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19. September 2002
Hochwasserschutz mit Quick-Damm
(he) Die Hochwasserkatastrophe an der Elbe ist noch in guter Erinnerung. Verzweifelt versuchten Helfer mit Sandsäcken Dämme zu erhöhen oder durchweichte Deiche zu stabilisieren. Eine Innovation aus Hessen könnte zukünftig bei drohendem Hochwasser Überschwemmungen eindämmen.
Das Hochwasser-Schutzsystem "Quick Damm" der gleichnamigen Firma in Gießen ist ein für die Praxis entwickeltes System unter Verwendung Jahrzehnte bewährter Werkstoffe. Auf einfache Weise wird dabei ein robustes Gestell aus verzinkten Stahlrohren oder Aluminium montiert. Schrauben gibt es dabei nicht. Einzig benötigtes Werkzeug ist ein Hammer. Eine speziell geformte Hülle aus beständigem, dehnungsfähigen Vlies oder wahlweise aus reißfestem, wasserdichtem Polyestergewebe kommt einfach um diese Rohrkonstruktion. Die Montage kann in Minutenschnelle erlernt werden. Die flexible Konstruktion passt sich unterschiedlichsten Untergrundgegebenheiten an und kann auch in Bögen verlegt werden. Übliche leistungsfähige Bagger, Radlader, Laderaupen, Planierraupen, Lastwagen oder Traktoren, befüllen schnell die Hülle mit örtlich vorhandenem Sand, Kies, Erde oder Fels. Noch einfacher ist die Füllung der Quick Damm-Variante mit wasserdichter Hülle. Wasser wird einfach reingepumpt, so dass Wasser das Hochwasser zurückhält. Nach dem Rückgang des Hochwassers kann das Quick Damm-System leicht zur Wiederverwendung abgebaut werden. Es eignet sich auch zum Neubau von Hochwasserdämmen als stabilisierendes Element. Die Schutzhöhe variiert von ca. einem halben Meter bis zu drei Metern. Die Länge ist quasi beliebig, da immer wieder zusätzliche Elemente angesetzt werden können. Das System ist so leicht und kompakt verpackbar, dass schon ganz wenige LKW-Ladungen ausreichen, um auch breite Deichabschnitte zu schützen.
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