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Das innovative Unternehmen

  
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Hrsg.: Barske, Gerybadze, 
Hünninghausen, Sommerlatte
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13. Juni 2002

Ultrafester Beton kommt

(he) Was unterscheidet Kuchenbacken vom Betonmischen? Ein Kuchen soll möglichst locker werden, beim Beton ist es genau umgekehrt. Je weniger Lufteinschlüsse der Beton aufweist, umso fester und besser ist er. Eine Rostocker Ingenieurin hat ein revolutionäres Verfahren entwickelt, um die Qualität dieses wichtigen Werkstoffs wesentlich zu verbessern.

Bisher bildeten sich beim Guss von Beton-Bauteilen stets winzige Hohlräume in Form von gasgefüllten Bläschen. Diese mussten dem langsam abtrocknenden Baumaterial durch sogenannte "Rüttler" regelrecht ausgetrieben werden. Für Bauarbeiter eine echte Knochenarbeit, die auf Dauer auch zu Gesundheitsschäden führen kann. Ein nicht ordnungsgemäß behandelter Beton wiederum neigt schneller dazu, Schäden aufzuweisen, was immer wieder zu teuren Reparaturen und Nachbesserungen zwingt.

Damit könnte es bald vorbei sein. Nämlich dann, wenn sich die Entwicklung der Rostocker Bau-Ingenieurin Iris Marquardt auf dem Markt etablieren kann. Sie hat ein spezielles Mischungsverhältnis der Beton-Ausgangsstoffe ausgetüftelt, durch das sich der Beton von selbst verdichtet. Aus ihrem Rezept für den extra festen Beton machte die erst 27 Jahre alte Wissenschaftlerin ihre Doktorarbeit, mit der sie in Rekordzeit promovierte.

Auf dem Markt könnte sich die Spezialmischung durchaus behaupten. Zwar ist das Material um rund 20 Prozent teurer als herkömmlicher Beton. Durch seine Eigenschaften lässt sich aber eine bessere Qualität erzielen und zudem noch Zeit und Arbeitskraft einsparen. Auch die Gesundheitsbelastung der Bauarbeiter könnte gesenkt werden.

Das Ende der Fahnenstange ist für die Rostocker Materialforscherin aber noch keineswegs erreicht. Zur Zeit arbeitet Deutschlands jüngste promovierte Bauingenieurin in ihrer Universität schon an einer neuen Mischung, die die Herstellung eines noch festeren Betons ermöglichen soll.

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