|
6. Februar 2003
Versicherungen an der E-Learning-Spitze
(mk) Versicherungen sind die Vorreiter beim E-Learning in Deutschland. Eine neue Studie zur Entwicklung des internetbasierten Lernens zeigt: 32,1 % der Beschäftigten in Versicherungen arbeiten in Unternehmen, die bereits E-Learning zur betrieblichen Fortbildung anbieten.
Die "Marktanalyse E-Learning", herausgegeben von Symposion Publishing, greift dabei auf aktuelle Daten eines EU-weiten Forschungsprojekts über E-Business zurück. Die Studie von Philipp Köllinger und Alexander Ross erscheint zur diesjährigen Lerntechnologie-Messe Learntec Anfang Februar und belegt: Unternehmen aus den weiterbildungsintensiven und EDV-anwendungsstarken Branchen zeigen für E-Learning grundsätzlich mehr Interesse. Nachzügler wie das Gesundheitswesen oder die Ernährungsbranche hingegen geben dem web-basierten Lernen nur selten eine Chance. Im Branchendurchschnitt arbeiten knapp 15% der Beschäftigten in Unternehmen, die E-Learning nutzen damit liegt Deutschland knapp unter dem EU-Durchschnitt von 16,8%. Europäischer Spitzenreiter ist Großbritannien mit 23,1%. In der repräsentativen Untersuchung wurden im Sommer 2002 rund 10.000 Unternehmen, davon alleine 1.500 aus Deutschland, zu zahlreichen E-Business-Indikatoren befragt. Die Auswertung dieser Daten ermöglichte eine umfangreiche Betrachtung des E-Learning in deutschen Unternehmen. Die dabei berücksichtigten 15 Branchen repräsentieren 46 % aller Beschäftigten in Deutschland. Die Studienautoren weisen auch darauf hin, dass andere Branchen nur einem geringeren Teil ihrer Beschäftigten die Nutzung moderner Weiterbildungsformen ermöglichen. "Gerade Schlüsselbranchen zeigen Schwächen bei der E-Learning-Adoption", sagt Philipp Köllinger vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Wie die Untersuchung zeigt, haben die Fahrzeugindustrie wie auch die Chemiebranche beim E-Learning noch Aufholpotenzial.
Nächste Meldung: Keine Chance für Autoknacker
Diesen
Artikel als E-Mail verschicken
|