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10. Januar 2002 Startschuss für die
Mikro-Fabrik
(he) Vor allem
kleine und mittelständische Unternehmen verfügen meist nicht über
ausreichende Ressourcen, um alle Fertigungsschritte für komplexe
Mikrosysteme im eigenen Haus zu bewältigen. Sie sind hochspezialisiert und
daher entgehen ihnen mitunter Aufträge. Die Zusammenarbeit im virtuellen
Unternehmen MikroWebFab könnte für Abhilfe sorgen.
Die mittelständischen Spezialisten für wenige Prozesse
der Mikrotechnik, beispielsweise für Spritzguss, Beschichtung oder
Mikroelektronik erhalten über die MikroWebFab Zugriff auf über ihre
Kernkompetenz hinausgehende Fähigkeiten. Hier setzt ein Verbundprojekt
an, das vom Bundesministerium für Bildung
und Forschung mit über 2 Millionen Euro gefördert wird. Zunächst 11
Unternehmen bündeln hier ihre Energien. Koordiniert wird die
Zusammenarbeit vom Forschungszentrum Karlsruhe. Im Dezember fiel der
Startschuss.
Ziel von MikroWebFab ist der Aufbau eines
Kompetenznetzwerkes, in dem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)
ihr spezifisches Know-how und einen Teil ihrer Produktionskapazität zur
Verfügung stellen. Damit wollen sie gemeinsam in einem Markt Fuß fassen,
der ihnen bislang aufgrund seiner Anforderungen vor allem an komplizierte
Fertigungstechnologien und interdisziplinäres Know-how verschlossen war.
"Das gemeinsame virtuelle Unternehmen ist dann in der
Lage, seinen Kunden eine komplette Betreuung für Entwicklung, Fertigung
und Servicedienstleistungen anzubieten", erläutert
Projektkoordinator Dr. Ulrich Gengenbach vom Institut
für Angewandte Informatik des Forschungszentrums Karlsruhe. "Wo
die Schnittstellen zwischen den einzelnen Verbundpartnern liegen, ist für
den Kunden nicht wichtig: Sein Auftrag wird aus einer Hand erfüllt."
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert
das Verbundprojekt der Entwicklung und Erprobung des virtuellen
Unternehmens MikroWebFab anhand zweier Referenzprodukte - eines
magnetoresistiven Sensors und eines Bioanalysesystems - im Rahmen des Förderkonzeptes
"Mikrosystemtechnik 2000+".
Neben der Koordinierung des Projekts liegen die Beiträge
des Karlsruher Forschungszentrums in der Entwicklung von Werkzeugen zur
Steuerung der firmenübergreifenden Produktions- und Logistikkette, der
Entwicklung der Organisations- und Kommunikationsstruktur des virtuellen
Unternehmens und der Unterstützung der Entwicklungsprozesse der
Referenzprodukte durch Wissensdatenbanksysteme.
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