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Das innovative Unternehmen

  
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Hrsg.: Barske, Gerybadze, 
Hünninghausen, Sommerlatte
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auf CD-ROM
über 2.700 Seiten
ISBN 3-936608-10-5
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10. Januar 2002

Der elektronische Caddie

(he) Den elektrischen Caddie sieht man schon auf vielen Golfplätzen. Das ulkige Gerät trägt dem Spieler den Köcher mit seinen Schlägern nach. Der muss dem Gerät allerdings noch per Fernbedienung den Weg weisen. Und den weißen Golfball auf den kleinen Abschlag-Stift setzen können die Maschinen auch nicht.

Dazu ist der neuentwickelte Roboter "Li'l Golfing Buddy" in der Lage. Ingenieure im Labor für Intelligente Maschinen an der University of Florida wollen Golfspielern damit künftig ihren Sport erleichtern. Der etwa dackelgroße "Li'l Golfing Buddy" bewegt sich mit seinen Gummirädern sicher auch über ein etwas holpriges Gelände. Mithilfe von Infrarot-Sensoren erspäht der wendige Helfer den Tee, den kleinen Pin, auf dem der Golfball zum Abschlagen gesetzt wird. Dann rollt der Automat heran, fixiert den Tee mit einem Laserstrahl und legt den Ball mit seinem kleinen Roboterarm passgenau ab. Anschließend rollt er zurück, um seinem "Herrchen" Platz zu machen.

Ein Caddie ist laut Regelwerk der einzige, der dem Golfer während des Spiels Ratschläge geben darf. Auch das konnten bislang nur echte lebendige Caddies. Der an der gleichen Universität entwickelte "RoboWoods" zeigt, dass auch Maschinen zu dieser Hilfeleistung fähig sind.

Wer bisher beim Putten nervös wurde und den entscheidenden letzten Schlag am Loch vorbeizielte, dem kann "RoboWoods" helfen: Der Robo versenkt jeden Ball mit schlafwandlerischer Sicherheit. Er ähnelt einem Schuhkarton, an den das untere Ende eines Golfschlägers montiert wurde. Auch er ist mit Infrarot-Sensoren ausgestattet, die zunächst den Ball und das Loch lokalisieren. Dann berechnet ein kleiner Computer, mit wie viel Kraft und in welche Richtung die Kugel geschlagen werden muss. Damit ist "RoboWoods" bis zu einer Distanz von gut einem Meter sogar weitaus treffsicherer als ein überdurchschnittlicher Golfspieler.

Noch existieren "Li'l Golfing Buddy" und "RoboWoods" lediglich als Prototypen. Ob sie je in Serie gehen, hängt auch von der Reaktion der eher konservativen Golfgemeinde auf ihre öffentliche Vorstellung ab. Auf jeden Fall aber erhoffen sich die US-Forscher von der Entwicklung Synergieeffekte für andere Aufgaben in der Robotertechnik.

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