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- Volltext -
Technologie-Transfer -
Die Bayern Innovativ GmbH
Ein
Unternehmen stellt sich vor
von Josef Nassauer
Die aktuelle Marktsituation ist durch den raschen
Fortschritt von Technologien, einen höheren Erwartungsdruck von Seiten
der Kunden, kürzere Entwicklungszeiten sowie kürzere Produktlebenszyklen
gekennzeichnet. Dabei sind branchenübergreifende Kooperationen und der
Austausch von Wirtschaft und Wissenschaft wichtige Faktoren zum Erhalt der
Wettbewerbsfähigkeit. Die 1995 von der bayerischen Staatsregierung
gegründete Bayern Innovativ GmbH organisiert europaweit
Technologie-Transfer und die Kommunikation zwischen Ökonomie und
Forschung.
Stichworte: Technologie und Markt;
Geschäftsentwicklung; Technologie-Transfer; Vorgehensweise: Pro-aktive
Konzeptionen, Re-aktive Dienstleistungen; BAIKA, Forum Medizin Technik
und Pharma, Energie-Forum; Geschäftsfeld Elektronik/Mikrotechnologie,
Logistik, EU-Verbindungsbüro, Geschäftsfeld Bay Tech; Ausblick;
Anschriften; Zusammenfassung.
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In diesem Beitrag erfahren
Sie:
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wie die Bayern Innovativ GmbH Kommunikation und
Technologie-Transfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft auf
verschiedenen thematischen Plattformen initiiert und
organisiert,
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wie bayerische Unternehmen, Universitäten und
außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit Partnern in
branchenübergreifenden, europaweiten Netzwerken
zusammenarbeiten,
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welche Initiativen im Rahmen der Bayern
Innovativ GmbH geplant beziehungsweise in Aufbau sind.
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Technologie und Markt
Internationale Beschaffung und Distribution von Waren und
Gütern sowie globale Vernetzung über elektronische Kommunikationsmedien
führen zu weltweitem Vergleich von Preis und Qualität. Chancen für
Differenzierung im Wettbewerb sind Innovation und Zeit.
Sich rapide entwickelnde Technologien und Märkte, steigende
Kundenerwartung sowie die zunehmende weltweite Vernetzung führen zu
kürzeren Produktlebenszyklen und damit auch zu kürzeren
Entwicklungszeiten. Technologie- und branchenübergreifende Kooperationen
sind gerade für mittelständische Unternehmen ein Schlüssel, um Produkte
und Verfahren mit besonderem Neuwert zu entwickeln, Innovationen schnell
und effizient zu realisieren und damit auch zukünftig wettbewerbsfähig
zu bleiben.
Geschäftsentwicklung der Bayern Innovativ GmbH
Die Bayern Innovativ GmbH wurde 1995 von der Bayerischen
Staatsregierung als Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mit
Sitz in Nürnberg gegründet. Aufgabe der Gesellschaft war und ist es, den
Wissens- und Technologie-Transfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft
durch Ausdehnung der Kooperation von Unternehmen mit Hochschulen und
außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu intensivieren. Zudem wird
die technologieorientierte Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen durch
den Aufbau aktiver, brachenübergreifender Netzwerke initiiert. Seit
seiner Gründung hat das Unternehmen proaktiv und in enger Zusammenarbeit
mit seinen Kunden neue Wege beschritten, die große Resonanz bei
Wirtschaft und Wissenschaft finden. Das hieraus resultierende Wachstum
spiegelt sich auch im Geschäftsvolumen 2001 wider, das sich auf einen
Etat von rund 17 Mio. DM belief. Bei einer Grundfinanzierung von 7,5 Mio.
DM wurden zusätzlich rund 9,5 Mio. DM durch Projektträgerschaften und
eigene Einnahmen akquiriert.
Erfolgreicher Weg im Technologie-Transfer
Die Initiierung von Technologie-Kooperationen zwischen
Wirtschaft und Wissenschaft, aber auch zwischen den Unternehmen, ist
wesentlicher Teil des neuen Weges, den die Bayern Innovativ GmbH im
Technologie-Transfer beschreitet.
