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Das innovative Unternehmen

  
Das innovative Unternehmen
Hrsg.: Barske, Gerybadze, 
Hünninghausen, Sommerlatte
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auf CD-ROM
über 2.700 Seiten
ISBN 3-936608-10-5
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21. Februar 2002

Metallschaum - Material mit Zukunft

(he) Metall ist hart und Schaum ist weich. Eigentlich, so sollte man meinen, können diese beiden so unterschiedlichen Werkstoffe kaum miteinander und einen Hut gebracht werden. Weit gefehlt, wie aktuelle Entwicklungen an der Technischen Universität Berlin zeigen.

Mit der Erforschung von Materialien beschäftigt sich das Fachgebiet Struktur und Eigenschaften von Materialien am Institut für Werkstoffwissenschaften und -technologien der TU Berlin. Ein Spezialforschungsgebiet sind sogenannte Metallschäume. Diese innovativen Metallschäume sind meist auf Aluminium basierende Materialien, die zu 85 Prozent aus Luft und zu nur 15 Prozent aus Metall bestehen. Sie sind konventionellen Kunststoffschäumen äußerlich sehr ähnlich, haben aber vielfach höhere Festigkeiten und auch andere Eigenschaften, die für einen metallischen Werkstoff typisch sind.

Metallschäume sind poröse Stoffe, die in ihrer Struktur menschlichen Knochen ähnlich sehen. Sie können Stöße, Schall, Explosionen, Druckwellen und Schwingungen sehr gut abpuffern und die darin steckenden Energien wirksam absorbieren, weil die auftreffenden Kräfte in der Metallstruktur in viele kleine Teilkräfte zerlegt und verteilt werden. Die Struktur wirkt quasi als Ganzes, auch wenn nur ein kleiner Teilabschnitt belastet wird.

Offenporige Metallschäume können das Gewicht um bis zu 90 % reduzieren und besitzen ein neuartiges Eigenschaftsprofil. Die offenporigen Metallschäume sind durchströmbar und eignen sich daher auch für Fluid- und Verfahrenstechniken, etwa in Wärmeaustauschern, Abscheidern, Filtern und Brennern.

Auch im Fahrzeugbau ergeben sich vielversprechende Einsatzmöglichkeiten, da Metallschäume zu Leichtbauelementen geringen Gewichts aber hoher Steifigkeit verarbeitet werden können. Metallschäume sind darüber hinaus auch in der Lage bei einem Crash eine große Menge von Aufprallenergie aufzunehmen und haben außerdem ein günstiges Dämpfungs- und Dämmungsverhalten.

Bei der Forschung nach neuen Einsatzmöglichkeiten kooperiert auch die Abteilung "Werkstoffe" am Hahn-Meitner-Institut und die Europäische Raumfahrtagentur ESA mit der TU Berlin. Im Rahmen eines Experiments unter Schwerelosigkeit erhofft man sich wertvolle Hinweise darüber, wie die Rezepturen verändert werden müssen, um den Schaum zu verbessern.

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