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Das innovative Unternehmen

  
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Hünninghausen, Sommerlatte
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5. September 2002

Ventilatoren verbrauchen zu viel Strom

(he) Von der Küche bis zur Industriehalle - auch wenn wir sie nur selten wahrnehmen - ohne Ventilatoren kommen wir nicht aus: Sie kühlen in unserem Heimcomputer den Prozessor oder rotieren in Kühltürmen von großen Kraftwerksanlagen. Doch brauchen sie Strom, um ihre Arbeit verrichten zu können – meistens viel zu viel.

Für Europa schätzt das Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung ISI, Karlsruhe, den Energieverbrauch für Ventilatoren auf weit über 200 Milliarden Kilowattstunden. Das Institut analysierte den europäischen Markt für Ventilatoren. Die Forscher konzentrierten sich dabei auf Geräte mit Leistungen zwischen 750 Watt bis 750 Kilowatt, die vorwiegend in der Industrie sowie zur Belüftung und Klimatisierung von Gebäuden genutzt werden. Doch sind die Ergebnisse auf andere Geräte übertragbar.

Nach den Berechnungen der Fraunhofer-Forscher sind bei Ventilatoren Energieeinsparungen von gut 10 bis 20 Prozent erreichbar. Die Industrie könnte jährlich etwa 2,6 Milliarden Euro an Energiekosten sparen, allen voran Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien, die gleichzeitig zu den bedeutendsten Herstellern in Europa zählen. Durch den Energieeinspareffekt lassen sich zugleich die industriellen CO2-Emissionen jährlich um 19 Millionen Tonnen reduzieren.

Zum Beispiel verpulvern die laufenden Ventilatoren bei den vielen PC im Standby-Betrieb stundenlang oder gar tagelang unnütz Energie, da sie vor sich "herlüften" obwohl keine Kühlung notwendig wäre während der PC ruht. Schon der Einbau eines billigen Thermoelementes würde genügen, um den Lüfter bei Bedarf ein- oder auszuschalten. Auch eine intelligentere Form der Rotorblätter könnte die Effizienz der Ventilatoren steigern.

Die Ergebnisse der in englisch geschriebenen Studie hat das Fraunhofer ISI in dem Bericht "Market Study for Improving Energy Efficiency for Fans" zusammengetragen. Eine am Bildschirm lesbare aber nicht ausdruckbare Version der Studie sowie ein Bestellformular findet sich im Internet.

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