozesses sind Patentinformationen und Kenntnisse über den
Gewerblichen Rechtsschutz zunehmend von Bedeutung.
Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) führt in Abstimmung mit
dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) die Sonderfördermaßnahme »Verstärkte
Integration des Patentwesens in die ingenieur- und naturwissenschaftliche
Hochschulausbildung (INPAT)« durch.
Durch INPAT sollen die Kenntnisse der Studenten/Studentinnen aus den
ingenieur- und naturwissenschaftlichen Fachbereichen im Gewerblichen
Rechtsschutz und in der Nutzung von Patentinformation verbessert werden,
um eine optimale Vorbereitung auf ihre zukünftige Tätigkeit in
Wirtschaft und Wissenschaft zu gewährleisten.
Fachhochschulen und Hochschulen bekommen Zuschüsse für die Einrichtung
eines Lehrauftrages zum Gewerblichen Rechtsschutz als Wahl(pflicht)fach
sowie für die Ausbildung eines wissenschaftlichen Mitarbeiters /einer
wissenschaftlichen Mitarbeiterin im Umgang mit Recherchen in
Patentdatenbanken. Gewährt werden bis zu 2000 DM pro Semester als
Drittmittel für die anfallenden Kosten des Lehrauftrages beziehungsweise
bis zu 3000 DM pro Semester als Drittmittel für die anfallenden Kosten
beim Besuch der Schulungsveranstaltungen und beim Recherchieren in
Patentdatenbanken.
Die Sonderfördermaßnahme endet mit Ablauf des Sommersemesters zum 31.
Dezember 2000. Antragsberechtigt sind die ingenieur- und
naturwissenschaftlichen Fachbereiche deutscher Hoch- und Fachhochschulen.
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