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5. April 2001

Supercomputer zum Schnppchenpreis

(he) Ihr Name ist "Tina", sie ist sechs Meter lang und bringt fnf Tonnen auf die Wage. Trotzdem ist sie auerordentlich schnell. Tina ist ein am Institut fr Theoretische Physik der Otto-von-Guericke-Universitt Magdeburg neu entwickelter Superrechner.

Die Besonderheit von Tina: Der Supercomputer der Uni Magdeburg kostet "nur" 453.000 Mark und damit weit weniger als andere Rechner dieses Kalibers etwa von IBM oder Cray. Der eigene Supercomputer soll die Magdeburger Forscher unabhngig von groen Rechenzentren machen.

"Frher mussten wir jede Stunde beim Forschungszentrum Jlich beantragen", sagt Alexander Schinner, der gemeinsam mit Stefan Mertens die Megamaschine entwickelt hat: "Die Zeit war einfach reif fr Tina".

Tinas Innenleben besteht aus 72 handelsblichen PC mit Pentium-III-Prozessoren, die zu einem Parallelcomputer zusammengeschaltet wurden. Das senkte den Preis und eventuell ntige Reparaturen sind ebenfalls mit weniger Aufwand durchfhrbar. Mit 40 Milliarden Rechenoperationen pro Sekunde ist der Computer aus Magdeburg zwar noch etwas langsamer als seine hochpreisigen Konkurrenten, das Preis-Leistungsverhltnis ist aber dennoch nicht zu bertreffen.

Zudem ist Tina erweiterungsfhig. Weitere PC knnen dazugeschaltet werden. Und die vorhandenen knnen nach einigen Jahren durch andere mit leistungsfhigeren Prozessoren ersetzt werden. "Ein eingekaufter Grorechner hingegen hat seine festen Grenzen", betont Stefan Mertens.

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