|
- Leseprobe -
Innovation - (auch) eine Sache unseres Umgangs mit
Humanressourcen
von Stephan A.
Friedrich von den Eichen, Hans
H. Hinterhuber, Peter
Schmich
Ganz gleich, ob alteingesessenes Unternehmen oder »Start-up«,
unternehmerisch Denken und Handeln tut heute Not. Vorbei die Zeiten vom
bloßen »more of the same« und »try harder«. Try something new!
Innovation als Lebenselixier der Unternehmen. Das Neue begeistert Kunden.
Kundenbegeisterung verspricht Wachstum und Wertsteigerung. Wie aber machen
wir unsere Unternehmen unternehmerischer? Das Wesentliche spielt sich
jenseits von Ansätzen, Methoden und Techniken ab. Ausschlaggebend ist
innovatives Humankapital. Hier setzt der Beitrag an. Er zeigt, wohin sich
Führungskräfte selbst beziehungsweise wohin wir Führungskader
entwickeln müssen, und hält Anregungen für ein innovationsförderndes
Management der Humanressourcen bereit.
Stichworte: Leadership, Checkliste;
Strategieorientiertes HRM; Innovationsfördernde Rahmenbedingungen;
Beurteilung und Auswahl der Führungskräfte; Offener Markt für Ideen und
Talente; Leistungsorientiertes Entgeltsystem; Zusammenfassung.
|
In diesem Beitrag erfahren
Sie:
|
-
dass Leadership auf allen Verantwortungsebenen
gelebt und gefördert werden muss,
-
wie wichtig ein strategieorientiertes
Humanressourcen-Management für die Innovationsfähigkeit eines
Unternehmens ist,
-
wie ein »offener Markt für Ideen und Talente«
hilft, vorhandenes Potenzial im Unternehmen zu nutzen und
-
dass ein leistungsorientiertes Anreiz- und
Entgeltsystem tatsächlich Innovationen fördert.
|
Wie machen wir unsere Unternehmen unternehmerischer?
Viele Wege führen nach Rom. Zum Erfolg - so hat es den
Anschein - führen zwei: Der eine ist »Nennermanagement«. Er macht die
Reduzierung des Mitteleinsatzes zum Ansatzpunkt für Renditesteigerung.
Der andere, ungleich beschwerlichere Weg besteht im »Zählermanagement«.
[4] Man vergrößert die Rückflüsse. Blicken wir zurück, haben sich
unsere Unternehmen für den einfacheren Weg entschieden. Ihre ausgeprägte
Neigung zu Lean-Management, Business Reengineering, TQM oder Downsizing
legt davon Zeugnis ab [2]. So steigt zweifellos die Effizienz. Aber
erstens lassen sich Kosten nur einmal senken und zweitens bleibt das
ersehnte Wachstum aus. Wachstum basiert auf Innovation, und Innovation
impliziert unternehmerisches Denken und Handeln.

Abb. 1: Wege zur Wertsteigerung
Unternehmertum tut also Not in unseren Unternehmen. Dafür
müssen wir werben und dafür müssen wir tätig werden - verordnen lässt
es sich nicht! In einer turbulenten Umwelt ist kein strategischer Plan von
Dauer; von Dauer ist allein die Art, zu denken und zu handeln:
Antizipation der Zukunft, Entdecken neuer Möglichkeiten, kreatives
Problemlösen, Antwortfähigkeit, Agilität und Improvisationsgabe. Denen,
die es mit Ansätzen, Methoden oder Techniken versuchen, sei gesagt:
Unternehmen werden nur durch Menschen unternehmerischer. Der Faktor
»Mensch« erklärt, warum die einen über mehr Möglichkeiten verfügen
als die anderen. So dürfen sich all jene bestätigt fühlen, die
unentwegt die Botschaft verkünden, Mitarbeiter seien die wertvollsten
Aktivposten der Unternehmen. Das ist zweifelsohne richtig - und doch hilft
dies nicht weiter. Der Weg zu mehr Unternehmertum führt über die
folgenden Fragen:
-
(Wie) Entdecken wir Möglichkeiten, die andere nicht
sehen?
-
(Wie) Finden, fördern und halten wir Talente?
-
(Wie) Schaffen wir Freiraum für Initiative?
-
(Wie) Sorgen wir für ein Klima, das Mitarbeiter
ermutigt, jene Freiräume mit Experimentier- und Verantwortungsfreude
auszufüllen?
