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Das innovative Unternehmen

  
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7. März 2002

Saubere Luft durch den Airlift

(he) Wissenschaftler der TU Bergakademie Freiberg haben einen speziellen Reaktor entwickelt, mit dem Abluftströme, die mit organischen Lösungsmitteln beladen sind, auf biologische Weise gereinigt werden können. Der sogenannte Airlift wird vom 6. bis 9. März auf der Intec in Chemnitz präsentiert.

Dicke Luft soll künftig keine Chancen mehr haben in Produktionshallen und an Arbeitsplätzen. Der Airlift, ein von Wissenschaftlern des Instituts für Thermische Verfahrenstechnik, Umweltverfahrenstechnik und Agglomerationstechnik an der TU Bergakademie Freiberg entwickelter Reaktor, ist in der Lage Alkohole, Methan und Amine aus der Raumluft zu filtern.

Im Airlift befinden sich Bakterien, die in einer Flüssigkeit verteilt leben. In diese wird die von organischen Substanzen zu reinigende Luft durch einen Luftverteiler von unten eingeleitet. Im intensiven Kontakt zwischen der Abluft und der Flüssigkeit löst sich die organische Substanz und wird von den Bakterien mit Hilfe des sich ebenfalls lösenden Luftsauerstoffs rasch zu Wasser und Kohlendioxid abgebaut.

Damit die Bakterien effektiv arbeiten können, mussten im Vorfeld deren Lebensbedingungen ermittelt werden. So muss die Temperatur und der pH-Wert der Lösung stimmen. "Wir verwenden sehr anpassungsfähige, variable Bakterien, die beispielsweise auch in H-Milch vorkommen", beschreibt Professor Wolfgang Kohler seinen Bakterienstamm, der manchmal mit Stickstoff, Phosphor oder anderen Spurenelementen gefüttert werden muss.
Als Apparate stehen drei stationäre und ein mobiler technischer Reaktor zu Versuchszwecken zur Verfügung. Die Ergebnisse waren bisher so überzeugend, dass man die Präsentation auf der Chemnitzer Messe wagt: Im Konzentrationsbereich von einigen Hundert Milligramm pro Kubikmeter Abluft gelingt der Abbau einzelner Komponenten gut. Gemische von organischen Komponenten erfordern aber noch weitere Tests", so Wolfgang Kohler. Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück geförderte Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Dr. Sorenberg Umweltschutz Messtechnik GmbH technisch umgesetzt.

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