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Das innovative Unternehmen

  
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Hrsg.: Barske, Gerybadze, 
Hünninghausen, Sommerlatte
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18. April 2002

Strom ohne Steckdose

(he) Keine Steckdose in Reichweite? Kein Problem mit dem neuen Brennstoffzellen-Aggregat, das das Zentrum für Brennstoffzellen-Technik (ZBT) der Uni Duisburg auf der Hannover-Messe vorstellt.

Der Durchmarsch der Brennstoffzellen-Technologie u.a. als Ersatz für Batterien und Akkus ist kaum noch aufzuhalten. Auf dem Gemeinschaftsstand des Kompetenznetzwerkes Brennstoffzelle des Landes Nordrhein-Westfalen auf der Hannover-Messe (Halle 13, Stand D 60) sind eine Reihe interessanter und fertig entwickelter Anwendungsbeispiele zu sehen. Eines davon ist die neue Kompaktanlage aus den Labors der Uni Duisburg.

Campingfreunde könnten u.a. demnächst von diesem Gerät profitieren. Hier kommen die Vorteile der netzunabhängigen Stromversorgung voll zum Tragen: Dank der Brennstoffzellentechnik braucht der Hobbycamper nämlich keine Leitung mehr zum nächsten Stromkasten zu legen, um abends Licht zu haben, das TV-Gerät oder auch den Mini-Kühlschrank zu betreiben.

Die neue kompakte Brennstoffzellenanlage des ZBT ist ein entscheidender Schritt zur Realisierung solch autarker Stromerzeuger, mit deren Hilfe man nach einem einfachen chemischen Grundprinzip elektrischen Strom genau dort umweltschonend erzeugen kann, wo man ihn braucht.

Das funktionstüchtige 150 Watt-Brennstoffzellen-Aggregat, das als netzunabhängiger Stromerzeuger eingesetzt werden kann, ist so ausgelegt, dass es von jedermann sicher betrieben werden kann: von der Wasserstoffzufuhr über Steuerung bis hin zum eigentlichen Stromlieferanten, dem so genannten Brennstoffzellenstack. Dieser kompakte Stapel mehrerer Einzelbrennstoffzellen wurde mit kostengünstigen Materialien gebaut, die ebenfalls in Duisburg entwickelt wurden. Geplant ist, anhand dieses Prototypen weitere Komponenten und anwendungsfähige Kompaktaggregate größerer Leistung zu entwickeln.

Die weiteren Messeausstellungsstücke belegen die beachtliche Breite des Angebotsspektrums schon wenige Monate nach dem ZBT-Start: von der Wasserstofferzeugung aus Erd- oder Biogas bis hin zur Anwendung und Integration der Brennstoffzellentechnik in bestehende Energiesysteme als Baustein eines künftigen virtuellen Kraftwerks. Das ZBT will damit seinen Anspruch dokumentieren, Brücke zwischen der universitären Grundlagenforschung und den eher anwendungsbezogenen Ansprüchen der Industrie, zu sein.

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