Einer Überzeugung in der Ausführung treu bleiben ist das
Eine; bloße Lippenbekenntnisse sind das Andere. Wie aber sonst sollen wir
die Irritationen bei Führungskräften deuten, wenn sie mit den
Implikationen unbedingter Mitarbeiter- beziehungsweise
Innovationsorientierung konfrontiert werden? Zumindest drängt sich die
Frage auf, warum es keine Mechanismen für die Steuerung des Humankapitals
gibt, die auch nur annährend so ausgeklügelt sind wie jene der
Kapitalallokation. Hängt fortan alles vom Zugang zu Kompetenz ab - und
davon sind wir überzeugt - so ist die Zeit reif, den Plädoyers für
innovatives Humankapital entsprechende Taten folgen zu lassen.
Mechanistische Steuerungsansätze wie die jüngst popularisierte Balanced
Scorecard machen zwar die Kausalitäten zwischen dem Humankapital
einerseits und der finanziellen Performance andererseits transparent. Sie
tragen aber nur wenig dazu bei, den Brückenschlag vom Humankapital zum
kreativen Unternehmertum zu bewerkstelligen.
Wie aber machen wir unsere Unternehmen unternehmerischer? Der Blick fällt
zunächst auf die Führungskräfte. Viel zu oft erweisen sie sich eher als
»care-« denn als »risk-taker« - und schon gleich gar nicht als »rulebreaker«.
Hier stehen prinzipiell zwei Wege offen: Frei nach dem Motto »Kannst Du
(schon) selbst kein Innovator sein, lad’ wenigstens andere dazu ein« -
müssen sie alles in ihrer Macht Stehende tun, Unternehmertum im
Unternehmen den Weg zu ebnen; wir kommen darauf zurück. Die Alternative:
Man macht sich selbst auf den Weg, neue Möglichkeiten zu entdecken. Die
Richtung heißt Leadership und Empowerment. Am besten aber tut man beides.
Mit Leadership neue Pionierphasen einleiten
Leadership heißt bestehende Ordnungen im Unternehmen, im
Markt oder in der Branche verändern, heißt antizipieren und das Kommende
einleiten. Dafür sind nicht nur Dinge, sondern vor allem Menschen zu
bewegen. Es geht um ein Arbeiten am und nicht im System. [11] Letzteres
ist Management: Manager bewahren und verwalten; Führungskräfte sorgen
für Innovation. Manager imitieren; Führungskräfte sind schöpferisch.
Manager akzeptieren den Status quo; Führungskräfte stellen diesen in
Frage. Manager konzentrieren sich auf Systeme und Strukturen;
Führungskräfte auf Menschen. Manager verlassen sich auf Kontrolle;
Führungskräfte wecken Vertrauen. Manager fragen wie und wann;
Führungskräfte fragen was und warum [3]. Deshalb ist Management fortan
nicht unwichtig. Ohne Leadership wird es jedoch keine neuen Pionierphasen
geben.
Leadership ist eine heuristische Funktion nach zwei Richtungen:
-
(a) Erschließen neuer Möglichkeiten und
-
(b) Begeisterung der Mitarbeiter, sich engagiert und
initiativ für gemeinsame Ziele einzusetzen.
Ergo steht es zum einen für das Schöpferische - die
Fähigkeit, Ereignisse herbeizuführen, Marktsituationen zu verändern und
neue Momente in das Geschehen einzubringen, die aus den gegebenen
Prämissen nicht unbedingt abzuleiten waren. Zum anderen umschreibt
Leadership die natürliche und spontane Fähigkeit, Mitarbeiter zu
inspirieren und sie mit Herz und Verstand als »Wertschöpfungspartner«
zu gewinnen.
Leadership ruht auf vier Säulen:
-
Visionär sein - das heißt: eine Richtung angeben,
Sinn vermitteln, Engagement zeigen, Energien freisetzen, Talente
fördern - und nicht immer nur die Grenzen sehen.
-
Vorbild sein - das heißt: einig sein mit sich selbst.
Leadership fordert, Prinzipien wie Fairness, Verlässlichkeit,
Integrität, Dienen, Ermutigen, Excellence, Verstehen und
Verantwortung im täglichen Handeln vorzuleben.