Aufgrund der Dynamik von Technologien und Märkten sind neue Erkenntnisse
aus Wissenschaft und Wirtschaft zeitgleich breiten, interessierten
Unternehmerkreisen zu erschließen. Für einen erfolgreichen
Technologie-Transfer ist eine Multiplikatorwirkung unerlässlich.
Thematisch und kundenorientiert ausgerichtete Kooperationsforen und
Symposien stellen besonders geeignete Plattformen dar, auf denen sich
Partner in immer neuen Konstellationen für zukünftige gemeinsame
Projekte finden. Beispiele hierfür sind das Zusammentreffen einer
Universitätsklinik für plastische Chirurgie mit einem Designer für
Rennautos mit dem verbindenden Interesse an Rapid-Prototyping, eines
mittelständischen Transportdienstleisters mit einem führenden
E-Commerce-Anbieter oder der Transfer der Trockendrucktechnik aus der
keramischen Industrie in die Textilbranche für ein attraktives
Oberflächendesign von Naturtextilien.
Kongresse und Foren sind also nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck,
um auf breiter Front neue Kooperationen zu initiieren. Hierzu ein paar
Daten des Geschäftsjahres 2001:
Über 60 thematisch fokussierte Plattformen mit insgesamt mehr als 7.000
Teilnehmern deckten ein breitgefächertes Spektrum an Technologien und
Branchen ab: Die Themen reichten dabei unter anderem von Kleben im
Automobilbau, EU-Altauto-Richtlinie und Finanzierung von Innovationen bis
zu Pharma Diagnostics, Pharma Materials und minimal invasiven Methoden in
der Medizintechnik; von der Brennstoffzellentechnik und Energieeinsparung
in Büro- und Verwaltungsgebäuden über Leistungselektronik und
Mikrotechnologie bis zu Supply Chain Management und e-logistics.
Zahlreiche Workshops, internationale One-on-One-Kooperationstreffen und
Gemeinschaftsstände auf High-Tech-Messen runden das Portfolio an
Plattformen ab.
In einem begrenzten Umfang beteiligt sich die Bayern Innovativ an
individuellen Kooperationsprojekten. Richtschnur für diese geringfügigen
Beteiligungen ist das inhaltliche Interesse an einem Projekt. Sie erlangt
dadurch einen frühen Einblick in sich anbahnende Entwicklungen und ein
vertieftes Verständnis von Markt und Technologien. Gleichzeitig kann sie
durch diese Beteiligungen den Erfolg der Initiierung von Kooperationen
beispielhaft erfahren. Die Ergebnisse können später für die attraktive
Gestaltung eigener Kooperationsplattformen verwendet werden.
Das proaktive Vorgehen im Technologie-Transfer wird durch ein interaktives
Dienstleistungsangebot im Internet ergänzt, das mittlerweile pro Jahr
325.000 Besuche erfährt. Die grafisch und inhaltlich neu gestaltete
Internetpräsentation wurde im Jahr 2000 von »Le Monde Interactif« als
einer der besten Technologieauftritte mit regionalem Bezug in Europa
bewertet. In der Zwischenzeit hat die Bayern Innovativ GmbH zwei weitere
Auszeichnungen erhalten.
Vorgehensweise
Pro-aktive Konzeption von Kooperations-Plattformen
Aufgabe von Bayern Innovativ ist es, neue Ansätze zu
verfolgen, die Kooperation von Wissenschaftlern, Unternehmern und von
Technologievermittlern auszubauen und auf eine breitere und zugleich
festere Basis zu stellen. Bayern innovativ versteht sich als Initiator bei
der Etablierung von Plattformen für Technologie-Transfer und als Motor
für den Aufbau aktiver Kooperations-Netzwerke. Das Angebot richtet sich
vor allem an die mittelständische Wirtschaft Bayerns, um diese in ihrer
technologischen Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken.
