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Das innovative Unternehmen

  
Das innovative Unternehmen
Hrsg.: Barske, Gerybadze, 
Hünninghausen, Sommerlatte
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über 2.700 Seiten
ISBN 3-936608-10-5
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10. Januar 2002

Startschuss für die Mikro-Fabrik

(he) Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen verfügen meist nicht über ausreichende Ressourcen, um alle Fertigungsschritte für komplexe Mikrosysteme im eigenen Haus zu bewältigen. Sie sind hochspezialisiert und daher entgehen ihnen mitunter Aufträge. Die Zusammenarbeit im virtuellen Unternehmen MikroWebFab könnte für Abhilfe sorgen.

Die mittelständischen Spezialisten für wenige Prozesse der Mikrotechnik, beispielsweise für Spritzguss, Beschichtung oder Mikroelektronik erhalten über die MikroWebFab Zugriff auf über ihre Kernkompetenz hinausgehende Fähigkeiten. Hier setzt ein Verbundprojekt an, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit über 2 Millionen Euro gefördert wird. Zunächst 11 Unternehmen bündeln hier ihre Energien. Koordiniert wird die Zusammenarbeit vom Forschungszentrum Karlsruhe. Im Dezember fiel der Startschuss.

Ziel von MikroWebFab ist der Aufbau eines Kompetenznetzwerkes, in dem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ihr spezifisches Know-how und einen Teil ihrer Produktionskapazität zur Verfügung stellen. Damit wollen sie gemeinsam in einem Markt Fuß fassen, der ihnen bislang aufgrund seiner Anforderungen vor allem an komplizierte Fertigungstechnologien und interdisziplinäres Know-how verschlossen war.

"Das gemeinsame virtuelle Unternehmen ist dann in der Lage, seinen Kunden eine komplette Betreuung für Entwicklung, Fertigung und Servicedienstleistungen anzubieten", erläutert Projektkoordinator Dr. Ulrich Gengenbach vom Institut für Angewandte Informatik des Forschungszentrums Karlsruhe. "Wo die Schnittstellen zwischen den einzelnen Verbundpartnern liegen, ist für den Kunden nicht wichtig: Sein Auftrag wird aus einer Hand erfüllt."

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Verbundprojekt der Entwicklung und Erprobung des virtuellen Unternehmens MikroWebFab anhand zweier Referenzprodukte - eines magnetoresistiven Sensors und eines Bioanalysesystems - im Rahmen des Förderkonzeptes "Mikrosystemtechnik 2000+".

Neben der Koordinierung des Projekts liegen die Beiträge des Karlsruher Forschungszentrums in der Entwicklung von Werkzeugen zur Steuerung der firmenübergreifenden Produktions- und Logistikkette, der Entwicklung der Organisations- und Kommunikationsstruktur des virtuellen Unternehmens und der Unterstützung der Entwicklungsprozesse der Referenzprodukte durch Wissensdatenbanksysteme.

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