Verlagsprogramm     Online-News Das innovative Unternehmen
 
Das innovative Unternehmen

  
Das innovative Unternehmen
Hrsg.: Barske, Gerybadze, 
Hünninghausen, Sommerlatte
Digitale Fachbibliothek
auf CD-ROM
über 2.700 Seiten
ISBN 3-936608-10-5
EUR 196,04 (inkl. MwSt. und Versandkosten)
 

4 Ergänzungen jährlich
je EUR 44,08 (inkl. MwSt. und Versandkosten)
Belieferung kann jederzeit gestoppt werden.
 

In den Warenkorb legen


Für Innovations-
manager

Kostenlos per E-Mail, 
erscheint monatlich


  
Muster-Newsletter

 

22. August 2002

Mehr Effizienz für Elektromotoren

(he) Eine neue Entwicklung der Technischen Universität Braunschweig kann dazu führen, dass künftig z.B. Bahn- oder Industrieantriebe höhere Maschinenleistungen oder bessere Wirkungsgrade erreichen. Den Forschern ist es gelungen, die bisher mögliche Schaltfrequenz bei Drehstrommotoren mit einem mehr als doppelt so hohen Rekordwert zu übertreffen.

Drehstrommotoren sind Antriebe, wie sie in modernen Bahnen, aber auch in allen Industriezweigen im Bereich hoher Leistungen zum Einsatz kommen. Sie müssen mit annähernd sinusförmigem Strom versorgt werden. Bei drehzahlregelbaren Antrieben erstrecken sich die verwendeten Frequenzen teilweise auch über die vom Versorgungsnetz her bekannten 50 Hertz hinaus, denn die Frequenz des Stromes bestimmt die Drehzahl der Motoren. Je exakter der Stromverlauf sich der Sinusform annähert, umso effizienter kann der Motor genutzt werden.

Die Sinusform entsteht, indem eine hohe Gleichspannung pulsweise an den Motor angelegt wird. In der Regel werden dafür mindestens sechs bis acht Pulse für eine Periode benötigt. Je höher die Taktfrequenz dieses Pulsmusters ist, umso genauer kann die gewünschte Sinusform nachgefahren werden. Das Problem: Bei niedrigen Taktfrequenzen steigen die Verluste im Motor an und der Wirkungsgrad verschlechtert sich, bei hohen Taktfrequenzen steigen die Schaltverluste in den Halbleiterschaltern stark an und begrenzen so den zulässigen Strom. Bei Leistungen im Megawatt-Bereich mit entsprechend hohen Spannungen war die Taktfrequenz bisher auf ca. zwei Kilohertz begrenzt.

Diese Grenzen hat das Institut für Elektrische Maschinen, Antriebe und Bahnen (IMAB) der TU Braunschweig in Kooperation mit einem der führenden Hersteller von Leistungshalbleitern, der Firma EUPEC, nun überwunden: Am IMAB konnte weltweit erstmalig eine Frequenz von fünf Kilohertz bei immer noch hohem Strom erreicht werden. Dazu wurde ein so genannter "Wechselrichter mit resonantem Hilfskreis" zusammen mit einer am Institut eigens dafür entwickelten Steuerung eingesetzt.

Durch die intelligente Steuerung der Hilfskreise können die gleichen Leistungsschalter deutlich höhere Frequenzen erzielen. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass Überspannungen an den angeschlossenen Motoren verhindert werden und deren Isolation entsprechend einfacher und sicherer ausgeführt werden kann.

"Die Möglichkeit der höheren Effizienz von Industrieantrieben bietet gute Aussichten auf erfolgreichen Technologietransfer. Wir sehen darin eine gute Basis für weitere Industriekooperationen mit unserem Institut", so Prof. Dr.-Ing. Wolf-Rüdiger Canders, der Leiter des IMAB. Gefördert wurde das Projekt vom Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des Leitprojektes "Dynastore".

Nächste Meldung: Das Dartspiel wird erwachsen

Diesen Artikel als E-Mail verschicken


Verlagsprogramm

Symposion Publishing GmbH
Werdener Str. 4
40227 Düsseldorf
Tel. 0211 - 8 66 93 0
Impressum