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24. Januar 2002
Mit Rail & Mail ins Internet
(he) Eine preiswerte
Alternative zum mobilen Surfen im Internet präsentiert die Deutsche Bahn
demnächst in ihren Zügen. Statt selbst über Laptop und Mobiltelefon mit
hohen Gebühren ins Netz zu gehen, soll das jetzt vorgestellte Verfahren
über einen zuginternen Server den Zugang ins Web ermöglichen.
Als Kooperationspartner hat die Deutsche
Bahn den US-Giganten Microsoft
mit ins Boot, oder besser mit in den Zug, geholt. Gemeinsam präsentierten
die beiden Firmenchefs Steve Ballmer und Hartmut Mehdorn jüngst ihr
System Rail & Mail.
Dieses basiert auf einem drahtlosen Netzwerk innerhalb des
Zuges, das man mit Hilfe des eigenen Laptops nutzen kann. Voraussetzung
ist eine Netzwerkkarte, die man kaufen oder beim Bordpersonal leihen kann.
Danach ist man Online im zuginternen Netz.
Der Server im Zug wird bei jedem Stopp in einem Bahnhof
per Funk mit dem dort stationierten lokalen Rechner aufnehmen. Der
wiederum ist über ein Hochgeschwindigkeitsnetz mit dem eigentlichen
Internet verbunden. Das spart Kosten für teure GSM-Verbindungen.
Größter Nachteil des Systems ist jedoch seine
Begrenztheit. Nur die auf dem Zugserver befindlichen Daten können
abgerufen werden. Und diese werden auch nur gelegentlich aktualisiert.
E-Mails immerhin kann man mit leichter Verzögerung bei jedem fahrplanmäßigen
Halt verschicken oder empfangen.
Die Inhalte des Zuginternets - Fahrplanauskünfte und News
- werden im wesentlichen von der Bahn und Microsoft bereit gestellt. Aber
auch Filme sollen abrufbar sein und Informationen von angeschlossenen
Partnerunternehmen wie CNN und Handelsblatt. Für Eisenbahnfans ist es
sicher ein besonderer Clou durch die Bordkamera die Strecke aus der
Perspektive des Lokomotivführers zu betrachten.
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