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19. September 2002
Tintendrucker mit Jumbo-Leistung
(he) Ein Quantensprung im Tintenstrahldruck macht den Alltag künftig noch bunter und die Arbeit in vielen Unternehmen erheblich schneller. Dafür will ein internationales Entwicklerteam unter der Leitung des Olivetti-Konzerns sorgen.
Neben Olivetti sind u.a. auch die deutschen Forschungsinstitute HSG-IMIT und das Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Universität Freiburg an der Entwicklung beteiligt. Ziel des 4,8 Millionen Euro teuren Forschungsprojekts ist, es, einen 300-dpi-Tintendrucker mit acht bis zehn Druckköpfen zu entwickeln, dessen Düsensysteme dreimal größer sind als diejenigen heutiger Produkte. Der Jumbo-Drucker wird mit Verfahren aus der Mikrosystemtechnik realisiert, soll Farbausdrucke bis zu 30 Prozent schneller erzeugen und sich selbst justieren können. Herkömmliche Büro- und Farbdrucker erreichen heute bereits akzeptable Geschwindigkeiten. Sie können in der Regel aber nur bis zu einer Papiergröße von DIN A4 oder DIN A3 eingesetzt werden. Künftig sollten auch großformatige Farbfotos und Kopien, Plakate und Werbematerial, Textilien, Zeichnungen, Planen und Infotafeln in Minutenschnelle in höchster Brillanz gedruckt werden können. So der Wunsch vieler Unternehmen und das Ziel des Forschungsprojekts. Der Tintenstrahldruck hat gewichtige Vorteile. Er ermöglicht präzise Schärfe und Farbwiedergabe. Kleinste Auflagenzahlen können preiswert direkt vom Computer aus gedruckt werden. Und da die Nachfrage nach herkömmlichen Tintenstrahldruckern bald ihren Gipfel erreicht, müssen verbesserte Technologien angeboten werden, um neue bzw. hochwertigere Anwendungsgebiete und Kundenkreise zu erschließen. Vielerlei Einsatzmöglichkeiten für die schnellen Großdrucker sind denkbar. So könnte die Werbung von Einkaufsmärkten am Ort des Geschehens in kürzerer Zeit hergestellt werden. Aber auch ungewöhnliche Anwendungsbeispiele haben die Projektpartner im Sinn: zum Beispiel die Dekoration von Kuchen. Mit Lebensmittelfarben ließen sich die schönsten Bilder auf Zuckerglasuren zaubern. Frankiermaschinen mit neuer Drucktechnologie könnten Briefumschläge kreativer verzieren. Faxgeräte könnten vierfarbige Vorlagen empfangen und schneller drucken.
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