-
Werte schaffen - und zwar für alle Stakeholder, für
Kunden, Mitarbeiter, Anteilseigner, für die »financial community«,
für Lieferanten, Partner in strategischen Netzwerken und für die
Gesellschaft im weitesten Sinn - und schließlich
-
Mut - Hemingway definiert Mut als »Standhaftigkeit
unter äußerem Druck«. Leadership beginnt dort, wo der Konsens
aufhört. [8]
Innovation, so wird deutlich, hat viel mit dem »Können«
der Führenden zu tun. Schon deshalb müssen Führende ihr Sein und ihr
Verhalten in Richtung Leadership kultivieren. Ein Test mit der
Leadership-Checkliste (siehe Abb. 2) hilft, den eigenen Standort zu
bestimmen. Die gute Nachricht: Führen heißt führen lernen; das heißt,
wir können einiges in Richtung Leadership bewirken. Das erfordert Energie
und dazu bedarf es Zeit. Tatsächlich impliziert Leadership lebenslange
Arbeit an sich selbst. Solange ein Mensch dazu nicht bereit und in der
Lage ist, bleiben alle noch so ehrgeizigen Ziele Makulatur. Leadership
verkörpert eine Weltanschauung; als solche setzt es die bewusste
Entscheidung für einen bestimmten Lebensstil voraus. [6] Wem es
unterdessen nicht gelingt, Führungskompetenz auszubilden, der muss sich
wohl oder übel eine Methode zulegen - und fest an ihre Wirkung glauben.
Jeder, der andere im positiven Sinne beeinflussen und zu kreativem,
initiativem Handeln inspirieren will, braucht Leadership-Fähigkeiten
[13]. Teams, Arbeitsgruppen, im Grunde jede Gemeinschaft ist um so
erfolgreicher, je besser jemand Leadership-Funktion übernimmt und
ausfüllt. Folgerichtig muss Leadership nicht nur an der Spitze, sondern
auf allen Verantwortungsebenen gelebt und gefördert werden. Daraus ergibt
sich die Pflicht jedes Führenden, keine Gelegenheit auszulassen, andere
durch lehrbare Gesichtspunkte und/oder persönliche Erfahrungen zu
Leadership-Verhalten anzuregen - auch ohne, dass sie es zunächst selbst
merken [7].
Mehr Innovation durch strategieorientiertes HRM
Vielleicht noch mehr wird in Zukunft davon abhängen, wie
wir Humanressourcen »managen«. Mitarbeiter sollten nicht primär die
Assoziation von zu hohen Personalkosten wecken, die es um jeden Preis zu
senken gilt - das wäre »Nennermanagement«. Ziel kann nur der Aufbau
innovativen Humankapitals sein. Der Wandel von der »Manpower-« zur »Ideapower«-Economy
stellt völlig neue Herausforderungen an das Management des Humankapitals
und seiner Werttreiber [5].
Human Ressource Management (HRM) ist strategieorientiert zu betreiben. So
bleibt es nicht länger nur Sache der Personalabteilung.
Strategieorientiertes HRM ist vielmehr ein Modell, in dem alle
Entscheidungsträger Verantwortung für Personalfragen übernehmen
müssen. Es macht aus Personaldirektoren Unternehmer und aus
Führungskräften Personaldirektoren. Merke: Jeder der mindestens einen
Mitarbeiter hat, muss eine Führungsaufgabe erfüllen und jede
Führungsaufgabe weist sowohl eine sachliche als auch eine personelle
Dimension auf [1]. Die unternehmerischen Aufgaben des Personaldirektors
sind:
-
Valorisierung und Einbindung der Mitarbeiter in die
Strategien und deren Umsetzung,
-
Einrichtung von Netzwerken zwischen internen und
externen Know-how-Trägern sowie
-
Aufbau und Absicherung eines unternehmungsspezifischen
Know-hows nach strategischen Gesichtspunkten.
Im Gegenzug sind alle Führungskräfte für Auswahl und
Entwicklung innovativer Mitarbeiter verantwortlich und haben zudem für
die Entfaltung des HR-Potenzials in multidisziplinären Teams Sorge zu
tragen. Für Kompromisse in Bezug auf die Qualität der Mitarbeiter ist
dabei kein Platz.
