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- Volltext -
Kommunikationsprozesse zur Unterstützung von Innovationsprojekten
von Claudia
Bock-Valotta
Stichworte: Kommunikationsprozesse nach innen,
Kommunikationsplan in drei
Phasen,
Begründung der Notwendigkeit des Innovationsvorhabens,
Überzeugungs- und Motivationsprozess auf Betroffene
einstellen, Einsatz der Mitarbeiter nach außen unterstützen,
Management des unternehmensinternen Kommunikationsprozesses,
Kommunikationsprozesse nach außen, Zusammenfassung.
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In diesem Beitrag
erfahren Sie:
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wie es gelingt, Mitarbeiter eines Unternehmens von einer anstehenden Innovation zu überzeugen und sie zu einem möglichst hohen Engagement zu motivieren,
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dass eine Geschäftsleitung das Wertesystem und die Wahrnehmungsbedingungen ihrer Mitarbeiter sehr genau kennen muss, um dann die Botschaft und das entsprechende Medium auswählen zu können,
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wie Kunden die Chance bekommen, Einfluss zu nehmen, so dass sie im Moment der Markteinführung zu Käufern werden.
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Für die Durchführung eines Innovationsvorhabens sind durchdachte Kommunikationsprozesse ebenso wichtig wie die Produktentwicklung, Herstellung, Abwicklung und Marktbearbeitung. Die Kommunikation führt auf der einen Seite direkt ins Innere des Unternehmens, auf der anderen Seite zum Kunden und Geschäftspartner. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass Mitarbeiter die Notwendigkeit des Innovationsvorhabens verstehen wollen, dass sie Motivation brauchen und Unterstützung in ihrem Bemühen nach außen. Erst dann gelingt es, den Kunden zu überzeugen und im Kommunikationsprozess mit ihm das Innovationsvorhaben abzusichern und zu einem Markterfolg zu machen.
Innovation heißt Veränderung von Gewohntem, Bewährtem,
Abgesichertem. Daher gehört zur Innovationsfähigkeit die Überwindung
von Widerständen gegen die Herausforderung, Gewohntes, Bewährtes und
Sicheres aufzugeben. Natürlich muss es für die Veränderung einen guten
Grund geben, denn Veränderung um des Wandels willen kann auch zur Manie
werden, und dann sind die Nachteile größer als die angestrebten
Vorteile.
Die Widerstände gegen Innovationen machen daher als Prüfsteine für die
wirtschaftliche und unternehmerische Berechtigung der Innovationen
durchaus einen Sinn. Sie in diesem Sinne positiv zu nutzen, setzt
durchdachte Kommunikationsprozesse voraus, und zwar sowohl nach innen, in
das Unternehmen hinein, wie auch nach außen gegenüber den Geschäftspartnern
und Kunden. Diese Kommunikationsprozesse bewusst zu gestalten und damit
Innovationsvorhaben zu begleiten, ist genauso wichtig wie die Durchführung
der Innovationsvorhaben in der Produktentwicklung, in den Herstell- und
Abwicklungsprozessen und/oder in der Marktbearbeitung.
Wie können diese begleitenden Innovationsprozesse gestaltet werden?
Kommunikationsprozesse
nach innen: Das Unternehmen von seiner eigenen Innovation überzeugen
Innovationen gehen immer von einigen wenigen Köpfen aus - von den
Entwicklern, die zum Beispiel neue technische Möglichkeiten erkannt
haben, von den Marketing- und Vertriebsleuten, die bei den Kunden neuen
Bedarf oder neue Konkurrenzangebote entdeckt haben, oder von der Geschäftsleitung,
die neue Ansätze für Rationalisierungen und Umsatzausweitung sucht.
Zur erfolgreichen Umsetzung von Innovationen müssen aber in der Regel
alle Mitarbeiter des Unternehmens beitragen, möglichst mit hohem Einsatz.
