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7. März 2002
Kompakter supraleitender Trafo
(he) Niederländische
Forscher haben in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft einen Prototyp einer
Spule für einen supraleitenden Transformator entwickelt, der nicht nur
leicht und kompakt ist, sondern auch effizient mit Energie umgeht. Die
ersten Unternehmen sind bereits interessiert.
Die Ingenieure der holländischen Technologiestiftung STW
und der Universität Twente
kooperierten bei ihrer Entwicklung mit den Firmen Smit
Transformatoren und Smit Draad. Der Spulen-Prototyp wurde aus
supraleitenden Drähten hergestellt, die auf innovative Weise isoliert
wurden. Die supraleitenden Drähte bestehen aus dem keramischen Material
BSCCO (ausgesprochen "Bisko"). Dieser sogenannte
Hochtemperatursupraleiter lässt elektrischen Strom ohne Widerstand fließen,
wenn das Material bis zu 196 Grad unter Null gekühlt wurde. Die neue
Isolation, bestehend aus einem Polyamidfilm, ist gegen derart niedrige
Temperaturen beständig. Eine konventionelle Isolation mit einer
Lackschicht würde die rechteckigen Leiter unzuverlässig machen, weil die
Lackschicht an den scharfen Rändern des Leiters zu dünn wird. Dadurch könnten
leicht Funken überspringen.
Ein silberner Mantel umhüllt das dünne Gewebe des
supraleitenden Stoffs, um zu verhindern, dass er bricht. Der Mantel ist
vier Millimeter breit und 0,3 Millimeter dick, vergleichbar mit dem Band
einer Kassette. Diese Isolation verhindert einen Durchschlag bis zu einer
Stromstärke von einigen Kilovolt.
Inzwischen wurde die Methode bereits vermarktet. So verkauft Marktführer
ASC (American Superconductor Corporation) Leiter, die von Smit Draad
isoliert wurden. Außerdem hofft man auf weitere Anwendungsbereiche der
kompakten und leichten supraleitenden Kabel. So könnten mit ihnen gebaute
supraleitende Transformatoren in Zügen genutzt werden. Auch könnten
supraleitende Kabel die Energielieferung an Großverbraucher wie die
Computerindustrie oder in eng bebaute Innenstädte garantieren. Die
derzeitigen Kupferkabel haben den Nachteil eines zu hohen Widerstands,
durch den beim Elektrizitätstransport viel Wärme freigesetzt wird.
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