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30. April 2003
Mobile Power Box
(he) Das Ziel des Fraunhofer ISE, ein Brennstoffzellen-System für die netzunabhängige Energieversorgung zur Serienreife zu bringen, ist bald erreicht. Gemeinsam mit der Firma Masterflex haben die Freiburger Forscher ein System mit einer Leistung von bis zu 100 Watt zur Stromversorgung von elektronischen Geräten entwickelt - die Mobile Power Box.
Der Markteinführung im Jahr 2004 stehe nichts mehr im Wege, hieß es beim Fraunhofer ISE und bei Masterflex. Das Brennstoffzellen-System für den Betrieb mit Wasserstoff überzeuge durch seine Zuverlässigkeit sowie hohe Leistungsdichte. Eine hohe Flexibilität in der Anwendung werde durch die mögliche Ankoppelung variabler Speichergrößen für die Wasserstoffzufuhr erreicht. Insbesondere die kostengünstige Serienfertigung des Gesamtsystems stand im Vordergrund der Gemeinschaftsentwicklung. Das jetzt vorgestellte Brennstoffzellen-System gewährleistet bei gleichem Volumen eine höhere Leistung und liefert mehr Energie als bisher vorgestellte Prototypen. Z.B. versorgt ein auf 300 Watt/h ausgelegter Metallhydridspeicher einen Laptop bis zu zehn Stunden mit Energie, fünfmal solange wie bei einem herkömmlichen Akku. "Wir erreichen heute bereits eine Dauerleistung von über 50 Watt im Betrieb über mehrere Tage, aber genauso Spitzenleistungen von über 100 Watt", erläutert Projektleiter Marco Zobel. In Zukunft ist eine weitere Erhöhung der Leistung geplant, damit auch Laptop, Drucker, Camcorder oder Beamer mit Energie versorgt werden können. Damit soll ein Markt erreicht werden, der mit der Batterietechnologie nicht bedient werden kann. Mit einem adaptierbaren Brennstoffzellen-System für professionelle Film- und Fernsehkameras, ebenfalls basierend auf Wasserstoff als Brennstoff, hat das Fraunhofer ISE gemeinsam mit dem Industriepartner Ambient einen weiteren Prototypen für die Stromversorgung elektronischer Geräte entwickelt. Bislang unterbricht häufiges Akkuwechseln den Arbeitsablauf eines Kameramannes. Der genau auf die Anwendung Profikamera hin zugeschnittene Brennstoffzellen-Prototyp löst dieses Problem. Das kompakte System wird wie üblich einfach an die Kamera angekoppelt, ist leicht handhabbar und stellt eine Dauerleistung von 40 Watt zur Verfügung. Die Wasserstoffspeicher wurden darauf ausgelegt, eine Filmkamera etwa einen Drehtag (8 Stunden) lang mit Energie zu versorgen.
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