Es geht also darum, schon zu Beginn eines Innovationsvorhabens eine
kritische Zahl von Mitarbeitern dafür zu gewinnen, das Vorhaben zu
verstehen, es zu wollen und initiativ mitzuarbeiten. Der
Kommunikationsplan dafür sollte erfahrungsgemäß aus drei Phasen
bestehen:
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Phase 1: Die Notwendigkeit des Innovationsvorhabens begründen
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Phase 2: Den Überzeugungs- und Motivationsprozess auf die
Betroffenen einstellen
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Phase 3: Den Einsatz der Mitarbeiter nach außen unterstützen
Phase 1: Die
Notwendigkeit des Innovationsvorhabens begründen
Unzureichende Kommunikation, wie wir sie in vielen Unternehmen
beobachten können, ist meistens nur ein Symptom für ein viel
tiefergehendes Problem. Bevor ein Kommunikationsplan entworfen wird, muss
daher erst einmal das eigentliche Problem identifiziert werden, das das
Innovationsvorhaben erforderlich macht. Häufig hat das Problem mit
unzureichender Produktivität oder stagnierendem Umsatz und schrumpfenden
Gewinnmargen zu tun, und eine der Herausforderungen an das Management
besteht darin, dieses Problem offen auszusprechen und die Bereitschaft der
Mitarbeiter zu wecken, es durch ihren Einsatz für das Innovationsvorhaben
überwinden zu helfen.
Die Ausgangssituation wird häufig dadurch erschwert, dass die Mitglieder
der Unternehmensführung sich nicht darüber einig sind, dass und in
welcher Richtung ein Innovationsvorstoß erfolgen muss. Diese Übereinstimmung
sollte aber zunächst erzielt und dann klar und deutlich an die
Mitarbeiter kommuniziert werden.
Phase 2: Den Überzeugungs-
und Motivationsprozess auf die Betroffenen einstellen
Peter Drucker beschreibt in seinem Buch »Management: Tasks,
Responsibilities, Practices« die drei entscheidenden Dimensionen der
Kommunikation:
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Wahrnehmung,
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Erwartungen und
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Bedürfnisse.
Drucker geht davon aus, dass es keine Kommunikation gibt, wenn niemand
sie wahrnimmt. In der Beziehung zwischen Geschäftsleitung und
Mitarbeitern entsteht Wahrnehmung dadurch, dass die Mitarbeiter den
Aussagen der Geschäftsleitung die Bedeutung verleihen, die ihrem Verständnis
entspricht, das heißt: Die empfangene Nachricht wird mit der Erfahrung
und den Erwartungen der Mitarbeiter gefärbt.
Sie können nur wahrnehmen, was sie zu verstehen in der Lage sind, und das
wiederum hängt von ihrem Befinden ab. Unternehmenskultur und Führungsstil
konditionieren das Befinden und beeinflussen das Verständnis von
Innovation in erheblichem Maße. Die wichtigste Schlussfolgerung daraus
ist, dass die Geschäftsleitung die mehr oder weniger ausgeprägte Fähigkeit
der Mitarbeiter, den unternehmerischen Grund für Innovationsvorhaben zu
verstehen, mit einkalkulieren muss!
Kommunikation erzeugt auch Widerstand dagegen, die eigene Stellung,
Meinung und die etablierten Gewohnheiten durch andere verändern zu
lassen. Dieser Umstand darf nicht übergangen werden, sondern muss als
ernstes Innovationsproblem ins Bewusstsein aller Beteiligten gerückt
werden. Die Geschäftsleitung erwartet eine veränderte Einstellung und
Verhaltensweise der Mitarbeiter. Diese Erwartung wird mit großer
Wahrscheinlichkeit enttäuscht, wenn das Wertesystem und die
Wahrnehmungsbedingungen der Mitarbeiter nicht berücksichtigt worden sind.
Um ihnen gerecht zu werden, muss die Geschäftsleitung das Wertesystem und
die Wahrnehmungsbedingungen der Mitarbeiter kennen und dann die Botschaft
und das entsprechende Medium der Innovationsbotschaft auswählen.