Strategieorientiertes HRM heißt Abschied nehmen von einer eher passiven,
verwaltungsorientierten und zentralisierten Logistik der Personalbestände
zu Gunsten eines gezielten, proaktiven Erschließens des Humankapitals
[10]. Weichenstellungen im Personalbereich sind nicht mehr allein ein
Instrument zur Strategieimplementierung. Vielmehr müssen wir zur Kenntnis
nehmen, dass zwischen Strategie und HRM Rekursivität besteht: Die
Strategie enthält Richtlinien für das HRM, das wiederum die Strategie
wesentlich mit bestimmt - oder mit den Worten von Jack Welch: »Strategy
follows people; the right person leads to the right strategy«.
Wo man Unternehmen öffnen, auf Wachstum trimmen und dafür Unternehmertum
forcieren will, ist HRM in verschiedener Weise gefordert. Zu den
traditionellen stoßen neue Aufgabenfelder (siehe Abb. 3).

Abb. 3: Die neuen Aufgaben des HRM
Kommunikation der unternehmerischen Vision
Nach Jahren intensiver Beschäftigung mit Strukturen und
einem Optimieren von Beschäftigung, Prozessen und Portfolios brauchen
Unternehmen heute eines dringend: Visionen. Eine Vision ist der
Wunschtraum einer Veränderung. Sie gibt eine Richtung vor, ohne Grenzen
zu setzen. Wirkliche Visionen gehen über das rein Ökonomische hinaus und
wirken nach innen und außen. Nach außen ziehen sie Talente an. Nach
innen setzen sie Kräfte frei und mobilisieren und faszinieren die
Mitarbeiter - vorausgesetzt, sie erreichen diese.
Deshalb ist es Aufgabe des HRM, die Vision allen Mitarbeitern nahe zu
bringen. Über das Verstehen der Vision werden die Strategien für alle
Mitarbeiter klar und einsichtig. Zudem kann jeder in der Unternehmung den
Beitrag erkennen, der von ihm in Richtung Vision erwartet wird. Die Vision
muss, zusammenfassend, kommuniziert und erklärt werden, damit sich die
Mitarbeiter in der Unternehmung positionieren und ihren Beitrag zum
gemeinsamen Erfolg leisten können. Je besser die Vision von den
Führenden vorgelebt und von den Mitarbeitern akzeptiert wird, desto mehr
kann sie Quelle der Motivation sein. Die »Kraft der Vision« hat ABB
erkannt. Sie soll helfen, das Unternehmen aus der unterentwickelten
Leistungskultur in Richtung Meritokratie zu entwickeln. Die erste Sitzung
des neufusionierten Unternehmens wird dann auch konsequent dazu benutzt,
den Top-250 Führungskräften eine Vision zu kommunizieren, die explizit
auf Innovationsorientierung abhebt.
Das Schaffen von innovations-fördernden
Rahmenbedingungen
Die zweite Frage, mit der sich das HRM auseinandersetzen
muss, lautet: Wie lässt sich ein Arbeitsumfeld schaffen, in dem jeder
Mitarbeiter stolz auf seine Arbeit ist und mit Freude Verantwortung für
seine Unternehmung übernimmt? Den Hebel sollten wir bei den Barrieren
ansetzen, die zwischen Individuen, Abteilungen, Hierarchien,
Geschäftseinheiten und regionalen Einheiten bestehen. Prozessorientierung
weist hier den Weg. Er leitet uns in Richtung »Netzwerk«, das -
idealerweise - jeden mit jedem verbindet und Mitarbeiter zu informeller
Zusammenarbeit ermutigt. HRM muss die wenigen Spielregeln festlegen und
auf eine Kultur des Vertrauens hinwirken. Wer Innovation fordert, muss
Vertrauen bieten. Kein Unternehmen kann auf Dauer nur mit dem »Sicheren«
erfolgreich sein. Wir müssen deshalb riskieren zu verlieren, was wir
haben. Nur auf diese Weise lassen sich neue Märkte erfinden und neue
Kunden gewinnen. Die Pflicht: Offenheit gegenüber Veränderungen. Die
Kür: Die Risiken des Experimentierens senken, erfolgreiche Innovatoren
belohnen bei gleichzeitiger Nicht-Bestrafung erfolgloser, jedoch gut
konzipierter Innovationsbemühungen [9].