Für die proaktive Initiierung neuer Kooperationen wurde ein Portfolio von
Plattformen entwickelt, wie zum Beispiel Online-Netzwerke (BAIKA,
Technologie-Kooperations-Börse, Technologie-Transfer-Netz usw.),
Symposien, One-on-One-Kooperationsforen, Workshops und so weiter. Zu deren
erfolgreicher Gestaltung gilt es, die Technologie-Interessen der
Wirtschaft mit geeigneten Kompetenzprofilen aus der Wissenschaft oder aus
anderen Industriebereichen zusammenzuführen.
Der Innovationsprozess umfasst neben der Initiierung von Kooperationen
weitere Phasen wie Projektdurchführung oder Markteinführung neuer
Entwicklungen. Die Bayern Innovativ beteiligt sich an einer begrenzten
Anzahl individueller Technologie-Transfer-Projekte und unterstützt Firmen
und wissenschaftliche Institute in der Markterschließung, indem sie auf
Gemeinschaftsständen auf nationalen und internationalen High-Tech-Messen
die Möglichkeit zur Präsentation innovativer Produkte und aktueller
Entwicklungskompetenz bietet.
Entsprechend einem Baukastenprinzip werden die einzelnen Plattformen für
Initiierung, Projektdurchführung und Markterschließung konzipiert, um
möglichst viele Firmen und wissenschaftliche Institute themen- und
marktorientiert für neue Kombinationen der Zusammenarbeit über
Technologien und Branchen hinweg zu gewinnen. Diese Plattformen werden in
Bayern organisiert, jedoch werden gezielt Teilnehmer aus dem nationalen
und internationalen Umfeld eingeworben. Über diese Plattformen bilden
sich in Verbindung mit Internetportalen überregionale Netzwerke mit
thematischem Fokus und eigener Markenidentität.
Re-aktive Dienstleistung auf Anfrage
Neben der telefonischem Erstberatung und der Navigation zu
den relevanten Ansprechpartnern gehört zu unseren weiteren
Dienstleistungen die Erstinformation über bestehende Förderprogramme,
die Identifizierung und Vermittlung von Kooperationspartnern, die
Betreuung von technologieinteressierten Wirtschaftsdelegation aus dem In-
und Ausland, die Bereitstellung und kontinuierliche Aktualisierung von
Informationsangeboten über verschiedene Online-Netze sowie die
Koordination des institutionalisierten Technologie-Transfer-Netzes in
Bayern.

Abb. 1: Anzahl der Teilnehmer im Jahr 2001
Plattformen und Geschäftsfelder
BAIKA
Die Bayerische Innovations- und Kooperationsinitiative
Automobilzulieferer-Industrie (BAIKA) hat sich in den letzten Jahren zu
einer der führenden Zulieferinitiativen in Europa entwickelt. Über 1.300
Unternehmen, davon 850 Firmen aus Bayern, konnten bisher als aktive
Teilnehmer gewonnen werden. Thematische Schwerpunkte waren unter anderem
Kleben als neue Fügetechnik im Automobilbau, Bordnetzarchitektur,
Elektronik für Komfort und Sicherheit, EU-Altautoverordnung,
Wissensmanagement, Marktchancen in Nordamerika sowie Finanzierung von
Innovationen. Mittlerweile sind zirka 650 Kooperationen initiiert worden;
mindestens 90 vertrauliche Entwicklungsprojekte befinden sich in
Umsetzung; 13 regionale offene Kooperationscluster haben sich etabliert.
Jährlicher Höhepunkt ist das Symposium »Zulieferer Innovativ« im Audi
Center in Ingolstadt, das im Jahr 2001 erstmals über 1.000 Teilnehmer aus
14 Ländern zusammenführte.
Der methodische Ansatz dieser Initiative findet Interesse in anderen
Bundesländern, zum Beispiel in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen,
Hessen, Sachsen und Rheinland-Pfalz sowie bei der Europäischen
Kommission. So fand ein internationales One-on-One-Kooperationstreffen
nach dem EU-Interprise-Modell mit 310 Teilnehmern aus 22 Ländern am 16.
Oktober 2001 in Lindau statt. Dabei wurden an einem Tag über 800
bilaterale Kooperationsgespräche organisiert, wobei von den Teilnehmern
ungefähr 40 Prozent als erfolgversprechend bewertet wurden. Diese
Effizienz einer einzigen Kooperationsplattform ist auch auf europäischer
Ebene als herausragend zu bezeichnen.