Es reicht nicht aus, nur die Notwendigkeit eines Innovationsvorhabens zu
propagieren. Vielmehr muss die Geschäftsleitung bei den Überzeugungen
und Interessen der Mitarbeiter ansetzen und ansprechen, was sie wirklich
beschäftigt, um zunächst die wichtigsten Mitarbeiter für die Veränderung
zu gewinnen und zu motivieren. Zwischen der Geschäftsleitung und diesen
Mitarbeitern muss dann eine gemeinsame Vision und ein gemeinsames Verständnis
der Innovation erzeugt werden, bevor das Innovationsprojekt gestartet
werden kann.
Leider investieren die meisten Unternehmensführer zu wenig Energie, die
Bedürfnisse, Werte und Ängste ihrer Mitarbeiter zu verstehen. Sie gehen
von der Annahme aus, dass Mitarbeiter im Prinzip so wenig wie möglich
leisten und dafür so gut wie möglich bezahlt werden wollen. Sie wären
aber überrascht, wenn sie die Bereitschaft der Mitarbeiter erkennen würden,
sich für eine Sache einzusetzen, die sie betrifft und motiviert.
Und das kann am besten durch direkte Gespräche herausgefunden werden. Im
mittleren Management sind solche Gespräche oft besonders lohnend, weil
die Menschen in dieser Position die Bedürfnisse der restlichen
Mitarbeiterschaft am besten artikulieren können.
Drei Problembereiche kristallisieren sich in den meisten Fällen als
Kommunikations- und Kooperationsbarrieren heraus:
-
die Sorge um die beruflichen Entwicklungschancen der einzelnen
Mitarbeiter,
-
fehlende Anerkennung von Leistung und Einsatz durch die Geschäftsleitung
und
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Begrenzungen durch etablierte Strukturen und Regeln in der
Organisation.
Phase 3: Den
Einsatz der Mitarbeiter nach außen unterstützen
Das Innovationsvorhaben darf nicht nur ein Anliegen der Geschäftsleitung
bleiben, sondern muss zum Anliegen aller Mitarbeiter werden.
Schrittweise und unvollständige Kommunikation wird dabei als Taktik und
Bevormundung durch die Geschäftsleitung empfunden; vielmehr sollte das
Ziel von Anfang an klar artikuliert und offen diskutiert werden. Dieses
Ziel muss aus der Wahrnehmung der Betroffenen als erstrebenswert und
realistisch erkannt werden. Es hat sich als erfolgssichernd erwiesen, ein
Kommunikations-Team zu bilden, das die passenden Kommunikationsformen
entwickelt. Dazu sollte das Kommunikations-Team aus Vertretern aller
Bereiche zusammengesetzt sein, denn die stärksten Bedenken und Widerstände
resultieren aus der Angst, nicht beteiligt zu sein und daher benachteiligt
zu werden. Das Kommunikations-Team kann die Gefahr vermeiden helfen, dass
an die Betroffenen nur Mitteilungen verteilt werden, nicht aber deren Bedürfnis
des Verstehens und Mitdenkens berücksichtigt wird. Der Wandel kann
nicht schneller erfolgen, als die Bereitschaft zum Wandel es zulässt.
Das Kommunikations-Team muss regelmäßige Informationsveranstaltungen
durchführen, auf denen zielgruppenspezifisch der erreichte
Entwicklungsstand besprochen wird, aufgetretene Fragen behandelt werden
und Einverständnis gesichert wird (siehe Abbildung 1). Auf diese Weise
wird das Engagement der Mitarbeiter für das mit dem Innovationsvorhaben
verfolgte Ziel aufrecht erhalten, und die Zahl der aktiv Mitwirkenden
steigt.
