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Das innovative Unternehmen

  
Das innovative Unternehmen
Hrsg.: Barske, Gerybadze, 
Hünninghausen, Sommerlatte
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17. Oktober 2002

Eine Tastatur aus Licht

(he) Die Fingergröße der menschlichen Bediener ist der wesentliche begrenzende Faktor bei der Entwicklung noch kleinerer Geräte für die elektronische Kommunikation. Vor allem Laptops und Handys könnten bereits bedeutend kleiner sein, würden nicht gleichzeitig damit auch die Tastaturen schrumpfen. Eine "virtuelle" Tastatur hat jetzt die kalifornische Firma Canesta entwickelt.

Integriert in mobile Kleingeräte, wird die Tastatur einfach per Laser auf eine plane Oberfläche projiziert. Ein kleiner Tisch oder ein Blatt Papier würden bereits ausreichen.

Die Innovation besteht aus drei Hauptbestandteilen: Ein Sensor-Modul, ein Laser-Projektor und eine Infrarot-Lichtquelle. Der Projektor wirft einen zuvor festegelegten Standard-Tastaturaufbau auf eine nahe gelegene ebene Oberfläche. Der Laser ist so gebaut, dass er für die Augen des Nutzers unschädlich ist. Er lässt sich in der Helligkeit je nach Umgebungslicht variieren und kann alle erdenklichen Zeichen erzeugen.

Die zweite Lichtquelle belichtet den gesamten Tastaturbereich mit unsichtbarem Infrarotlicht, das wiederum zum Sensor-Modul zurückgeworfen wird. Die Software zu Canestas sogenannter "Electronic Perception Technology" errechnet daraus die Position der Finger und schließt so auf die "getippten" Buchstaben. Eine Technologie, die ohne Kamera und rechenintensive Bilderkennung auskommt.

Canesta-Manager Andrew M. Seybold betont die prinzipiell preiswerte Bauweise der Innovation: "Wir benutzen nur standardisierte elektronische Bauteile." Vermarktungsmöglichkeiten sieht Seybold in allen Bereichen der mobilen Kommunikation aber auch im Office-Bereich, wenn es um kabellose Lösungen geht. Außer der Tastatur kann nämlich auch noch die Maus durch die Laser-Projektion ersetzt werden.

Dabei ist das komplette System kaum daumengroß und kann selbst in die kleinsten Endgeräte integriert werden. Die ersten Geräte mit der virtuellen Tastatur will Canesta schon im kommenden Frühjahr auf den amerikanischen Markt kommen.

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