Die Initiative ist ein Beispiel, wie sich in der mittelständischen
Wirtschaft über thematisch fokussierte Foren evolutionär aktive
Netzwerke für Kooperationen entwickeln. Die Initiative hat bereits den
Kernbereich der Automobilzulieferer-Industrie überschritten und spricht
auch Zulieferer aus anderen Branchen an, die sich in Zukunft verstärkt
auf den Automobilsektor konzentrieren wollen.
Forum MedizinTechnik und Pharma
Im Laufe von knapp vier Jahren ist das Forum
MedizinTechnik und Pharma in Bayern e.V. auf über 340 Mitglieder
angewachsen.
Die Arbeitsgruppen »Telemedizin« und »Biomaterialien« wurden mit
bundesweiten Kooperationsforen in Fürth beziehungsweise in Nürnberg
fortgesetzt. Mit der Thematik Pharma-Materials wurde ein spezifischer
Bezug zum Pharma-Bereich hergestellt. Dieser wurde mit einem eigenem
Kooperationsforum »Pharma Diagnostics« in Regensburg weiter ausgebaut.
Zudem wurde ein Kooperationsforum zu Technologien und Kosten (DRGs) der
minimal invasiven Medizin in Erlangen organisiert.
Das im Rahmen der High-Tech-Offensive Bayern genehmigte Projekt zur
Etablierung eines Kompetenzzentrums Medizintechnik im Bereich
traumareduzierte, minimal invasive Therapien wurde antragsgemäß begonnen
und die entsprechende Koordinationsstelle aufgebaut.
Bayerisches Energie-Forum
Der monatliche Info-Service hat mit jetzt 2.300 Adressaten
eine weiter wachsende Verbreitung gefunden. Die Inhalte im
Online-Energie-Netz haben mit der Kartierung der Bayerischen
Forschungslandschaft für den Energiesektor sowie mit der Erweiterung auf
über 200 Firmenkompetenzprofile an Attraktivität gewonnen, wie die
deutliche Erhöhung der Zugriffszahlen im Internet belegt.
In zahlreichen Veranstaltungen in Eigeninitiative und in Kooperation mit
Partnern wurden aktuelle Themen wie die neue Energieeinsparverordnung,
Möglichkeiten der Energieeinsparung in Büro- und Verwaltungsgebäuden
sowie der Energiegewinnung aus Biomasse, der Stand der
Brennstoffzellen-Technik und Optimierungsansätze in der Kraftwerkstechnik
behandelt.
Neues Geschäftsfeld Elektronik/ Mikrotechnologie
Der Bereich Elektronik besitzt in Verbindung mit der
Mikrotechnik ein besonders hohes Innovationspotenzial und ist von
Querschnittsbedeutung für die Weiterentwicklung in allen Technologien und
Branchen. So wird zum Beispiel von Experten in der Automobilindustrie die
Meinung vertreten, dass zukünftig Innovationen bis zu 80 Prozent auf
Elementen der Elektronik beruhen werden.
Mit Kooperationsforen über Anforderungen und Chancen in der
Wertschöpfungskette, über ein Spektrum neuer Technologien aus
Spitzeninstituten aus Osteuropa, über einen technologischen Schwerpunkt
wie Leistungselektronik sowie mit einem internationalen
One-on-One-Kooperationstreffen mit den Zielgruppen Automobil,
Telekommunikation und Life Sciences wurde bei Experten und potenziellen
Anwendern ausreichendes Interesse für »Innovation durch Kooperation«
geweckt.
Bereich Logistik
Logistik ist ein integraler Bestandteil der
Wertschöpfungskette, von zunehmender Bedeutung für alle
Wirtschaftsbereiche und deshalb eine dynamisch wachsende Branche. Sie
umfasst Transport, Umschlag und Lagerung von Waren, zunehmend aber auch
die Koordination von Ablaufprozessen sowie die logistische Bereitstellung
von Information und Wissen. Deshalb ist dieser Bereich prädestiniert für
interdisziplinäre Kooperationen.