Das Innovationsvorhaben erlangt dadurch im Bewusstsein der Mitarbeiter
eine immer größere und positivere Bedeutung. Gleichzeitig können
Bedenken und Widerstände sukzessive abgebaut werden, ehe sie unüberwindbar
werden. Ein wesentlicher Effekt dieses Vorgehens besteht darin, dass die
positiv eingestellten Mitarbeiter ein Netz bilden, das die gesamte
Organisation durchzieht, und allmählich auch die zunächst
unentschiedenen Mitarbeiter für den Veränderungsprozess gewonnen werden
können.
Den
unternehmensinternen Kommunikationsprozess managen
Das Kommunikations-Team hat eine komplexe Aufgabe:
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Es muss sich mit geeigneten Mitteln an die unterschiedlichen
Zielgruppen wenden und mit ihnen einen Dialog pflegen,
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es muss den Fortschritt im Verständnis der einzelnen Zielgruppen
verfolgen und angleichen,
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es muss die Zielgruppen mit spezifischen Aktionen einbeziehen, dabei
aber einen Informations- »Overkill« vermeiden,
-
es muss eine Strategie der »offenen Tür« verfolgen und jederzeit
für jedermann erreichbar sein.
Die Kommunikation sollte so persönlich und interaktiv wie möglich
gehalten werden. Im gesamten Prozess sollte deutlich werden, dass
Kommunikation eine Hol- und Bringschuld ist, sowohl für die Geschäftsleitung
als auch für die Mitarbeiter auf allen Ebenen. Erste Erfolge im Veränderungsprozess
sollten besonders herausgestellt und gefeiert werden. Während des
gesamten Prozesses muss vor allem auf das Feedback aus der Organisation
geachtet werden, um Missverständnisse und Fehlentwicklungen rechtzeitig
zu erkennen und um gegensteuern zu können.
Alle diese Maßnahmen müssen im Kommunikationsprozess in regelmäßigen
Abständen eingeplant sein. Die Zeit und Energie, die dafür aufgewandt
werden, erweisen sich im Endeffekt als vollkommen gerechtfertigt. Denn
ihnen stehen der Zeitgewinn und der Erfolg des Innovationsvorhabens gegenüber,
wenn durch die Fähigkeit der Mitarbeiter die Innovation überzeugend nach
außen an Geschäftspartner und Kunden getragen werden kann.
Kommunikationsprozesse
nach außen: Die Kunden von dem Nutzen der Innovation überzeugen
Viele Innovationen scheitern daran, dass das innovierende Unternehmen
die technischen Leistungsmerkmale und Neuerungen seiner frisch
entwickelten Produkte anpreist und die Kunden als fait accompli damit
konfrontiert, aber nicht artikulieren kann, welchen Nutzen diese »innovativen«
Produkte für den Kunden bieten beziehungsweise bieten sollen.
Da Kunden aber immer häufiger mit allen möglichen technischen Neuerungen
zum Kauf animiert werden sollen, sind sie skeptisch geworden.
Innovationsprojekte müssen daher heute von einem frühen Stadium an von
Kommunikationsprozessen auch nach außen - an die Geschäftspartner und
Zielkunden _ begleitet werden. Diese Kommunikationsprozesse erfordern den
Einsatz, das Verständnis und die Überzeugungskraft der Mitarbeiter des
innovierenden Unternehmens, nicht nur der Marketing- und
Vertriebsmitarbeiter, sondern auch der Mitarbeiter aus der Entwicklung und
Konstruktion, des Kundenservices und der Geschäftsleitung.
Daher ist zunächst die beschriebene unternehmensinterne Kommunikation so
wichtig. Die eigenen Mitarbeiter müssen überzeugt sein und überzeugend
zum Ausdruck bringen können, dass das Unternehmen mehr als eine
technische Veränderung oder Weiterentwicklung verfolgt und in erster
Linie auf einen Bedarf im Markt - latent oder schon explizit artikuliert -
eingeht.