Die Beurteilung und Auswahl der Führungskräfte
Bisweilen hat man den Eindruck, wir würden von Stümpern
geführt. Fehlentscheidungen in der Sache sind das eine. Richtig teuer
wird es unterdessen, wo man Talente verkennt oder - schlimmer noch -
bewusst unterdrückt. Damit gewinnt die Beurteilung und Auswahl der
Führungskräfte an Stellenwert. Die Kunst liegt darin, an anderen zu
bewerten, was vielen selbst fehlt. Gefahren lauern dort, wo
Führungskräfte ihr »Weltbild« auf andere projizieren. Hier liegt wohl
der Grund, warum so manche Verjüngungskur lediglich das biologische
Durchschnittsalter der Führungsgremien senkt, nicht aber die erhoffte
»jugendliche« Perspektive einfängt.
Offene, agile Unternehmen setzen aufgeschlossene Führungskräfte voraus.
Wer aufgeschlossene Führungskräfte will, muss aufgeschlossene Menschen
wählen. Viel zu oft gelangten in den zurückliegenden Jahren Menschen an
die Macht, die sich vor allem durch Nüchternheit auszeichnen. Analytiker
mit Fleiß und enormer Auffassungsgabe, aber ohne Visionen und ohne die
Fähigkeit, Herz und Verstand der Folgenden zu gewinnen. Eines darf sich
für die Zukunft unserer Unternehmen nicht wiederholen, dass Technokraten
»Macht über Menschen und Träume haben«. Und wer überdies Innovation
will, darf vor »unorthodoxen« Menschen nicht zurückschrecken.
Neben der aktuellen Leistung und dem Leistungspotenzial dienen die
Kernwerte als wichtiges Beurteilungs- und Auswahlkriterium. Teilt einer
die Werte nicht, ist - ungeachtet seiner Leistungsfähigkeit - eine
Trennung unumgänglich. Die Aufgabe des HRM besteht darin, die von den
Führungskräften gelebten und zu lebenden Kernwerte verbindlich
festzulegen und dem Verständnis aller Mitarbeiter nahe zu bringen. Die
Betonung von Werten wie »Offenheit«, »Experimentierfreude«,
»Fehlertoleranz« oder »Mehrwert für die Kunden« signalisiert die
gewünschte Nähe zu Unternehmertum.
General Electric, deren charismatischer CEO Jack Welch für viele geradezu
ein Inbegriff von Leadership darstellt, hat sich eigene Werte für das
erfolgreiche Führen gegeben. Nur so lässt sich ein hoher Standard
erreichen und halten:
-
Nur die Besten sind gut genug!
-
Im Zweifel, nein!
-
Das Bild des Teamplayers im Herzen beobachten!
-
Leadership beginnt, wo der Konsens aufhört!

Abb. 4: Die Beurteilung und Auswahl der
Führungskräfte
Aus- und Weiterbildung für unternehmerisches Verhalten
Wie schon gesagt: Führen heißt führen lernen. Damit
fällt HRM die Aufgabe zu, das unternehmerische Verhalten der
Führungskräfte und Mitarbeiter durch ein entsprechendes Aus- und
Weiterbildungsangebot gezielt zu fördern. Generell werden Unternehmen um
so erfolgreicher sein, je mehr Führungskräfte und Mitarbeiter
unternehmerisch denken und handeln. Unternehmerisches Verhalten lässt
sich dann innerhalb bestimmter Grenzen erlernen, wenn wir es als
Verhaltensweise (bspw. Informieren; Kommunizieren; Argumentieren) und
nicht als Summe von Eigenschaften definieren (bspw. Stringenz,
Integrität, Offenheit). Das Bewusstsein über die Verbindungen zwischen
unternehmerischem Verhalten und dahinter stehenden Fähigkeiten ist der
Schlüssel zum Erfolg. Auf dieser Basis lassen sich Aus- und
Weiterbildungsprogramme aufsetzen, die gezielt eben diese Fähigkeiten
kultivieren.
...
Die fehlende Abbildung 2 entnehmen Sie bitte der
Digitalen Fachbibliothek "Das innovative Unternehmen".
|
Dieses Kapitel...
|
|
... können Sie vollständig per
PDF-Download beziehen:
Alle Seiten mit Abbildungen in optimaler Qualität, hervorragend geeignet
zum Ausdruck auf Papier.
Zusätzlich bietet Ihnen das PDF-Format praktische Suchmöglichkeiten.
Schon in wenigen Minuten sind die Kapitel auf Ihrem Computer gespeichert,
zu einem günstigen Preis: 30 Cent pro Seite.
Zum Download |
|