Der neu erschlossene Geschäftsbereich Logistik wurde durch regionale
Kooperationsforen in Hof mit Schwerpunkt Automobilindustrie und in
Straubing mit der Fokussierung auf e-logistics weiter ausgebaut.
EU-Verbindungsbüro - IRC Bayern
Das EU-Verbindungsbüro der Bayern Innovativ fungiert als
eigenständiges IRC Bayern. Aufgabenschwerpunkt ist der internationale
Technologie-Transfer, nachdem die Antragsberatung für den Zugang zu
EU-Förderprogrammen den nationalen Kontaktstellen zugeteilt wurde. Der
IRC-Vertrag mit der EU-Kommission ist in einem detaillierten Operational
Plan für einen Zeitraum von zwei Jahren festgeschrieben. Im Jahr 2001
erfolgte turnusgemäß eine Zwischen-Evaluierung durch die EU-Kommission.
Die Bewertung führte zu einem positiven Ergebnis sowie zu einigen
konstruktiven Hinweisen für eine Schwerpunktsetzung im Vertragszeitraum
bis April 2002.
Geschäftsfeld BayTech
Neben allgemeinen Kooperationsvereinbarungen mit zwölf
Fachhochschulen bestehen derzeit Partnerverträge mit 24 Professoren aus
sieben verschiedenen Fachhochschulen. Das von den Partnern mit der
Industrie abgewickelte Projektvolumen liegt mit 1,5 Mio. DM leicht über
Plan. Im Rahmen des Projektmanagements für Fort- und
Weiterbildungsveranstaltungen der BayTech-Partner konnte als besonderes
Projekt die Organisation des berufsbegleitenden Master-Studiengangs
»Master of Systems Management« an der FH Landshut akquiriert werden.
Ausblick auf die weitere Entwicklung
Im Jahr 2002 ist durch neue Projektinitiativen sowie die
Erschließung des Geschäftsfeldes Neue Materialien ein moderates Wachstum
zu erwarten.
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Zunächst gilt es, die erfolgreichen
Kerngeschäftsfelder wie BAIKA, Medizintechnik und Pharma sowie
Energie mit neuen aktuellen Themen zu gestalten.
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Neu wird auf Initiative der Bayerischen
Staatsregierung eine Bayerische Innovations- und
Kooperationsinitiative im Bereich Umwelttechnologie (BAIKUM)
gestartet. Ziel dieser Ini-tiative ist die Erhöhung der Transparenz
von vorhandener Umwelttechnologie in Bayern, die stärkere
interdisziplinäre Vernetzung von Experten und Anwendern sowie die
Unterstützung im Zugang zu internationalen Projekten.
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Des Weiteren wird eine Bayerische Innovations- und
Kooperationsinitiative im Bereich Elektronik/Mikrotechnologie (BAIKEM)
angegangen. In Zusammenarbeit mit einem Beirat aus Wirtschaft und
Wissenschaft wird eine Priorisierung von Basistechnologien und
Zielmärkten vorgenommen, um gleich zu Beginn die bedeutendsten Felder
anzugehen.
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Der Bereich Neue Materialien soll mit einem ersten
Symposium erschlossen und mit weiteren Aktivitäten schrittweise zu
einem überregionalen Kooperationsnetzwerk ausgebaut werden.
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Der Bereich Life Sciences umfasst als Basis die
Biotechnologie und die Gentechnologie sowie weitere Disziplinen wie
Analytik, Sensorik oder Bioinformatik. Er ist von essentieller
Bedeutung für ein Spektrum von Zielmärkten, vom Pharmabereich bis
zur Chemie, von der Landwirtschaft bis zum Umweltsektor. Im Rahmen
eines Netzwerkes Life Sciences Bavaria soll insbesondere die
Vernetzung der einzelnen Bioregionen Bayerns weiter vorangebracht
werden, um den Transfer von Know-how in verschiedenen Disziplinen und
Marktsegmenten zu unterstützen.
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Der Bereich Logistik wird mit Symposien
beziehungsweise Kooperationsforen weiter ausgebaut.