Diese Überzeugungsleistung muss schon erbracht werden, während das
innovative Produkt oder die innovative Leistung sich noch in der
Entwicklung befindet. Dazu ist es notwendig, einen Dialog mit ausgewählten
Kunden, sogenannten Leitkunden, aufzubauen, der folgende Zwecke hat:
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Entwicklung eines eingehenden Verständnisses des Nutzungsmodells
bei den Leitkunden: In welchem Funktionszusammenhang werden die
Produkte/Leistungen der Anbieter bei den Kunden eingesetzt, welche
Ziele werden damit verfolgt, welche Nutzungsanforderungen treten auf?
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Prüfen des Nutzendefizits der zur Zeit eingesetzten
Produkte/Leistungen beim Kunden: Welche Bedürfnisse werden bisher
nicht oder nur schlecht befriedigt, welche Nutzungsprobleme treten
auf, welche Engpässe bestehen, welche Kostenstruktur haben die
Kunden?
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Abchecken der mit den entwickelten innovativen Produkten/Leistungen
angestrebten Nutzeninnovation beim Kunden: Wie reagieren die Kunden
auf die angestrebte Nutzenverbesserung, welche Aspekte kommen gut an,
welche sind weniger relevant?
In diesem Dialog müssen die Kunden die Chance haben, durch ihre
Reaktion auf die ihnen dargestellte Nutzenstruktur der in Entwicklung
befindlichen Produkte/Leistungen noch Einfluss auf den weiteren Verlauf zu
nehmen, bewusst oder unbewusst. Gleichzeitig muss bei ihnen das
Nutzenbewusstsein und damit das Interesse an den innovativen
Produkten/Leistungen sichtbar geweckt werden, so dass sie im Augenblick
der Markteinführung zu den ersten Käufern gehören und Referenzen
erteilen können.
Diese vorbereitende Kommunikation nach außen, mit deren Hilfe auch die
laufende Entwicklung marktgerecht optimiert wird, erfordert eine intensive
Zusammenarbeit zwischen den für Entwicklung und den für Vertrieb
Verantwortlichen im Unternehmen. Sie sollten auch gemeinsam bei den Kunden
auftreten und ihre Interpretation der Kundenreaktion untereinander
austauschen. Diesen Kommunikationsprozess in der Phase des
Innovations-Marketing zu organisieren ist entscheidend, um den Markterfolg
von Innovationsvorhaben abzusichern. Viele Unternehmen haben hierfür
einen beträchtlichen Verhaltenswandel zu bewältigen. Aber
Innovationsversuche ohne diese Kommunikationsfähigkeit sind heute immer
mehr ein Vabanque-Spiel.
Zusammenfassung
Die Ideen für Innovationen entstehen meist in den Köpfen einiger
kreativ Denkender. Für die Umsetzung müssen jedoch Mitarbeiter überzeugt
und zu einem höchstmöglichen Engagement motiviert werden. Dazu ist
Kommunikation nach innen notwendig, um zunächst einen Konsens über den
Innovationsvorstoß zu erzielen. Die Geschäftsleitung sollte das
Wertesystem und die Wahrnehmungsbedingungen ihrer Mitarbeiter sehr gut
kennen und für eine Unternehmenskultur sorgen, in der Offenheit und
Bereitschaft zur Mitarbeit selbstverständliche Voraussetzungen sind. Ein
Kommunikations-Team berichtet sinnvollerweise regelmäßig über den Stand
der Entwicklung und hält die Ohren für Fragen und Probleme offen. Erst
dann, wenn die Mitarbeiter überzeugt sind und sich betreut und begleitet
fühlen, kann es gelingen, das Vorhaben nach außen zu vertreten und mit
Geschäftspartnern und Kunden in einen Dialog zu treten. Bereits in der
Entwicklungsphase eines Innovationsvorhabens kann das Feetback von Kunden
genutzt werden für eine marktgerechte Optimierung des Produktes oder der
Leistung. Nur, wenn die Kommunikationsprozesse nach außen bewusst
eingesetzt werden, um den Kunden vom Nutzen der Innvovation zu überzeugen,
gehört dieser im Moment der Markteinführung auch zu den ersten Käufern
und wird sicher gern Referenzen erteilen.
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