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Das innovative Unternehmen

  
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Hünninghausen, Sommerlatte
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13. Juni 2002

Traffic-Sensor geht in Serie

(he) Eine völlig neue Qualität der Verkehrsplanung und von Verkehrsleitsystemen ermöglicht der Traffic-Sensor aus der Ideenschmiede des Saarbrücker Experimentalphysikers Professor Uwe Hartmann. Der mobile und kostengünstige Magnetosensor macht es möglich, alles Metallische zu erfassen - vom PKW bis zum Zug und Flugzeug. Mit den gewonnenen Daten können intelligente und vernetzte Leitsysteme ebenso realisiert werden wie kartenfreie Parkhäuser.

Die etwa ein Zentimeter kleinen, unauffälligen Sensoren gehen jetzt in Serie und sind kommerziell erhältlich. Hartmann kooperiert hierzu mit der Firma Votronic aus dem saarländischen St. Ingbert. Sie setzt die am Lehrstuhl erarbeiteten Forschungsergebnisse in individuell zugeschnittene Verkehrslösungen um. Von der Entwicklung bis hin zur seriellen Fertigung ist gerade mal ein Jahr vergangen.

Ein spezielles Messsystem, das auf Magnetosensoren, also auf der Messung magnetischer Felder basiert, bildet die Grundlage des Traffic-Sensors. Er ist hochempfindlich und gleichzeitig robust: Er kann ohne Schaden überrollt werden, verträgt Hitze, Kälte und Nässe. Ein weiterer entscheidender Vorteil des Systems: Es ist preiswert und relativ einfach zu installieren. Der Sensor misst in alle Raumrichtungen, ist an- und abschaltbar, und die Ergebnisse der Messung können online abgerufen und bearbeitet werden.

Am Lehrstuhl für Experimentalphysik der Universität des Saarlandes wird nun daran gearbeitet, neue Anwendungsfelder für den Sensor zu erschließen und die entsprechend maßgeschneiderten Sensorensysteme hierfür zu entwickeln. So wird derzeit u.a. untersucht, wie das System Flughäfen sicherer machen kann: An den Rollbahnen auf dem Flughafengelände angebracht, können die Sensoren hier zu einem völlig neuen Boden-Leitsystem und Rollfeld-Management verhelfen.

Auch an Anwendungen für den Schienenverkehr wird gearbeitet. Hier wird es durch ein dichtes Netz von Sensoren möglich, die Verkehrsregelung und gesamte Fahrt des Zuges abzusichern, von der Sicherung des Bahnübergangs bis hin zur Weichenstellung. Dies würde das Bahnfahren nicht nur sicherer machen, sondern durch eine punktgenaue Information auch komfortabler: die Sensoren ermöglichen hier die punktgenaue Berechnung der Ankunftszeiten.

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