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Das innovative Unternehmen

  
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20. Februar 2003

Strahlender Glanz ohne Rutschen

(he) Glänzende Fußböden aus Natursteinen sind repräsentativ. Doch bei Nässe können Besucher von Flughäfen, Banken oder Hotels schon mal ins Rutschen kommen. Fraunhofer-Forscher entwickelten ein Laserverfahren, mit dem die Steinoberflächen rutschfest gemacht werden. Seit 1997 wird das Verfahren auf stationären Anlagen eingesetzt, jetzt wurde eine wesentlich kleinere mobile Anlage entwickelt.

Hotels, Banken oder Flughäfen empfangen ihre Besucher oft mit repräsentativen, glänzenden Fußböden aus Natursteinen wie Granit. Die polierten Oberflächen sind zwar schön anzusehen, doch wenn im Herbst und Winter Nässe und Schmutz mit im Spiel sind, hat so mancher Besucher sich schon mit einem filmreifen Slapstick-Ausrutscher auf den Boden gesetzt. Um diese Gefahrenquelle auszuschalten, müssen die Natursteinböden in öffentlichen Gebäuden trittsicher sein.

Forscher vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden entwickelten ein Laserverfahren, mit dem die Steinoberflächen rutschfest gemacht werden, aber gleichzeitig Glanz und Farbintensität behalten. Die neueste Variante: Ein mobiles Gerät, mit dem auch bereits verlegte Fliesen bearbeitet werden können.

Der herkömmliche Weg, um polierte Natursteinplatten mit einer Rutschhemmung zu versehen, ist eine chemotechnische Behandlung. Dadurch entstehen auf der Steinoberfläche Millionen mikroskopisch kleine Poren, die bei Nässe wie Saugnäpfe wirken und zudem die Reibung zwischen Schuhsohle und Fußbodenoberfläche erhöhen. Das Laserverfahren funktioniert nach demselben Prinzip, ist aber u.a. umweltfreundlicher.

Der gepulste Laserstrahl wird über zwei Scannerspiegel und eine Planfeld-Optik gelenkt, so dass mit einer sehr hohen Geschwindigkeit und großer Exaktheit gearbeitet werden kann. Das Gerät erzeugt 10.000 bis 15.000 Mikrokrater pro Sekunde in der Steinoberfläche. Je nachdem wie groß der Abstand und die Abmessung der einzelnen Krater sind, lassen sich verschiedene Grade der rutschhemmenden Wirkung einstellen. Nach der Bearbeitung verlieren die polierten Steine nur geringfügig von ihrem Glanz. Zudem sind die Minimulden so angelegt, dass sich die Platten weiterhin einfach reinigen lassen.

Derzeit wird das Laserverfahren großtechnisch auf fünf Anlagen eingesetzt, um die Steinplatten direkt beim Hersteller rutschfest zu machen. Bereits verlegte Platten konnten bislang nur chemotechnisch behandelt werden. Das Team am IWS baute nun einen Prototypen für ein mobiles Lasergerät. So können die Steinplatten auch im Nachhinein mit den rutschhemmenden Strukturen versehen werden. Mit der vorgestellten Anlage sind Platten der maximalen Abmessung 62 x 46 Zentimetern bearbeitbar. Die mobile Anlage wird erstmals auf der Hannover-Messe auf dem Gemeinschaftsstand "Laser Technology" in Halle 6, Stand E 03 gezeigt.

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