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Das innovative Unternehmen

  
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Hrsg.: Barske, Gerybadze, 
Hünninghausen, Sommerlatte
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21. Februar 2002

Auf Goldkurs dank High Tech

(he) Die Medaillen-Ausbeute deutscher Athleten bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City kann sich sehen lassen. Mitverantwortlich dafür ist neben dem harten Training der Sportler auch High Tech aus den Labors deutscher Forschungseinrichtungen.

Wenn Hilde Gerg und Martina Ertl sich auf ihren Skiern beim Abfahrtslauf talwärts stürzen, werden Geschwindigkeiten von über 30 Metern pro Sekunde erreicht. Dann ist eine gute Sicht unabdingbar. Dafür sorgen bei den Rennläuferinnen Schneebrillen, deren Gläser im Institut für Augenoptik an der Fachhochschule Aalen entwickelt wurden.

Das undifferenzierte Weiß der Piste birgt große Gefahren in sich. Der mitunter blendende Schnee macht die Unterscheidung von Buckeln oder Senken besonders schwierig. In einem gemeinsamen Projekt mit dem Institut für Sportmedizin an der Ruhr-Universität Bochum wurden daher kontrastverstärkende Sonnenschutzfilter speziell für Skibrillen entwickelt und von der Firma UVEX gefertigt.

Auch der Goldmedaillen-Bobpilot Christoph Langen und sein Anschieber Markus Zimmermann profitierten von universitären Forschungsleistungen. In einer bislang einmaligen Kooperation zwischen Wissenschaftlern der TU München und den Bobsportlern haben acht Maschinenbaustudenten sein Gefährt Marke Eigenbau nach der "Finite-Elemente-Methode" optimiert. So bewerteten sie etwa systematisch das Kufenmaterial und wählten neue Materialien für die Kufendämpfung aus. Außerdem verbesserten sie die Aerodynamik und die Rahmenkonstruktion. Bis auf eine neue Kufenaufhängung, die in Salt Lake City noch nicht zum Einsatz kam, führte die Synthese der an der TUM gewonnenen Erkenntnisse zu einem vollkommen überarbeiteten und optimierten Sportgerät.

Porsche-Ingenieure optimierten den Schlitten von Deutschlands Rodel-Ass Georg Hackl. Die Experten der Porsche Engineering Group (PEG), eine 100-Prozent-Tochter der Porsche AG, konnten den Auftrag innerhalb von zwei Monaten im Forschungs- und Entwicklungszentrum in Weissach zu Hackls Zufriedenheit erfolgreich erledigen. Die Porsche-Ingenieure haben die fahrdynamischen Prozesse untersucht und innerhalb kürzester Zeit mehrere Lösungsvorschläge entwickelt, die sich in der Praxis bewährt haben.

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