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Im Bereich BAIKA sind wiederum ein Jahreskongress und
ein internationales One-on-One-Kooperationstreffen in Planung. Als
thematische Schwerpunkte werden unter anderem die Mechatronik, Design
und Markenidentität sowie generell der Bereich der Vorentwicklung
unter dem Aspekt des zunehmenden Innovationswettbewerbs angegangen.
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Im Forum MedizinTechnik und Pharma in Bayern e.V. soll
das Geschäftsfeld Pharma über Kooperationsforen stärker entwickelt
und die Vernetzung mit dem Bereich Biotechnologie genutzt werden. Des
Weiteren stellt sich die Umsetzung des »Kompetenzzentrums für
minimal invasive Technologien in der Medizin« als besondere
Herausforderung.
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Im Rahmen des Energieforums wird nach zwei Jahren
wiederum ein Kongress »Energie Innovativ« sowie die Verleihung des
Bayerischen Energiepreises 2002 organisiert.
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Gemeinschaftsstände werden auf High-Tech-Messen im
Inland entsprechend den Vereinbarungen mit dem Messekreis sowie auf
Eigeninitiative gemäß der Schwerpunktsetzung in Technologien und
Branchen realisiert.
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Bezüglich des EU-Verbindungsbüros gilt es, den
Operational Plan mit der EU-Kommission professionell zu erfüllen und
im April 2002 einen erfolgreichen Nachfolgeantrag zu stellen.
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Im neu aufgebauten Geschäftsbereich BayTech wird der
Schwerpunkt auf den Ausbau des Kooperationsnetzwerkes mit
BayTech-Partnern und deren Projektvolumen gelegt, um den eigenen
Deckungsbeitrag zum Betrieb dieses Geschäftsbereiches zu erhöhen.
Zusammenfassung
Technologie- und branchenübergreifende Kooperationen sind
gerade für mittelständische Unternehmen ein Schlüssel, um Produkte und
Verfahren mit besonderem Neuwert zu entwickeln, Innovationen schnell und
effizient zu realisieren und damit auch zukünftig wettbewerbsfähig zu
bleiben.
Die Bayern Innovativ GmbH wurde 1995 von der Bayerischen Staatsregierung
als Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mit Sitz in Nürnberg
gegründet. Aufgabe der Gesellschaft war und ist es, den Wissens- und
Technologie-Transfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft durch Ausdehnung
der Kooperation von Unternehmen mit Hochschulen und außeruniversitären
Forschungseinrichtungen zu intensivieren. Zudem wird die
technologieorientierte Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen durch den
Aufbau aktiver, brachenübergreifender Netzwerke initiiert.
Aufgrund der Dynamik von Technologien und Märkten sind neue Erkenntnisse
aus Wissenschaft und Wirtschaft zeitgleich breiten, interessierten
Unternehmerkreisen zu erschließen. Thematisch und kundenorientiert
ausgerichtete Kooperationsforen und Symposien stellen besonders geeignete
Plattformen dar, auf denen sich Partner in immer neuen Konstellationen
für zukünftige gemeinsame Projekte finden. Über 60 thematisch
fokussierte Plattformen mit insgesamt mehr als 7.000 Teilnehmern decken
ein breitgefächertes Spektrum an Technologien und Branchen ab. Das breite
Themenspektrum reicht dabei von technischen Details über Methoden, Supply
Chain Management und e-logistics bis zur Finanzierung von Innovationen.
Zahlreiche Workshops, internationale One-on-One-Kooperationstreffen und
Gemeinschaftsstände auf High-Tech-Messen runden das Plattformen-Portfolio
der Bayern Innovativ ab.
In einem begrenzten Umfang beteiligt sich die Bayern Innovativ auch an
individuellen Kooperationsprojekten. Sie erlangt dadurch einen frühen
Einblick in sich anbahnende Entwicklungen und ein vertieftes Verständnis
von Markt und Technologien. Ergebnisse können später für die attraktive
Gestaltung eigener Kooperationsplattformen verwendet werden. Das proaktive
Vorgehen im Technologie-Transfer wird durch ein interaktives
Dienstleistungsangebot im Internet ergänzt, das mittlerweile pro Jahr
325.000 Besuche verzeichnet. |