| [_private/titel.htm] | ||
| [_private/nav-links.htm] | Online-Nachrichten 22. Februar 2001 Nanotechnologie in der Medizin (dt) Auch der Medizin verspricht die Nanotechnologie eine Reihe von Fortschritten zu bringen. Auf der 2nd NanoMed in Berlin wurden einige Anwendungen der ffentlichkeit vorgestellt.
Vor allem eine Verbesserung von Implantaten und Medikamenten erwarten die auf dem Workshop anwesenden Experten. So knnten mit Hilfe von Nanotechnologie Medikamente gezielt zum Wirkungsort gebracht und neue Verfahren zu ihrer Herstellung gefunden werden. So hat beispielsweise Dr. A. Jordan von der Berliner Charit ein Verfahren fr die Krebstherapie entwickelt. Dabei werden winzige Klmpchen aus magnetischem Material eingesetzt, die im Organismus gezielt von Krebszellen aufgenommen werden. Wenn sie in die Tumorzellen gelangt sind, werden sie durch ein auen angelegtes Magnetfeld stndig magnetisiert und entmagnetisiert. Dadurch heizen sich die Tumorzellen so stark auf, dass sie schlielich absterben. Auch das so genannte Drug-Targeting, bei dem Medikamente zielgerecht an den Ort gebracht werden, an dem sie wirken sollen, soll mittels Nanotechnologie gelingen. Professor Jrg Kreuter von der Universitt Frankfurt hat aus verschiedenen Polymeren einen Nanopartikel hergestellt, an die sich gezielt Medikamente binden lassen. Die beladenen Nanopartikel sammeln sich gezielt an Tumorzellen, wo das Medikament zur Wirkung kommt. Andere Nanopartikel sind in der Lage, Medikamente gezielt ber die Blut-Hirn-Schranke zu transportieren. Diese Schranke schtzt das Gehirn vor den im Blut transportierten Stoffen, indem sie den bertritt in das Blutgefsystem des Gehirnes verhindert. Von speziellen Nanopartikeln erhofft man sich, diese Barriere zu berwinden. Auch bei der Entwicklung von Gewebeersatz kommen nanotechnologische Verfahren zum Einsatz. Beispielsweise sollen spezielle Polymere die Heilung von Gewebe in Knorpel und Knochen verbessern und ein unerwnschtes Verkleben von krpereigenen Eiweien an der Wundstelle verhindern. Auch von so genannten molekularen Motoren erhofft sich die Pharmazie Fortschritte. Professor Carlo Montemagno von der Cornell University hat einen molekularen Motor entwickelt, der aus wenigen Moleklen besteht. Er kann sich gezielt durch den Krper bewegen. Dabei verbraucht er ATP, einen Energiespeicher, der vom Organismus verwendet wird. Nchste Meldung: Wenig Interesse an Kooperationen |