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Das innovative Unternehmen

  
Das innovative Unternehmen
Hrsg.: Barske, Gerybadze, 
Hünninghausen, Sommerlatte
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über 2.700 Seiten
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14. November 2002

rob@work - der mobile Assistent

(he) Einen Handlanger für monotone und zeitraubende Tätigkeiten wünscht sich wohl fast jeder. rob@work ist ein einfach zu bedienender Roboter, der den Werker bei Hol- und Bringdiensten, Montage- oder Handhabungsaufgaben unterstützt.

Der flexibelste Arbeitsplatz in der Produktion ist trotz aller Automatisierung nach wie vor der manuelle. Schwankende Losgrößen, unvorhersehbare Produktionszeiträume, Kostendruck und steigende Qualitätsanforderungen verlangen jedoch zunehmend nach hybriden Lösungen, die die Vorteile manueller und automatisierter Arbeitsplätze vereinigen. Forscher am Fraunhofer IPA haben jetzt den mobilen Assistenzroboter "rob@work" entwickelt. Er arbeitet Hand in Hand mit dem Menschen und unterstützt ihn bei seinen Aufgaben in der Produktion.

"Der Assistenzroboter rob@work steht für die Vision eines einfach zu bedienenden intelligenten Helfers am Arbeitsplatz in der Produktion", erklärt Projektleiter Evert Helms. Die sensorischen Fähigkeiten, das Fachwissen, die Lernfähigkeit, die Kreativität und die Geschicklichkeit des Menschen würden mit den Vorteilen des Roboters - Schnelligkeit, Kraft, Genauigkeit und Unempfindlichkeit gegen gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen und Werkstoffe - zu einem aufgewerteten Arbeitssystem verknüpft, so Helms.

Durch die Kombination einer mobilen und selbstständig navigierenden Plattform mit einem siebenachsigen und somit menschenähnlichen Roboterarm soll rob@work in naher Zukunft den Menschen bei den unterschiedlichsten Aufgaben unterstützen. Ein Einsatzszenario haben Helms und sein Team bereits exemplarisch umgesetzt: Mit seiner mobilen Plattform kann sich der Robo völlig frei und selbstständig an jede Position bewegen und Hol- und Bringdienste in einer Montageumgebung leisten. Die Stuttgarter Wissenschaftler haben diesen Anwendungsfall am Beispiel einer Hydraulikpumpenmontage realisiert und getestet. Noch in Arbeit ist der Einsatz als Handlanger beim Schweißen. Erste Versuche zur Bewegungsunterstützung beim manuellen Schutzgasschweißen zeigen aber ein hohes Einsatzpotenzial dieses Verfahrens.

Neben dem Fraunhofer IPA sind mehrere Firmen sowie die Gesellschaft für Produktionssysteme (GPS) beteiligt. In den nächsten Jahren soll ein industrieller Anwenderkreis entstehen, der weitere praxisnahe Einsatzszenarien für die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten am Roboter-Assistenten definiert.

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