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Das innovative Unternehmen

  
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Hünninghausen, Sommerlatte
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7. Februar 2002

Die leise Heizung kommt

(he) Brummgeräusche aus dem Heizkessel können das Zusammenleben von Nachbarn erheblich stören. Fraunhofer-Wissenschaftler haben jetzt einen außergewöhnlichen Abgasschalldämpfer entwickelt. Mit aktiver Elektronik versperrt er dem Lärm den Weg in die Freiheit.

In der kalten Jahreszeit gehört die grummelnde Heizanlage zur alltäglichen Geräuschkulisse. "Hausbesitzer haben in der Regel kaum Probleme damit", weiß Stefan Zimmermann vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP in Stuttgart, "unsere Erfahrungen zeigen aber, dass sich Nachbarn oder Mieter vom Brummen aus der Wand oder vom Kamin durchaus belästigt fühlen." Abgasgeräusche bei Heizungen entstehen durch turbulente Luftströmungen, die vom Gebläse und der brennenden Flamme erzeugt werden. Durch die Eigenresonanz von Gebläsebrenner und Kesseleinheit sind sie über die Abgasrohre und aus der Kaminmündung deutlich zu hören.

Sollen tiefe Frequenzen gedämpft werden, benötigte man bisher große Schalldämpfer, für die im Heizungskeller aber meist kein Platz ist. Das Fraunhofer-Institut hat jetzt einen kompakten, nur 50 Zentimeter langen entwickelt, der genauso effizient ist wie ein herkömmliches Gerät von etwa drei Metern Länge.

Der Clou an diesem AKTIV-PLUS genannten System, das gemeinsam mit der Firma Kutzner + Weber entwickelt wurde, ist seine aktive Arbeitsweise. Kernstück ist eine kompakte Metallkassette, in der sich Lautsprecher, Mikrofon und Verstärker sowie die Stromversorgung befinden. Damit wird elektronisch eine Art akustische Sperre erzeugt, an der der Schall des Brenners nicht vorbeikommt.

Die aktiven Schallschlucker sind nicht nur kleiner als die bisherigen porösen oder faserigen Systeme. Das Baukastenprinzip stellt zudem sicher, dass sich der Abgasschalldämpfer praktisch überall installieren lässt. Mit zusätzlichen Teilen werden auch höhere Frequenzen unterdrückt. Weitere Vorteile: Die neuen Dämpfer sind weitgehend wartungsfrei. Gegen Abgase und Kondensat abgedichtet, lassen sie sich auch bei Über- oder Unterdruck einsetzen. Da das Innenleben des Metallkastens zusätzlich mit einer speziellen hitzebeständigen Folie geschützt ist, funktioniert das System selbst bei Abgastemperaturen von 200 °C ohne Dämpfungsverlust. Und schließlich gehören Alterungserscheinungen wie verrottende Dämmfasern der Vergangenheit an.

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