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Das innovative Unternehmen

  
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Hrsg.: Barske, Gerybadze, 
Hünninghausen, Sommerlatte
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7. Februar 2002

Thermodiode als Minikraftwerk

(he) Wer kennt diese Situation nicht. Kurz bevor die Kalkulation zu Ende geschrieben ist, macht der Laptop schlapp und wenn die Sommerparty ihrem Höhepunkt entgegenstrebt ist plötzlich der Akku des portablen Kühlschranks leer. Eine neue Erfindung aus den USA könnte schon bald die Ausdauer von Batterien indirekt verlängern.

Tatsächlich werden bei der jetzt am Massachusetts Institute of Technology (MIT) gemachten Entwicklung nicht die Akkus selbst leistungsfähiger. Vielmehr soll die beim Arbeitsprozess des technischen Geräts abgegebene Wärme zurückgewonnen und in elektrische Energie zurückverwandelt werden.

Die dafür genutzte thermische Diode haben MIT-Forscher bereits erfolgreich getestet, berichtet das britische Wissenschaftsmagazin "New Scientist". Mit Hilfe des Mikrochips kann bis zu 17 Prozent der Wärme wieder als Strom zurückgewonnen werden. 20 Prozent und mehr werden angestrebt, um die Entwicklung wirtschaftlich zu machen.

Ganz neu ist die Erfindung nicht. Den so genannten thermoionischen Effekt, den der US-Erfinder Thomas Edison 1883 zum ersten Mal beobachtete, nutzt man heute bereits bei Spezialanwendungen in der Raumfahrt. Dabei springen Elektronen wegen ihrer thermischen Bewegung von einer Elektrode durch ein Vakuum zur anderen, so dass elektrischer Strom fließt. Bislang waren dazu aber Temperaturen von 1000 Grad Celsius nötig, wie sie z.B. Kernreaktoren in Satteliten erzeugen.

Trennte die beiden Leiterplatten bisher ein isolierendes Vakuum, füllten die MIT-Forscher und ihre Kollegen vom US-Energieunternehmen Eneco den Zwischenraum mit einem mehrschichtigen Halbleitermaterial. Diese elektronenreichen Schichten aus Indiumantimonid oder Quecksilbercadmiumtellurid verbesserten den Elektronenfluss deutlich. "Der Bereich nahe der Wärmequelle ist sehr stark dotiert, so dass die Elektronen quasi herauskochen", so einer der Mitentwickler.

Bisher funktioniert die Thermodiode schon bei 100 Grad Celsius und die Forscher hoffen, die Betriebstemperatur noch weiter senken zu können. Nebenbei funktioniert die Diode auch als alternatives Kühlelement und könnte Ventilatoren und Kühlmittel in technischen Geräten ersetzen.

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