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Das innovative Unternehmen

  
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Hrsg.: Barske, Gerybadze, 
Hünninghausen, Sommerlatte
Digitale Fachbibliothek
auf CD-ROM
über 2.700 Seiten
ISBN 3-936608-10-5
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2. Mai 2002

Assistenzroboter mit Kunsthaut

(he) CoRA (Cooperative Robot Assistant) heißt der neue, autonome und lernfähige Assistenzroboter, den das Institut für Neuroinformatik der Ruhr-Universität Bochum entwickelt hat. Mit seinen Fähigkeiten, Hindernisse und Sprachbefehle zu erkennen, Objekte zu greifen und mit einer künstlichen Haut sogar Kontakte wahrzunehmen, könnte er in Zukunft eine nützliche Haushaltshilfe sein.

Mit CoRA präsentieren die Neuroinformatiker der Ruhr-Universität Bochum erste Ergebnisse des Forschungsbereichs "intelligente Mensch-Maschine-Interaktion in der Wissensgesellschaft". Sein Design folgt dem menschlichen Vorbild: Der Roboter ist mit einem schwenk- und neigbaren Stereo-Kamerakopf ausgestattet. So kann er seinen Arbeitsbereich überblicken und, falls notwendig, den Menschen und dessen Aktionen verfolgen. CoRA verfügt über einen Arm mit sieben Gelenken, deren Anordnung der des menschlichen Arms gleicht. Hierdurch ist CoRA in der Lage, Objekte zu greifen. Der Arm befindet sich an einem drehbaren Rumpf. Dieser erweitert den Greifraum des Assistenten erheblich und ermöglicht eine einfache Zusammenarbeit mit dem Menschen.

CoRA kann z.B. die Objekte einer komplexen Tischszene unterscheiden, gelernte Objekte wiedererkennen und greifen. Der Roboter erkennt zudem eine menschliche Hand und versteht die Richtung, in die der Mensch zeigt. Zur Kommunikation verfügt CoRA über einen Einzelworterkenner und eine Sprachausgabe. Mit Hilfe einer Blickrichtungsanalyse kann sich CoRA erschließen, auf welchen Bereich der Mensch gerade seine Aufmerksamkeit richtet.

Ein besonderer Clou ist die künstliche Haut: Sie ermöglicht Kontakte wahrzunehmen, so dass CoRA Hindernissen außerhalb des Sichtbereichs ausweichen kann. Durch die Haut lässt sich auch die Bewegung des Arms verbessern.

Die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine beinhaltet neben der Kommunikation auch die Notwendigkeit, Bewegung und Verhaltensmuster zu planen, zu koordinieren und an veränderliche Umweltbedingungen anzupassen. Bei CoRA geschieht dies durch ein neuronales System, das bestimmte Verhaltensweisen erzeugen kann. Nicht erwünschte Verhaltensweisen sind in dem System ausgeschlossen. Die neuronale Struktur kann zudem Ursache-Wirkungs-Prinzipien lernen und in die Verhaltensplanung aufnehmen.

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