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Das innovative Unternehmen

  
Das innovative Unternehmen
Hrsg.: Barske, Gerybadze, 
Hünninghausen, Sommerlatte
Digitale Fachbibliothek
auf CD-ROM
über 2.700 Seiten
ISBN 3-936608-10-5
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9. Januar 2003

Simulationsbaukasten für den Mittelstand

(he) Immer mehr mikrotechnische Produkte und Komponenten sind auf dem Weg von den Entwicklungslabors in die Fertigung. Viele Unternehmen kämpfen dabei mit Problemen produktionstechnischer Natur. Ein herstellerübergreifender Simulationsbaukasten hilft bei der wirtschaftlichen Anlagen- und Kapazitätsplanung.

Mikrotechnische Komponenten sind mittlerweile wesentlicher Bestandteil etablierter Massen- und Highend-Produkte und beeinflussen zahlreiche Produkt-Neuentwicklungen. Basierend auf seiner Analyse 2002 sagt NEXUS (The Network of Excellence in Multifunctional Microsystems) dem Weltmarkt für mikrotechnische Produkte eine jährliche Steigerungsrate von 20 Prozent voraus – lag das Marktvolumen 2000 noch bei 30 Milliarden US Dollar, sollen es 2005 bereits 68 Milliarden sein.

Die maßgeblichen Hersteller von mikrosystemtechnischen Produkten sitzen in den USA, in Deutschland und in Japan. In der Medizintechnik und der Automobilindustrie nimmt Deutschland die Spitzenposition ein.

Immer mehr mikrotechnische Produkte entwachsen derzeit dem Laborstadium und stehen vor dem Sprung in die Serienfertigung. Bei diesem entscheidenden Schritt kämpfen viele Hersteller mit produktionstechnischen Problemen wie unflexiblen, applikationsspezifischen Anlagen und Geräten mit niedrigem Automatisierungsgrad und unzureichenden Logistiksystemen.

Fertigungsdaten zur wirtschaftlichen Produktion mikrotechnischer Produkte können Hersteller künftig in kurzer Zeit mit Hilfe des "Herstellerübergreifenden Simulationsbaukastens" ermitteln. Durchlaufzeiten, Maschinenauslastungen und Steuerungsstrategien für verschiedenste Geräte- und Anlagensysteme können damit berechnet werden.

Die vom Bundesforschungsministerium geförderten Entwicklungsarbeiten haben das Ziel, gerätetechnische Voraussetzungen für die wirtschaftliche Herstellung mikrotechnischer Komponenten und Bauteile auch bei kleinen und mittleren Stückzahlen zu schaffen.

Mit dem am Fraunhofer IPA entwickelten Simulationsbaukasten können verschiedene Anlagenkonfigurationen vorab auf ihre Funktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit überprüft und optimiert werden. Neben Produktionsprozessen lassen sich außerdem neue Ansätze und Konzepte für eine geräte-, anlagen- und fabrikübergreifende Logistik entwickeln und optimieren.

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